The Glenlivet Distillery

Im Herzen der Speyside, Schottlands aktivster Whiskyregion, liegt eine der bekanntesten Whiskybrennereien des Globus: The Glenlivet.

Seinen Anfang nahm die Marke, wie so viele Brennereien in Schottland, 1822 als illegale Destille des Farmers George Smith. Beinahe jeder Farmer seinerzeit brannte schwarz und das Schmuggelgeschäft boomte. Die Legende besagt, dass König George 1822 IV Schottland besuchte und danach verlangte, Glenlivet Whisky zu probieren, da der Name schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte. Dass es ein illegal gebrannter Tropfen war, schien den König nicht zu stören. Zwei Jahre später trat der Excise Act in Kraft, der den Schwarzbrennern eine Legalisierung ihrer Arbeit ermöglichte. Da der Duke of Gordon, seines Zeichens der Verpächter George Smiths, federführend bei der Einführung des Excise Act war, war es nicht verwunderlich, dass Smith gedrängt wurde, als einer der ersten seine Destille auf ehrliche Beine zu stellen. Er hatte allerdings nicht mit dem Widerstand seiner ebenfalls als Brenner aktiven Nachbarn gerechnet, die es gar nicht gern sahen, dass er sich mit dem Namen Glenlivet schmückte, war das Flusstal des Livet doch die Heimat aller. Der Namensstreit sollte noch einige Jahrzehnte anhalten, während seiner ersten Hochphase jedoch, trug George Smith immer zwei Pistolen für seinen eigenen Schutz bei sich. 1871 starb er und sein jüngster Sohn John Gordon Smith übernahm die Geschäfte. 1884 kam es im Namensstreit zu einer Einigung. Die Crux an der Sache war, dass viele Brennereien die Bezeichnung Glenlivet einfach als Ortsbezeichung bzw. als die allgemeine Bezeichnung für einen Speyside Whisky benutzten. Deshalb wollte John Gordon zum Schutz seiner Marke, und da er ein Verbot der Namensnutzung nicht durchsetzen konnte, ein Alleinstellungsmerkmal für seinen Glenlivet erstreiten. Die Lösung kam in Form von drei Buchstaben und fortan durfte er seinen Whisky The Glenlivet nennen. Als 1933 die Prohibition in Amerika abgeschafft wurde, witterte John Gordons Großneffe Captain Bill Smith Grant seine große Chance zur Expansion. Er schaffte es, dass Miniaturen seines Glenlivets in den Zügen der Pullman Train Company ausgeschenkt wurden und stellte so die Weichen für ein bis heute äußerst erfolgreiches USA-Geschäft.

In den 1950er Jahren war die Hälfte des in die USA importierten schottischen Malt Whiskys Glenlivet. 1977 wurde die Marke an Seagram verkauft, das dann 2001 in Pernod Ricard aufging.
Ebenfalls in das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends fiel eine großangelegte Erweiterung der Destille für die Master Distiller Alan Winchester verantwortlich war. Die Brennerei verwendet ungetorftes Malz, welches es in seiner eigenen Mühle zu Schrot mahlt. Das Wasser für die Kühlung der 14 (!) wash und spirit stills, sowie für das Herabsetzen auf Trinkstärke, kommt aus dem nahegelegenen Josie's Well (Josie's Brunnen). Bis heute verwendet Glenlivet hölzerne washbacks. Trotz der ungemeinen Größe der Destille (zwei Brennhäuser) ist das Endprodukt von einer guten Qualität. Glenlivet steht für fruchtigen Whisky, der mit Honigtönen besticht.



Michael Jackson Malt Whisky:
*Im Hinblick auf die Whiskyproduktion ist das kleine Tal des Livet, der in den Spey mündet, wohl das berühmteste Schottlands. Die Region liegt tief in den Bergen. Ihr Wasser steigt durch Granit und fließt lange Strecken unterirdisch. Die Gebirgslage bestimmt auch das Wetter, das Whiskybrenner lieben. Die Kondensatoren arbeiten am effektivsten, wenn sie mit sehr kaltem Wasser gekühlt werden und die Außentemperatur sehr niedrig ist. Die Malt Whiskys der Region sind eher leicht, sehr rein, blumig, fein und elegant.
Der Ruhm des Tals haut auch historische Wurzeln und geht auf die Zeit zurück, als in den Highlands nur für den Eigenbedarf gebrannt werden durfte. Als Grund wurde offiziell Getreideknappheit vorgeschoben, aber natürlich war diese Gesetzgebung auch politisch motiviert. Damals galt das entlegene Tal als Hort der Schwarzbrennerei. Nach der Legalisierung 1824 erfreuten sich die legendären Brände >>aus Glenn Livet<< bei den Händlern in Städten im Süden großer Beliebtheit.
Selbst Brennereien, die weit entfernt vom Tal liegen, nutzen den Namen bis heute, als wäre er ein Synonym für Speyside. Die Praxis geht aber zurück, da mit dem Interesse am Single Malt auch das an der Herkunft wächst. Braeval (ehemals Braes of Glenlivet) ist die am höchsten im Glen Livet gelegene Brennerei und produziert einen würzigen Whisky mit Honigtönen. Tamnavulin etwas unterhalb ist bekannt für einen Malt mit besonders leichtem Körper.
Aber nur eine Brennerei in der Region hat das Recht, sich >>The Glenlivet<< zu nennen. Sie wurde als Erste lizenziert und genießt heute internationales Ansehen. Das >>The<< vor dem Namen darf nur auf den Abfüllungen der Destillerie selbst erscheinen. Diese Flaschen tragen auch den kleinen Schriftzug >>Distilled by George & J. G. Smith<< am unteren Rand des Etiketts, was sich auf die Gründer der Destillerie bezieht.
Das gälische Word gobha, gesprochen >>gau<< (wie in vielen schottischen Namen, etwa McGowan), heißt übersetzt >>Schmied<< (englisch Smith). Man munkelt, die Familie Gow habe es opportun gefunden, ihren Namen zu anglisieren – vermutlich nur eine Legende. Wie dem auch sei, als der Duke of Gordon sich für die Legalisierung der Whiskybrennerei einsetzte, war George Smith – einer seiner Pächter, der schon illegal Whisky brannte – der Erste, der sich um eine Lizenz bewarb. Sohn John Gordon half ihm und wurde Nachfolger. Sie betrieben bereits zwei Brennereien in der Nähe, als die Smiths 1858 auf das heutige Gelände in Minmore nahe dem Zusammenfluss von Livet und Avon zogen. In den 1880er-Jahren unternahmen sie erste Anstrengungen, sich die Bezeichnung >>The Glenlivet<< schützen zu lassen. Die Brennerei blieb unabhängig, bis sie 1953 von Eigentümer von Glen Grant übernommen wurde. In den 1960er-Jahren erwarb die Firma Gordon & MacPhail große Mengen der Bestände und brachte verschiedenste Abfüllungen heraus. Diese sehr alten und teilweise mit Jahrgang versehenen Falschen erkennt man an der Aufschrift >>George & J. G. Smith's Glenlivet Whisky<<.
The Glenlivet ist Marktführer in Amerika, weshalb viele diesen Single Malt für gewöhnlich halten. In Wahrheit ist er aber ein sehr komplexer, gut strukturierter Whisky. Das verwendete Wasser hat einen Hauch von Härte, und das Malz wird nur leicht getorft. Die meisten verwendeten Fässer wurden irgendwann in ihrem Leben für Sherry genutzt, der Anteil erstbefüllter Fässer ist relativ gering.*

Malt Whisky Yearbook 2018
*It is not always the founders of a distillery that manage to make the product into well-known and prosperous brand. It often takes a generation or two before that happens.
That was also the story with Glenlivet. Without taking any credit away from previous generations it was Captain Bill Smith Grant that started the process that enabled Glenlivet to become one of the world's most popular single malts. Born in 1896, he was the great grandson of the founder, George Smith, and after having served in the First World War he left the army and in 1921 took over the responsibility of running Glenlivet. With prohibition having just been enforced in the USA these were troublesome times for the whisky industry. Sill, the Glenlivet brand already had a good reputation in America and when prohibition was repealed in 1933, Bill Smith Grant was quick to strengthen their position in the country. When the train operator Pullmann Company decided to have miniatures of Glenlivet single malt in their restaurant cars, popularity grew even quicker and Glenlivet is still the most sold malt whisky in the USA. Later on Bill Smith Grant joined forces with other distillers to avoid Glenlivet being bought by any multinational company and Glenlivet remained independent until Bill Smith Grant died in 1975. Only three years later, the distillery was taken over by Seagrams. Today, Glenlivet is the second biggest Scotch malt in the world with 12.8 million bottles sold in 2016.
The distillery is equipped with a Briggs mash tun (13.5 ton capacity) and 16 wooden washbacks. There are seven pairs of stills, three of which are lined up in a still house with a stunning view of Glen of the Livet. The plan for 2017 is to do 43 mashes per week which equates to 10.5 million litres of alcohol. A substantial expansion of the distillery is now underway. With no time frame announced, the plan is to construct two new distillery units towards the back of the existing warehouses. Construction of the first unit started 2015 and when completed, it will be equipped with one mash tun, 6 washbacks and seven pairs of stills.
The core range of Glenlivet is made up of Founder's Reserve, 12 year old, 2 year old Excellence (for Asia and Russia) 15 year old French Oak Reserve, 18 year old, 21 year old Archive and Glenlivet XXV. A special range of non-chill filtered whiskies called nàdurra include: Nàdurra Oloroso Cask Strength and Nàdurra First Fill Selection Cask Strength for domestic markets which are also available in duty free, bottled at 48%. Two new expressions were released in autumn 2015 – the Nàdurra Peated Whisky Cask Finish, available at both cask strength and at 48% for duty free. The smoky notes come from a finish in casks that had previously help peated Scotch whisky. The travel retail range also includes Master Distiller's Reserve, Master Distiller's Reserve Solera Vatted, as well as Master Distiller's Reserve Small Batch, all without age statement. In 2014 a 50 year old became the inaugural bottling in a new range, The Winchester Collection with a second edition being released in September 2016.*

WHISKYs der Welt
*Im frühen 10. Jahrhundert, bevor der Excise Act so viele Brenner zum Erwerb einer Lizenz verlockte, war Glen Livet (das Tal des Flusses Livet) eine Hochburg des Schwarzbrennens. Es soll in diesem kleinen Landstich nicht weniger als 200 illegale Brennblasen gegeben haben. Eine davon gehörte George Smith, der auf seinem Hof Upper Drummin Whisky herstellte. 1824 etablierte er schließlich Glenlivet als lizenzierte Brennerei. Der Bruch mit der schmuggelnden Brüderschaft bedeutete jedoch, dass Smith zu seinem Schutz einen Revolver bei sich tragen musste.
Smith belieferte Andrew Usher in Edinburgh, der 1853 mit Old Vatted Glenlivet einen vielfach nachgeahmten Blend kreierte. Als Blended Scotch Ende des 19. Jahrhunderts in Mode kam, stieg auch die Nachfrage nach Malt im Stil von Glenlivet. Dies ermutigte Brenner überall in Speyside, dem Namen ihrer Brennerei das magische >>Glenlivet<< hinzuzufügen, in de Hoffnung, dass Verschneider den Weg zu ihrer Tür fänden.
Glenlivets derzeitiger Besitzer der französische Konzern Pernod Ricard, der die Brennerei 2001 zusammen mit Chivas Regal und einer Reihe anderer Brennereien von Seagram kaufte – ist entschlossen, ihren guten Namen wiederherzustellen: Während Glenlivet in den USA immer stark vertreten war, hat man ihn auf anderen Märkten etwas vernachlässigt.
Die Kernpalette der Malts wurde entstaubt, erweitert und neu verpackt, neue Produkte wie Nadurra Cask Strength Glenlivet für den Duty-free-Handel abgefüllt. 2008 gab man Planungen für einen weiteren Maischebottich, sechs Brennblasen und acht Washbacks bekannt. Dies erhöht die Kapazität auf 10 Mio. Liter, wie bei Glenfiddich. Nach diesen Anstrengungen zu urteilen, scheint das Unternehmen bei den meistverkauften Malts die Spitzenstellung anzustreben.*

Gegründet: 1822
Besitzer: Pernod Ricard
Webseite: www.theglenlivet.com
Anschrift: Ballindalloch, GB AB37 9DB Banffshire

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