Weingut Heymann-Löwenstein

Weingut Heymann-Löwenstein Die steilen Schieferterrassen bei Winningen an der Mosel sind seit 1980 das zu Hause von Reinhard und Cornelia Heymann-Löwenstein.
In diesem Jahr übernahmen sie den Betrieb in Winningen und begannen, den für sie so wichtigen Terroir-Gedanken umzusetzen.
Heute ist auch Tochter Sarah im Betrieb aktiv. Auf den 16 Hektar ist hauptsächlich Handarbeit gefragt, da es schlichtweg zu steil
für konventionelle Maschinen ist. Es wird überwiegend Riesling angebaut, der von den (noch) relativ kühlen Sommern in der Region profitiert.
Die Moselhänge sind eine einzigartige Kulturlandschaft, bei deren Anblick man sich fragt, wie es unsere Vorfahren wohl geschafft haben, diese
unwegsamen Hänge nutzbar zu machen.
Terrassen wurden geschaffen, Mauern und Wege angelegt. Und das alles bei einer Hangneigung von 50-70% wie
zum Beispiel in der Lage Winninger Uhlen, in der die Heymann-Löwensteins 5 Hektar bewirtschaften. Von der gegenüberliegenden Moselseite sieht
es fast aus, als würden die Weinberge wie eine Treppe auf den Hang hinaufführen. Der Lohn für die Mühen sind einzigartige Weine, mit denen man sich beschäftigen muss.
Die Weinreben wachsen auf devonischen Schiefer auf dem sie ihre Wurzeln tief in den Boden graben müssen, daher ergibt sich in den Weinen
eine herrliche mineralische Note.

Seit vielen Dekaden verzichtet die Familie auf Mineraldünger, stattdessen landet kompostierter Traubentrester in den Weinbergen.
Dadurch konnte ein zunehmende Mineralität und Salzigkeit in den Weinen festgestellt werden, die die Terroirbezogenheit noch einmal betont.
Aufgrund der großen Achtsamkeit gegenüber ihren Weinbergen, haben sich (wieder) viele Tiere und Pflanzen dort angesiedelt. Der Apollofalter,
eine gefährdete Art, ist nur einer davon.
Die achtsame Arbeitsweise setzt sich auch im Keller fort. Dort werden die Trauben behutsam sortiert und angequetscht um dann eine lange
Mazeration auf der Maische zu absolvieren. Die Vergärung erfolgt nur mit wilden Hefen, es wird auf jegliche Schönungen verzichtet.
Im Ausbau setzt die Familie nicht auf Trends, sondern auf Altbewährtes. So werden die Rieslinge immer durchgegoren und dürfen eine lange Holzfassreife genießen.

Vinum Weinguide Deutschland 2020
*Für uns waren der trockene Riesling hier noch nie besser als in diesem Jahr. Wir haben ja schon in den Texten anderer Güter der Terrassenmosel darauf hingewiesen, dass 2018 hier ein sehr gutes bis großes Jahr ist. Was uns das Team Heymann-Löwenstein nun aufgetischt hat, haute uns fast um. Wir hatten nicht erwartet, dass uns sieben so vortreffliche Exemplare erwarten würden. Alle Weine zeichnet eine vornehme Kargheit aus, die mal mehr, mal weniger ausgeprägt einen speziellen Stil des Hauses repräsentiert. Kleine Weine gibt es hier nicht, schon der Schieferterrassen zeigt Klasse und ist bester Gutswein des Jahrgangs. Wie haben die Weine in ihrer Entwicklung einige Tage verfolgt, da sie anfänglich von einer an Meerrettich und Pfeffer erinnernden Aromatik belegt waren. Das Potenzial allerdings erkennt man bei großen Weinen sofort. Was uns besonders auffiel, war die Stärke des Stolzenbergs aus HAtzenport, der es mit dem Röttgen in diesem Jahr aufnehmen kann. Rauchig, steinig und äußerst straff komponiert, ist er der Gegenentwurf zum etwas reichhaltiger anmutenden, verdichteten Röttgen. Auch die beiden Monumente aus dem Uhlen, Blaufüßer Lay und Laubach, kämpfen um unseren Vorzug. Der Blaufüßer oszilliert zwischen höchster Feinheit und Salzigkeit. Für den Uhlen notierten wir einen Geschmacksbogen ohne Ende mit Säurekick im Nachhall. Die wahre Größe der Weine wird man in einer Verkostung mit dem besten, was es in 2018 trockenen Bereich gibt, erleben können.

Hierarchie der Lagen
Reinhard Löwenstein trennt seine Weine konsequent in zwei Kategorien: edelsüße Weine, die auch die entsprechenden Prädikate tragen, und trocken schmeckende Weine, bei denen auf Prädikate verzichtet wird. Die Hierarchie ergibt sich aus der Wertigkeit der weinberge, die wie Schwalbennester an den Flusssteilwänden rund um Winningen kleben. In diesen Ökonischen reift nicht nur der Riesling voll aus, sondern lockt durch eine mediterrane Pflanzenwelt auch illustre Tiere an. >>Apollo winingensis<< heißt etwa der seltene Schmetterling, von dem nördlich der Alpen nur vier Vorkommen bekannt sind. Den Schiefer in allen Farben bringt Löwenstein schon seit Längerem zum Klingen. Die opulenten Auslesen aus dem Uhlen, aber auch seine trockenen Spitzengewächse aus dieser Lage kennzeichnet Löwenstein mit speziellen Parzellennamen und mach damit auf die Bodenverhältnisse aufmerksam. Die Bezeichnungen >>Blaufüßer Lay<<, >>Laubach<< und >>Roth Lay<< deuten nicht nur auf die erdgeschichtliche Entstehung der jeweiligen Bodenformation hin, sondern auch auf die Farbe des Schiefers, der in diesen verschiedenen Lagen dominiert. So eigenwillig wie seine Weine sind auch die Bauwerke des Reinhard Löwenstein. Ein glänzender Kubus steht seit einiger Zeit vor der Jugendstilfassade des Haupthauses und beherbergt Kelterhaus und Vinothek. Dieser Neubau lässt keinen Besucher kalt – und genau dies ist wohl auch beabsichtig. Geradezu exzentrisch mutet die doppelte Außenhaut des Kubus an: Über verkohlten Holzbrettern läuft rund um den Bau in Edelstahllettern Pablo Nerudas Ode an den Wein.*

Gault & Millau Weinguide Deutschland 2020
*Halleluja, wir haben es geschafft!, freut sich Reinhard Löwenstein. Fast 20 Jahre bezeichnungsrechtliche Grauzonen, doch nun endlich, nach kafkaeskem Formularfetischismus und jahrelangem Behörden-Ping-Pong kam das grüne Licht aus Brüssel: Uhlen Roth Lay, Uhlen Laubach und Uhlen Blaufüßer Lay sind legalisiert! Damit haben die ersten deutschen Appellations Contrôlées für Einzellagen das Licht der Weinwelt erblickt. Denn neben der präzisen Abgrenzung der geologischen Formationen sind strenge Richtlinien für Rebsorte, Pflanzdichte, Erntemenge, Reife und viele Aspekte der Vinifikation festgelegt. Hoffentlich eine Blaupause für zukünftige Weingesetze! Dass Reinhard Löwenstein diesen Marathon überhaupt in Angriff genommen hat, ist typisch für ihn. Stillsitzen ist definitiv nicht seine Sache. Unter den vielen Dingen, die er in den letzten Jahren angepackt hat, wären etwa: die Mitgründung des für Nachhaltigkeit im Weinbau eintretenden Vereins Fair'n Green, die Betriebserweiterung um den Kubus, ein würfelförmiges Gebäude, dessen mit offener Flamme verkohlte Holzfassade eingefasst wird von einer Kalligraphie von Pablo Nerudas Ode an den Wein, die Eröffnung einer Vinothek sowie die Sanierung von laufenden 200 Metern alter Weinbergsmauern. Obendrein wurde Löwenstein 2017 zum ständigen Mitglied der Académie Internationale du Vin gewählt.
Das Weingut Heymann-Löwenstein – das sind Reinhard Löwenstein und seine Frau Cornelia Heymann sowie Tochter Sarah Löwenstein, welche 2017 in die Geschäftsführung eintrat – zählt zu den Vorreitern des trockenen Mosel-Rieslings. 1980 gegründet, verabschiedete es sich bereits 1984 von jeder Form von Restsüße. Später sollte es gelegentlich Ausnahmen von dieser Philosophie geben, doch im Grundsatz steht der Name Heymann-Löwenstein bis heute als Synonym für trocken. IN den Weinbergen wird naturnah gewirtschaftet. Viele Arbeiten lassen sich in den Steil- und Steilstlagen nur per Handarbeit erledigen; dem Erhalt der Bodenfruchtbarkeit dienen unter anderem verkompostierte Trester. Mineraldünger haben die Löwenstein'schen Weinberge schon seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen, was zu mehr schmeckbarer Mineralität und Salzigkeit bei den Weinen geführt hat. Im Keller wiederum gilt: Alles, was dem Wein fremd ist, kommt nicht in den Wein. Das schließt Reinzuchthefen ebenso aus wie Enzyme und ähnliche Hilfsmittel. Auch auf Schönung wird verzichtet.
Diese Vinifikation erinnert an die goldenen Jahre des Mosel-Weins Ende des 19. Jahrhunderts. Damals waren viele der großen Weine schon aus Gründen der Stabilität durchgegoren, im Gegensatz zur à„ra des Wirtschaftswunders, als Süße in den Wein Einzug hielt. Anfangs von Kollegen skeptisch beäugt, haben die Löwenstein'schen Weine zu einem neuen alten Stil beigetragen – der trockene Mosel-Wein hat heute weltweit seinen Platz gefunden.
2018 ist im Hause Löwenstein ein Jahrgang voller Kraft, aber auch Feinheit, vom einladenden, gelbfruchtigen, würzigen Kirchberg über den kompakt-schiefrigen Stolzenberg, den mineralisch-straffen Röttgen, den enorm dichten Uhlen Blaufüßer Lay und den vibrierenden Uhlen Laubach bis zum Paradestück, dem Uhlen Roth Lay, einem muskulösen Paket aus Stein und Kräutern. Diese Weine sind ohnehin für die Reife gemacht, doch 2018 gilt das ganz besonders: Weglegen, darauf freuen und sich in der Zwischenzeit mit dem wie immer fantastischen Gutswein Schieferterrassen über Wasser halten!*

Gault & Millau Weinguide Deutschland 2019
*Reinhard Löwenstein und Cornelia Heymann-Löwenstein haben ihr Weingut 1980 gegründet und sich seit vielen Jahren einer kompromisslosen Qualitätsphilosophie verschrieben. Sie prägten dabei eine Stilistik, die über viele Jahre als avantgardistisch und pure Provokation abgelehnt wurde. Alles, was dem Wein fremd ist, kommt nicht in den Wein, so lautet im Grundsatz ihre Philosophie. Konkret bedeutet das nicht nur den Verzicht auf Reinzuchthefen bei der Vergärung, sondern schließt auch Enzyme, Bentonit und andere Mittel im Keller aus. In den Weinbergen, in denen neben etwas Spätburgunder fast ausschließlich Riesling steht, wird naturnah gewirtschaftet. Viele Arbeiten lassen sich in den Steil- und Steilstlagen nur per Handarbeit erledigen, und dem Erhalt der Bodenfruchtbarkeit dienen verkompostierte Trester. Mineraldünger haben die Löwenstein'schen Weinberge schon seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen, was zu mehr schmeckbarer Mineralität und Salzigkeit bei den Weinen geführt hat. Im Keller werden die per Hand und selektiv gelesenen Trauben sorgsam sortiert und angequetscht und vergären nach langer Mazeration und langsamer, schonender Pressung ausschließlich mit wilden Hefen. Auf jegliche Schönung wird verzichtet dafür reifen die Weine in großen Holzfässern auf der Hefe bis spät in den Sommer, manchmal sogar bis Ostern des Folgejahres.
Diese Vinifikation erinnert an die goldenen Jahre des Mosel-Weins Ende des 19. Jahrhunderts. Damals waren viele der großen Weine schon aus Gründen der Stabilität durchgegoren, im Gegensatz zur à„ra des Wirtschaftswunders, in der Süße im Wein bevorzugt wurde, was lange nachwirkte. Vor mehr als drei Jahrzehnten entschied sich die Familie, an die Traditionen anzuknüpfen und den Wein wieder durchgären zu lassen. Statt des prognostizierten Untergangs der Mosel-Weine und trotz mancher Anfeindungen haben die Löwenstein'schen Weine zu einem neuen alten Stil beigetragen – der trockene Mosel-Wein hat heute weltweit seinen Platz gefunden. Reinhard Löwenstein hat sich konsequent dem Terroirgedanken verschrieben und baut seine Weine nach eigener Aussage mit dem Ziel aus, die schöperische Synthese von Böden, Reben, Mikroklima und den Fähigkeiten des Winzers zu einem einzigartigen, authentischen Sinneserlebnis der Weine zu verdichten. Ein Terroirwein ist für ihn weit mehr als ein Naturprodukt: Er ist ein wertvolles Kulturgut, entstanden in produktiver, schöpferischer und intuitiver Begegnung von Winzerinnen und Winzern mit der Natur. Unter dem Begriff Terroir möchte er möglichst viele verschiedene kulturelle Aspekte des Weines diskutieren und eine neue Weinkultur als Gegenbewegung zu industrialisiertem Fastfood in der Weinwelt begründen. 2009 schrieb er darüber das Buch Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt. Im Weingut, in dem Tochter Sarah seit einiger Zeit mitarbeitet, werden neben den trockenen Weinen in witterungsmäßig geeigneten Jahren auch Auslesen und Trockenbeerenauslesen gekeltert, dazu gibt es flaschenvergorene Sekte und Edelbrände.
Kompromisslos, so sind die Rieslinge aus dem Hause Heymann-Löwenstein. Schon der Gutswein namens Schieferterrassen ist eine Ansage: Würze, Kräuter, Stein – ein Wachmacher mit Format. Ebenso markant stehen die Großen Gewächse da. Der Winninger Röttgen zeigt sich in diesem Stadium herb-würzig, der Uhlen Blaufüßer Lay druckvoll, schiefrig und endlos lang, der Uhlen Laubach klar, still, frisch und kristallin. Wenn wir sagen in diesem Stadium, ahnen Sie es schon: Die Weine brauchen grundsätzlich Zeit. Lassen Sie sie liegen -und sich überraschen. Und probieren sie unbedingt die Löwenstein'sche Version der Beerenauslese. Das tanzt auf der Zunge.*

Vinum Weinguide Deutschland 2019
*Reinhard Löwenstein verzettelt sich nicht, und so ist auch sein Angebot klar strukturiert: zwei Basisweine, ansonsten nur Große Gewächse und eine edelsüße Spitze. Vom Jahrgang 2017 zeigt Löwenstein großartig dichte und gleichzeitig feine trockene Rieslinge mit großem Lagerpotenzial. Schon die Gutsweine stehen über fast allem, was in diesem Segment auf dem Markt ist: wunderbare, trinkige Schieferterrassen, ein großartig kühler und purer Vom Blauen Schiefer. Die Großen Gewächse aus Hatzenport sind sehr gut, jene aus Winningen noch besser. Der Röttgen ist äußerst präzise, dabei recht kraftvoll. Die Blaufüßer Lay ist ein vornehmer Riesling und ruht in sich. Der Laubach ist hochfein und dabei straff und lebhaft. Zwei großartige Beerenauslesen runden das Sortiment ab. Eine sympathische Eigenart dieses Winniger Topbetriebes ist, dass die Basisweine und die Großen Gewächse in der Bewertung oft nahe beieinander liegen. Die Schieferterrasse, auch schon mal unser Gutsriesling des Jahres, sind immer eine extrem hohe Einstiegsqualität.

Hierarchie der Lagen
Reinhard Löwenstein trennt seine Weine konsequent in zwei Kategorien: edelsüße Weine, die auch die entsprechenden Prädikate tragen, und trocken schmeckende Weine, bei denen auf Prädikate verzichtet wird. Die Hierarchie ergibt sich aus der Wertigkeit der Lagen. Und diese sind exzellent: Terrassenweinberge, die wie Schwalbennester an den Fluss-Steilwänden rund um Winningen kleben. In diesem Ökonischen reift nicht nur der Riesling voll aus, sondern lockt durch eine mediterrane Pflanzenwelt auch illustre Tiere an. >>Apollo winingensis<< heißt etwa der seltene Schmetterling, von dem nördlich der Alpen nur vier Vorkommen bekannt sind. Den Schiefer in allen Farben bringt Löwenstein schon seit Längerem zum Klingen. Die opulenten Auslesen aus dem Uhlen, aber auch seine trockenen Spitzengewächse aus dieser Lage kennzeichnet Löwenstein mit speziellen Parzellennamen und macht damit auf die Bodenverhältnisse aufmerksam. Die Bezeichnungen >>Blaufüßer Lay<<, >>Laubach<< und >>Roth Lay<< deuten nicht nur auf die erdgeschichtliche Entstehung der jeweiligen Bodenformation hin, sondern auch auf die Farbe des Schiefers, der in diesen verschiedenen Lagen dominiert.

Neruda am Haus
So eigenwillig wie seine Weine sind auch die Bauwerke des Reinhard Löwenstein. Ein glänzender Kubus steht seit einiger Zeit vor der Jugendstilfassade des Haupthauses und beherbergt Kelterhaus und Vinothek. Dieser Neubau lässt keinen Besucher kalt – und genau dies ist wohl auch beabsichtigt. Geradezu exzentrisch mutet die doppelte Außenhaut des Kubus an: Über verkohlten Holzbrettern läuft rund um den Bau in Edelstahllettern Pablo Nerudas Ode an den Wein.*

Gegründet: seit 1980 unter heutiger Leitung
bewirtschaftete Fläche: 15ha
Auszeichnungen: VdP
Kellermeister: Reinhard Löwenstein
Besitzer: Reinhard Löwenstein & Cornelia Heymann-Löwenstein
Webseite: www.hlweb.de
Anschrift: Bahnhofstr. 10, DE 56333 Winningen

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