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Weinlexikon: Glossar
Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
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Abkürzung für Appellation (d´Origine) controlée.
Abkürzung für Appellation d´origine des vins délimités de qualité supérieure, V.D.Q.S.
Amtliche Prüfungsnummer (A.P. Nr.). Jeder deutsche Qualitäts- und Prädikatswein muß als Beleg für die bestandene amtliche Prüfung eine Prüfungsnummer tragen.
Die mehrstellige Zahl (z.B. 6 33 050 020 096) setzt sich aus folgenden Angaben zusammen:
Prüfstelle (6)
Ort des Erzeugers (33)
Erzeugerbetrieb (050)
geprüfte Partie (020)
Jahr der Prüfung (096)
unpräzise spanische Bezeichnung für einen gealterten Wein, das Gegenstück des vino novello.
Begriff für den Preis ab Keller; in etwa so wie ab Werk etc.
Maschinelles Abzupfen der Beeren von den Stielen vor dem Keltern. Es gibt jedoch Regionen oder Jahrgänge, in denen man bei Rotweinen die Stiele mit den Beeren vergären läßt, wodurch der Wein gerbstoffhaltiger und spätreifer und damit auch langlebiger wird.
italienische Bezeichnung für halbtrocken, die jedoch nicht sehr gebräuchlich ist. Die Bezeichnung entspricht den Begriffen demi-sec, imixeros, medium dry, meio seco oder semiseco.
ABC steht in diesem Fall für Anything But Chardonnay. Der Begriff wurde in den 1990ern geprägt, als sich ein Konsumtrend gegen die spürbare Chardonnayschwemme dieser Zeit bemerkbar machte. Die Erfolge des Rieslings, des Grünen Veltliners oder des Viogniers können durchaus als Folge dieses Trends betrachtet werden.
alter deutscher Ausdruck für die Geiz- oder Wassertriebe eines Rebstockes.
per Gesetz jemand der ausschließlich lose gekaufte Weine abfüllt bzw. nur zugekaufte Trauben oder Moste zu Wein weiterverarbeitet und sie anschließend unter seinem Namen abfüllt.
Nach dem Abfüllen des Weines kann für einige Tage bis Wochen eine Stumpfheit im Geschmack auftreten, den man als Abfüllschock bezeichnet; s.a. Transportschock
Der in Fässern befindliche Wein wird in Flaschen gefüllt. Auch: `auf Flasche ziehen`
Bezeichnung für den Nachgeschmack eines Weines. Man kann ihn auch in Sekunden messen. Je länger der Wein *steht*, sprich sein Geschmack im Mund verbleibt, als desto charaktervoller gilt er.
Ein Wein hat den Höhepunkt der Trinkreife überschritten und wird nur noch schlechter. Meist kein wahrer Genuß.
rund; Der Wein schmeckt harmonisch. Die kann durch ein gutes Cuvée verschiedener Rebsorten, durch gute Kellerarbeit oder durch eine entsprechende Alterung erreicht werden.
Vorgang bei dem einem Wein aus verschiedenen Gründen (zu hoher Ertrag, zu hoher/zu geringer Alkoholgehalt etc.) das Recht abgesprochen wird, als AOC-Wein verkauft zu werden. So kann es vorkommen, daß ein Puligny-Montrachet (Gemeindelage) wegen zu großen Ertrages als einfacher Bourgogne Rouge verkauft werden muß, oder eine Bordeaux Rosé wegen zu geringer Farbe als Vin de Table.
spanisches Äquivalent zum italienischen abboccato, sprich halbtrocken. Meist wird jedoch statt dessen der Begriff semiseco verwandt.
eigentlich: die französische Bezeichnung für Beifuss; wesentlich bekannter ist jedoch der auch als `grüne Fee` bekannte Kräuterschnaps, der neben Anis und Fenchel auch eine gehörige Dosis Beifuss beinhaltet. Thujon ist der ätherische Extrakt aus dieser Pflanze, dem man eine gesundheitsschädliche, aber auch psychoaktive Wirkung nachsagt und diese auf den Absinth oder auch den Wermut überträgt. Absinth war die Modedroge des `Fin de Siécle`, des ausgehenden 19. Jahrhunderts, dem u.a. viele Künstler verfielen, was zum Verbot des Getränkes führte. Seit 1998 ist Absinth in der EU wieder zugelassen, jedoch in einer stark abgeschwächten Form. Vom Thujon dürfen maximal 35 ppm (parts per million) enthalten sein, im Original war es oft das Doppelte, gepaart mit einem Alkoholgehalt von 60%. Getrunken wird Absinth verdünnt mit Wasser und beim Einschenken über ein Stück Zucker gegossen.
Aufwendige Arbeit, bei der der Wein von einem in ein anderes Faß gepumpt wird. Schwebstoffe und Hefereste etc., die sich abgesetzt haben, bleiben im alten Faß. Bei kleinen Fässern wird der Wein oft mehrfach im Jahr abgezogen. Alternativen zum Abziehen sind Zentrifugieren (Schleudern) oder Filtrieren.
französisch: soutirage
italienisch: travaso
englisch: racking
0,125 Liter Wein; also ein Glas. Die kleine Variante des Viertels.
ist die italienische Bezeichnung für Wein- oder Traubenbrand, entspricht also in etwa dem Brandy. Der Begriff leitet sich von Lebenswasser ab.
Acquavite ist nicht mit Aquavite zu verwechseln, s. dort.
Portugiesische Bezeichnung für Weinkellerei, entspricht in etwa dem spanischen Bodega. Dient sowohl als Bezeichnung für Familienbetriebe als auch für größere Weinlager. Adega cooperativa bedeutet Winzergenossenschaft.
In Galizien bezeichnet man eine Bodega auch als Adega.
lat.: zusammenziehen. Gerbstoffe hinterlassen am Gaumen einen stark herben, manchmal bitteren Geschmack, der die ganze Mundhöhle ausfüllt. Man hat das Gefühl die Innenseite der Mundhöhle zieht sich zusammen. Wenn er zu stark ist, wird der Geschmack negativ beeinträchtigt.
der kleine Drahtkorb, mit dem der Korken einer Sektflasche gesichert ist.
Spanischer Ausdruck für die von einem feinen Drahtnetz (Alambre) umspannte Flasche. Für gehobene Qualitäten wird diese etwas aufwendige Verpackungsart bei spanischen, z. T. auch anderen Weinen nach wie vor angewandt. Sie ist jedoch kein absolutes Bekenntnis zur Qualität, denn oft tragen billige Gran-Reservas von Discounter dieses Netz zum Schein.
Weißwein Siziliens aus der Provinz Syrakus. Er ist sehr alkoholhaltig und erinnert in seinem Geschmack etwas an einen Marsala. Dabei kann er trocken oder auch reichlich süß sein.
Bezeichnung für den weißen Kreideboden von Jerez in Andalusien, der im Sherry-Gebiet die besten Finos und Manzanillas hervorbringt.
Traditionelle Flasche aus Alba in Piemont mit höheren Schultern als die Burgunder- und längerem Hals als die Bordeaux-Flasche. Nach den DOCG-Bestimmungen ist sie für Barolo und Barbaresco seit einigen Jahren zwingend vorgeschrieben.
Ein sehr angenehmer, mitunter beachtlich vollmundiger und dabei eleganter Weißwein aus dem westlichen Sizilien, auch als Bianco Alcamo, der zu mindestens 80% aus Catarratto bianco erzeugt wird.
Weinbaugebiet in der Mitte Portugals, am Atlantik gelegen, mit alter Weinbautradition, zu der die Zisterziensermönche des berühmten Klosters von Alcobaça prägend beigetragen haben. Die am meisten geschätzten Weine dieses Gebiets sind heute die weißen Gaeiras aus der Umgebung der wenige Kilometer landeinwärts gelegenen, malerischen Stadt Obidos.
`Sherry-Ton`, oxydativer Geruch und Geschmack, wird manchmal auch positiv empfunden.
Ein DOC-Wein aus dem südlichen Apulien. Der Rot- und Roséweine werden hauptsächlich aus Negro amaro erzeugt und können sehr ansprechend sein. Die Rotweine sind meist tanninreich, die Rosés geraten oft (Rosa del Golfo) weich und weinig.
Die ungarische Tiefebene zwischen Donau und Theiß. Mit rund 100.000 ha umfaßt sie fast 70% der Rebfläche Ungarns. Die Reben wachsen auf reinem Sandboden in sommerheißem, trockenem Klima. Die Weine sind körperreich, doch fehlt es ihnen mitunter etwas an Harmonie und Ausdruck.
Hefepilze verwandeln durch Gärung Zucker in Äthylalkohol (C2H5OH) und Kohlesäure. Dieser Alkohol (auch Weingeist genannt) ist farblos und von angenehmem Geruch. Je nach Zuckergehalt des Mostes, der Art der Hefen sowie der Temperaturen während der Gärung entstehen 40-140g/l, jedenfalls nicht mehr als 144g/l (18,2% vol.) Alkohol. Weine mit höherem Alkoholgehalt sind gespritet. Ganz grob gerechnet enthalten in Deutschland je nach Herkunft, Rebsorte und Süße Kabinettweine ca. 70-80g/l und Spätlesen ca. 75-90g/l (tatsächlichen) Alkohol, während der (fiktive) Gesamtalkohol- errechnet aus tatsächlichem Alkohol plus dem theoretischen Alkoholgehalt des nicht vergorenen Restzuckers- je nach Süße erheblich höher liegen kann.
Die Angabe des Gesamtalkohols kann daher außer bei trockenen Weinen sehr leicht irreführend sein. Seit 1.5.1988 müssen alle in der EG in den Handel kommenden Weine die Angabe des tatsächlichen Alkoholgehalts auf dem Etikett führen.
Üblicherweise wird der Alkohol eines Weines heute in Volumenprozent (% vol.) angegeben: 7,95g/l =1% vol. Alkohol.
eben ein Wein für jeden Tag. Meist junge Weine, die im ersten/zweiten Jahr nach der Lese getrunken werden sollten und durch die Lagerung meist nicht besser werden.
Das Wort Almacenista stammt aus dem Arabischen und bedeutet wörtlich übersetzt der Lagerhalter (al - der, macen - Lager, und ista - Halter). In den meist winzigen Kellern dieser Sammler, die durch die Entwicklung der heutigen großen Sherryhäuser in Vergessenheit gerieten, lagern traditionell nur die feinsten Sherrys aus den besten Weinbergen, die unverschnitten und teils unberührt seit Generationen langsam heranreifen. Von der ehemals großen Zahl an Almacenistas sind heute nur noch 39 übriggeblieben.
Bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts waren die Almacenistas die Lagerhalter der großen Bodegas, welche die über Jahrzehnte gereiften und qualitativ weitaus hochwertigeren Sherrys abzukaufen, um diese entweder als wertvolle Seltenheiten abzufüllen, sie bei der Abfüllung mit ihren eigenen Sherrys zur Aufwertung zusammenzuführen oder - und dies war die alte Regel - die vom Almacenista gereiften Sherrys ihrer eigenen Solera zur Aufbesserung beizufüllen.
Das Haus Emilio Lustau ist in den letzten Jahren dazu übergegangen, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen und vermarkte einzeln ausgebaute Sherries der letzten verbliebenen Almacenistas.
Im Süden Ubriens In der Nähe von Todi vor allem aus Sangiovese und Barbera erzeugter Rotwein, ansprechend, aber mitunter nicht ganz ausgeglichen. Er stammt von Vagniluca.
Eigene A.O.C.-Bestimmung für Weine aus dem Elsaß mit einem natürlichen Mindestalkohol von 11% vol. (Gewürztraminer und Pinot gris) bzw. 10% vol. (Riesling und Muscat).
Die Weine dürfen ausschließlich aus einer der vier Rebsorten stammen - die auf dem Etikett angegeben werden muß-, und der Grundertrag darf 70hl/ha nicht übersteigen.
Insgesamt sind 25 Lagen als grand cru-Lagen klassifiziert und dürfen auf dem Etikett genannt werden.
im Wein: Begriff für Weine aus Europa. Im Gegensatz zu Neue Welt Weinen. Weintrinker denken eben gern kolonialistisch.
relativer Begriff für den optimalen Trinkgenuß eines Weines. Jeder Wein hat sein Alter.
Ältere Fässer - oder wenn das Faß zu lange leer im Keller stand - können einen muffigen Ton im Wein hinterlassen. Wird oft mit Korkgeschmack verwechselt.
Italienischer Name für Südtirol. Weinrechtlich ein 32 Gemeinden der Provinz Bozen umfassendes DOC-Gebiet mit insgesamt 18 verschiedenen Rot- und Weißweinen (die Rebsorte wird angegeben).
Portugisische Landschaft am Douro zwischen Vila Real und der spanischen Grenze und eines der großen Winbaugebiete der Erde.
Hier ist die Heimat des vorzüglichen, doch außerhalb Portugals kaum bekannten Vinho do Douro ebenso wie des weltberühmten Vinho do Porto (Portwein).
Grundsätzlich wird nach Rebsorten und Weintyp unterschieden. Burgunder-Sorten etwa entwickeln mit Flaschenlagerung ein typisches `Burgunder-Stinkerl`, Barriqueausgebaute Weine im Alter Kakao- und Tee-Aromen. Eher positiv zu sehen. Weine, die überlagert sind, entwickeln negative Eigenschaften, bis hin zur Oxydation
italienische Bezeichnung für lieblich; entspricht moelleux, medium, semidulce, imiglykos, meio dolce.
Einer der berühmesten Rotweine Italiens. Ein trocken ausgebauter Recioto della Valpolicella, ein sog. Strohwein.
Sein Most wird von (auf Strohmatten) luftgetrockneten, teilrosinierten Trauben erzeugt. Auf diese Weise entsteht ein dunkler, langsam reifender und sehr langlebiger Rotwein von mindestens 14% vol. Alkohol, dessen Schwere im Alter durch Rasse, Charakter, Eleganz und Samtigkeit ausgeglichen wird.
Bezeichnung für Weine aus amerikanischen Rebsorten, die die Weinbauern in der italienischen Schweiz (in der Gegend von Locarno und Lugano im Kanton Tessin) Ende des vergangenen Jahrhunderts anpflanzten.
Die einheimischen Rebstöcke waren durch Mehltau oder Reblaus vernichtet worden waren.
Leider wurde damals weniger auf Qualität als auf Ertrag der Rebstöcke geachtet und so handelte es sich bei diesen Pflanzungen zumeist um die Isabella, eine minderwertige Abart der Concord.
Mit wenig ansprechendem Geruch und penetrantem Foxgeschmack, ist sie für die Weinerzeugung nahezu ungeeignet. Heute wird sie daher lediglich noch als Tafeltraube bzw. zur Herstellung von Traubensaft verwandt.
Im Unterschied zum Americano bezeichnet man den Wein aus der einheimischen Bondola als Nostrano.
Dieses Holz gibt durch eine offenere Porenstruktur einen stärkeren Geruch und Geschmack (Bounty, Vanille) an den Wein ab, als andere Hölzer; s.a. Barrique. In der neuen Welt, aber auch in Spanien und anderen europäischen Regionen sehr beliebt.
Wird ein Pasada (siehe dort) noch weiter gelagert, verdunkelt sich die Farbe, Bukett und Geschmack intensivieren sich im gleichen Zuge. Oft nach Karamel, Vanille und gedörrten Pflaumen duftend, wird der ausgewogene Amontillado recht ungenau auch als Medium bezeichnet - allerdings nicht in Spanien.
Der Amontillado gilt als die körperreichster und geschmacksreichste Fino-Variante.
Kaum noch gebräuchliche Bezeichnung für einen weichen, süßen Oloroso, dem Pedro Ximénez und vino de color (Arrope) zugefügt wurden.
die Rebsortenkunde.
Jahrgangswein oder Jahrgang in dem die Trauben des Weines gelesen wurdenentspricht dem italienischen Annata, auch wenn der Begriff in Italien für Weine verwendet wird, die bereits im ersten Jahr nach der Lese vermarktet werden.
Jeder Wein muss sich, bevor er in den Verkauf kommt, einer chemischen Analyse unterziehen lassen, bei der der Wein nach bestimmten (nicht erlaubten) Zusätzen (z.B. Konservierungsmittel) untersucht wird; ebenso werden Alkohol, Säure, Schwefelgehalt etc. untersucht.
festgelegte Gebiete, in denen Wein angebaut wird. Die Weine dieser Gegend dürfen Ihr Herkunftsgebiet auf dem Etikett tragen
Angesehener Premier Grand Cru Classé -B- aus Saint-Emilion mit rund 25ha Rebfläche und einem gehaltvollen, weichen und ausdrucksvollen Wein.
Die Rebfläche von Angelus ist zu 50% mit Cabernet-Franc, zu 45% mit Merlot und 5% Cabernet Sauvignon bepflanzt.
Angelus darf heute wahrlich als eines der Flaggschiffe Saint-Emilions betrachtet werden und gilt inzwischen als einer der bekanntesten Weine weltweit. Seit Beginn der 1980er ging es mit der Qualität der Weine stetig bergauf, was 1996 mit der Zuerkennung des Premier Grand Cru Classé B belohnt wurde. Die Weine von Château Angelus, die zwischen 14 und 16 Monate in neuen Barrqiues lagern, gelten als äußerst langlebig.
Auf den Etiketten des Château Angelus ist eine Glocke abgebildet: Sinnbild für die Herleitung des Gutsnamens vom sog. Angelus-Läuten (morgendliches Läuten der Kirchenglocken) das auf einem Stück Rebfläche des Weinguts von drei Kirchtürmen gleichzeit zu hören ist.
Cru Bourgeois aus dem Ort Cantenac in der AC Magaux mit etwa 32ha Rebfläche und einem gehaltvollen, ausgeglichenem und beständig guten, wenn auch nicht herausragendem Rotwein, dessen Niveau durchaus dem klassifizierter Gewächse vergleichbar ist.
Die Rebfläche ist mit 55% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot und 10% Petit Verdot bepflanzt.
Château d'Angludet wurde Anfang der 1960er Jahre in einem bedauernswerten Zustand von Peter Sichel, einem bekannten Weinhändler aus Bordeaux (Maison Sichel - u.a. auch Besitzer von Château Palmer) gekauft und aus dem Dornröschenschlaf erweckt.
Zuckerzusatz vor der Gärung, um den späteren Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen. Nicht bei jedem Wein gestattet bzw. vom Jahrgang abhängig.
Rebschnitt.
Unter dem Anstechen eines Fasses versteht man das Einschlagen eines Zapfhahnes in das Zapfloch, um den Wein aus dem Faß entnehmen zu können.
Spanische Bezeichnung für stummgemachten Most. Dem Traubenmost wird reinen Alkohol bis zu einer tatsächlichen Alkoholhöhe von 16-18% vol. zusetzt, was eine weitere Gärung des Mostes verhindert (im französischen Muté).
Mit Hilfe dieses Verfahrens erhält minderwertiger Sherry mitunter Süße und Alkohol.
alkoholische Getränke, die vor einem Essen gereicht werden; Gegensatz Degistif
s.a. malolaktische Gärung. biologischer Säureabbau.
Eine der beiden wichtigsten organischen Säuren im Wein. Ein hoher Anteil verleiht dem Wein eine frische Note, manchmal jedoch eine unreife, saure.
Begriff für die kontrollierte Ursprungsbezeichnung in Frankreich(z.B. Appéllation Vosne-Romanée im Burgund).
Damit ein Wein ein AC-Wein ist muß er verschiedenste Kriterien erfüllen, angefangen bei der geographischen Herkunft, der Pflanzdichte, dem Ertrag pro Hektar, dem Mindestmostgewicht bis hin zum Alkoholgehalt und der Rebsortenzusammensetzung des endgültigen Weines.
oder auch Akvavit ist eine klare bis goldbelbe Spirituose aus Kümmelbasis, die ursprünglich aus Skandinavien stammt. Sie ist daher nicht mit dem italienischen Aquavite oder Acquavite zu verwechseln - siehe dort.
Die Herstellung erfolgt dergestalt, dass landwirtschaftlicher Alkohol (aus Kartoffeln oder Getreide) zusammen mit Wasser und Gewürzen (neben Kümmel finden auch Dill, Fenchel, Nelken etc. Verwendung) destilliert wird.
Anschließend lagert der Akvavit je nach Qualität in Stahltanks oder Holzfässern. er muß mindestens 37,5 %Vol. aufweisen und deutlich nach Kümmel schmecken.
Bekannte Marken sind Linie, Malteser oder Bommerlunder.
Linie-Aquavit hat die Besonderheit, dass der junge, in ehemalige Sherry-Fässer abgefüllte Aquavit während mehrerer Wochen an Bord von Schiffen verbingt und während dieser Reifung den Äquator (Linie) überfährt.
Der traditionelle Ausdruck für italienische Tresterbrände, sprich Grappa. Manche Distillerie benutzt diesen Ausdruck noch heute - z.B. Nardini. Der Unterschied zum Grappa besteht jedoch darin, dass der Trester beim Aquavite noch feucht sein darf, während Grappatrester komplett trocken sein muß.
Flächenbezeichnung; 1/100 Hektar.
ein auf Kreta erzeugter Rotwein, der durchaus Beachtung verdient.
2eme Cru Classé aus dem Sauternes mit 27ha Rebfläche (90% Sémillon und 10% Sauvignon), das für seinen hervorragenden süßen Weißwein sehr geschätzt wird.
Weitaus weniger bekannt dürften der 8 ha große Cru Bourgeois dieses Namens aus Ludon (Haut-Médoc) mit seinem guten Rotwein sowie ein weiteres Château d'Arche im Süden des Graves-Gebietes sein.
Ausdruck für den rötlichen Sandboden im Sherry-Gebiet mit geringem Kreideanteil (bis ca. 10%). Er liefert zwar größere Erträge, jedoch geringere Qualitäten als der bekrühmte Kreideboden (Albariza). Am ehesten pflanzt man hier Moscatel.
portugiesische Bezeichnung für das in Portugal verbreitete Reb-Erziehungssystem an zwischen Bäumen gespannten Drähten.
Im Unterschied zum Bukett ist das Aroma eines Weines ausgeprägter und leichter feststellbar, wenn der Wein noch jung ist, wie etwa das Pfirsich-Aroma eines guten Rieslings.
Etliche Rebsorten sind sogleich an ihrem Aroma zu erkennen, z.B. Buketttrauben wie Gewürztraminer, Malvasia, Muskateller.
Sehr trockene Weine haben dabei in der Regl etwas weniger Duft, da der Zucker wie auch beim Obst ein Aromaträger ist. Inzwischen kennt man viele Hunderte von Aromastoffen, die sich im Wein in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen wiederfinden.
Je älter der Wein wird, um so mehr schwindet das Aroma, und an seine Stelle tritt das Bukett.
Systematische Auflistung aller im Wein vorkommende Aromen in Form eines Rades.
Traditionelle spanische Maßeinheit für Volumen; 1 Arroba entspricht etwa 16 Litern.
Traubensaftkonzentrat, das durch Einkochen von unvergorenem Traubenmost auf ein Fünftel seines ursprünglichen Volumens entsteht.
Das Ergebnis ist eine tiefbraune Flüssigkeit, die nach gebranntem Zucker oder Karamel schmeckt. Sie wird gern es als Zuckerungs- und Farbzusatz für Sherry benutzt.
Grand cru classé aus dem Saint-Emilion-Gebiet mit 10ha Rebfläche (Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet franc) in privilegierter Lage an den Abhängen zum Dordogne-Tal.
Erzeugt wird ein von Jahrgang zu Jahrgang immer besser werdenden Wein voll Kraft, Tiefe, Balance und Eleganz. Er muß heute keinen Vergleich mit höher eingestuften Gewächsen Saint-Emilions mehr scheuen.
Heute im Allgemeinen nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung im Médoc für Gewächse unterhalb der Ebene der Crus Bourgeois: die Crus Artisanal.
Ebenso wie die seinerzeit noch darunter eingestuften Crus Paysans bezeichnet man diese Weine heute eher als Petits Châteaux oder profan als Autres crus.
Umgangssprachliche Bezeichnung für den echten Mehltau.

italienische Bezeichnung für trocken, auch secco genannt; entspricht dry, sec, seco, xeros.
trockener, spritziger und säurebetonter Weisswein aus der gleichnamigen Rebsorte, der in Kampanien und der Basilikata sehr beliebt ist.
Zusammenstellung (Verschnitt) verschiedener Bestandteile (verschiedene Rebsorten, Parzellen, Ausbauvarianten [Holz/Stahl]), die den späteren Wein ergeben. So soll ein bestimmter Weintypus erstellt werden und es ist möglich in unterschiedlichen Jahrgängen Weine mit ähnlichem Charakter zu erzeugen.
In der Champagne, aber auch im Bordelais hat die Kunst des Assemblierens eine sehr alte Tradition; erfunden wurde dieser Vorgang wohl von Dom Pierre Pérignon.
berühmter Schaumwein aus dem Piémont, inzwischen auch in hervorragenden Qualitäten zu haben.
ungarische Bezeichnung für eine Trockenbeerenauslese, die gesondert gelesen und behandelt und dann in unterschiedlicher Menge dem Tokajer beigefügt wird (zwei- bis sechsbuttiger Aszú).
Der sogenannte Heilige Berg, jene eher archaisch wirkende Mönchsrepublik in der östlichen Chalkidike in Nordgriechenland, die auch als Weinbaugebiet in hohem Ansehen steht.
neben Wasser der Hauptbestandteil des Weins.
lüften oder dekantieren des Weines; ältere Weine benötigen oft mehrere Stunden Kontakt zum Sauerstoff, um sich richtig zu entfalten und werden hierzu in Karaffen umgefüllt.
Rückstände im fertigen Wein, die unterschiedlicher chemischer Herkunft (Filterung, Zusatzstoffe) sein können. Nicht unbedingt immer ein weintechnischer Fehler. Der Ausfall von Weinstein gehört nicht dazu.
Eine Tätigkeit die normalerweise einmal wöchentlich vorgenommen wird. Hierbei wird der verdunstete Teil des jungen Weins (Schwund) durch Auffüllen ersetzt, damit keine Luft zwischen der Oberfläche des Faßinhalts und dem Spund auf den Wein einwirkt.
In der Schweiz darf man allen Weinen bis zu 8% >Auffüllwein< zusetzen. Man benutzt dies auch dort, wo dank des Ausbaus in Stahltanks gar kein Schwund entsteht, zur Korrektur kleiner Fehler und Schwächen (in Farbe, Geschmack und Duft).
periodisches Aufrühren der Hefe im Wein während der Weinbereitung für den optimalen Kontakt zwischen Wein und Hefe. Im Französischen Bâtonnage (von bâton = Stock) genannt.
Zugabe von Branntwein zum Most, um die Gärung abzubrechen. Der Alkoholgehalt erhöht sich entsprechend. Bei Port und Sherry essentieller Bestandteil der Bereitung.
Zuckerzusatz vor der Gärung, um den späteren Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen. Nicht bei jedem Wein gestattet bzw. vom Jahrgang abhängig. Andre Begriffe: chaptalisieren, anreichern...
Knospe des Rebstocks.
ein Überbegriff für alle Arbeiten im Keller zwischen Lese und Abfüllung.
Man unterscheidet generell zwischen reduktiven und oxidativen Ausbau von Weinen. Reduktiv bedeutet in diesem Zusammenhang den Wein möglichst ohne Kontakt zum Luftsauerstoff auszubauen, während oxidativ das Gegenteil bedeutet. Ein Barriqueausbau ist eine Art des oxidativen Ausbaus.
In Österreich ein Ausdruck für Weine, die ausschließlich aus edelfaulen oder überreifen, auf natürliche Weise eingetrockneten Beeren hergestellt werden. Dem entstandenen Saft darf frischgekelterter Most oder Wein derselben Lage beigegeben werden, welcher mindestens Spätlesequalität aufweisen muß.
Der nun gewonnene Saft muß ein Mostgewicht von mindestens 27° KMW (=138,5° Oechsle) aufweisen. Auch in Ungarn kennt man Ausbruchweine. Diese müssen mindestens 22% Zucker enthalten. Das deutsche Weingesetz kennt jedoch keine Ausbruchweine.
Im Weinberg werden zur Minimierung des Ertrages und damit zur Erhöhung von Konzentration und Qualität Trauben abgeschnitten. Langwierige und aufwendige Arbeit. Auch grüne Lese genannt.
Harmonie von Frucht, Süße, Alkohol, Säure und Gerbstoff.
Prädikatsstufe. Bei der Lese bezeichnet es einen Vorgang bei dem alle vollreifen und/oder von Edelfäule befallenen Trauben unter Aussonderung aller unreifen Trauben gelesen werden. Der aus diesem Lesegut gewonnene Wein wird ebenfalls als Auslese bezeichnet.
Laut deutschem Weingesetz liegen die Mindestmostgewichte für Auslesen je nach Anbaugebiet und Rebsorte zwischen 83° und 105° Oechsle (in Österreich hingegen einheitlich 21°KMW=105° Oechsle).
Ausleseweine sind in der Regel von Natur aus mehr oder weniger trocken und verfügen dann über einen eher hohen Alkoholgehalt von etwa 13% vol. Sie können einen feinen Botrytis-Ton aufweisen und ganz und gar bemerkenswerte Weine sein.
Berühmter Premier Cru aus Saint-Emilion im Bordeaux-Gebiet, der heute ebenso hohe Preise (wenn nicht höhere) erzielt, wie die größten Weine des Médoc: Lafite, Latour, Margaux oder Mouton-Rothschild.
Nachdem einer Schwächeperidoe bis in die Mitte der 1970er, steht Ausone heute gemeinsam mit Château Cheval Blanc wieder an der Spitze des Gewächse von Saint-Emilion.
Dennoch ist es ein Wein von ganz anderem Charakter: gehaltvoll, tanninreich, mit viel Substanz und aufgrund seines betont klassisch-traditionellen Ausbaus sehr langsam reifend und selbst in schwachen Jahren vor seinem 8.-10. Lebensjahr kaum trinkbar.
Der Wein besteht je zur Hälfte aus Merlot und Cabernet Franc. Da das Weingut kaum mehr als 7ha berarbeitet, übersteigt die Jahresproduktion selten 250hl.
Der Name Ausone leitet sich übrigens vom spätrömischen Dichter und Konsul Ausonius ab, dessen Weingut angeblich an Ausones Stelle gelegen haben soll.
Eine alte klösterliche Bezeichnung für das beste Faß im Keller. Heute teilweise noch gebräuchlich für eine Art Tête de Cuvée des Erzeugers.
Öffnen der Augen (Knospen); je nach Sorte wird unter frühen, mittleren und späten Austrieb unterschieden.
aus dem Griechischen; = Ureinwohner; bedeutet bei Reben, daß sie nur in dem Land/Gebiet zu finden sind, wo sie entstanden sind.
lat.: heranführen. Ein Weinglas vor dem Benutzen weinfreundlich machen, in dem man mit etwas Wein das Glas ausspült, um Fremdgerüche (z.B. Spültuch, Schrank) zu eliminieren.
Weinfehler; der Geruch und/oder Geschmack erinnert an Nagellackentferner.
auch Acidität; Ist der lateinische Ausdruck für den Säuregehalt eines Weines.
Wenn ein Wein sauer schmeckt, sagt dies nichts über die Menge der in ihm enthaltenen Säuren, wohl aber etwas über deren Art aus. Dieser Wein hat dann einen hohen Säuregrad oder eben eine hohe Azidität. Diese Azidität ist Ausdruck der Konzentration der Wasserstoffionen, die sich im ph-Wert widerspiegelt. Die pH-Werte von Weinen schwanken zwischen 2,8 und 3,8.
Grob läßt sich sagen: Je geringer der pH-Wert eines Weins ist, desto höher ist seine Azidität, desto saurer schmeckt der Wein.
französischer Ausdruck für das Entrappen von Trauben, also die Entfernung der Stiele von den Beeren.
Wird nicht entrappt, so kann der Wein hart und säurebetont werden.
Da die in den Stielen enthaltenen Gerbstoffe bei Rotweinen aber auch die Alterungsfähigkeit verbessern können, werden meist nicht alle Beeren égrappiert.