En Primeur 2021 - was Bordeaux ausmacht
oder
Eine Anfängerin bei den Primeur Verkostungen

09.06.2022

Bordeaux

In einer Welt in der Champagner standardmäßig zum Mittagessen gereicht wird, man in der Jaguar Limousine zu Terminen rollt und sich zum Aperitif mit non-chalenter Lässigkeit glänzenden Kaviar auf zierlichen Perlmuttlöffelchen einverleibt, in dieser Welt gehört es fast schon zum guten Ton, dreistellige Beträge für Weine zu zahlen, deren weitere Entwicklung zum Zeitpunkt des Erwerbs weitestgehend hypothetisch anmutet.
Im Gebiet des Bordeaux, dem sog. Bordelais, in diesem größten Weinanbaugebiet der Erde mit sage und schreibe 822 Weingütern und 33 Kooperativen, existiert eine solche Welt in der Welt, ein weitestgehend geschlossener Mikrokosmos des Luxus, der für Außenstehende nur schwer zu begreifen ist.
Kann ein Wein, der in ein solches Spektakel eingebettet ist, der sehr hochpreisig und mit einem leicht snobistischen Touch behaftet ist, einfache Weinliebhaber wirklich faszinieren?


Auch wenn sich die Gespräche während der En Primeur Verkostungen vordergründig um Genuss und Qualität drehen, so wäre es naiv zu glauben, dass es final nicht doch auch um das große Geschäft geht. Wieso sonst finden sich in den Besitzurkunden der Güter nicht mehr nur Familien, sondern auch Investoren wie Arnault und Frère ( Château Cheval blanc ), Pinault ( Château Latour ), das Modehaus Chanel ( Château Rauzan-Ségla ) oder die Bouyues-Gruppe ( Château Montrose ). Es sind Menschen, die ein Château aus der Portokasse bezahlen, so wie einst Arnault und Frère das Château Cheval Blanc für schlappe 131 Millionen kauften...eine unvorstellbare Summe, noch unvorstellbarer in Anbetracht des geschätzten Gesamtvermögens Arnaults in Höhe von 150 Milliarden (wie viele Nullen sind das doch gleich..?).
Doch wer außerordentliche Weine kreieren möchte, benötigt außerordentliche Geldsummen. Und wer an außerordentliche Geldsummen kommen möchte, muss außerordentliche Geschäfte tätigen.
So kommt es, dass von den zig hunderten Gütern im Bordelais nur einige wenige den Sprung an die Spitze geschafft haben. Sie erschaffen Weine, die in ihrer Tonalität, in ihrem Bouquet außergewöhnlich, manche vielleicht sogar historisch sind, und damit den Gaumen und die Nase jener ansprechen, die die finanziellen Mittel besitzen, sich ihren Geschmack, ihre Vorlieben, ihren Wunsch nach Eleganz, nach Exklusivität, etwas kosten zu lassen. So mancher von ihnen investiert jedes Jahr 25.000 € für 4-5 Kisten Wein eines der bejubelten Güter. Und je mehr Geld bei den Gütern ankommt, desto größer werden die Möglichkeiten, in Personal und Technik zu investieren, um selbst einen Cuvée aus einem klimatisch miserablen Jahr, der eigentlich zur Mittelmäßigkeit verdammt gewesen wäre, doch noch auf Premiumniveau zu heben. Durch diesen fortwährenden Kreislauf, der kaum mehr Störungen unterworfen zu sein scheint, zementieren diese Weingüter ihren Ruf. Die Genießenden, die sich in den Weinen verlieren möchten, Sammelnden, für die nahtlose Jahrgänge desselben Weins erstrebenswert sind, und Statussymboliker*innen , danken es ihnen mit großer Treue und Konstanz.

Was aber macht das Bordelais so besonders?
Bereits 1855 entwickelte sich im Medoc jene Klassifizierung der Grands Cru Classé , auf der heute die Preisverhandlungen im Rahmen der Subskriptionen basieren. Diese legte 2 Qualitätskriterien fest: Bodenbeschaffenheit und Marktpreis der jeweiligen Chateaux im Médoc und Sauternes-Barsac. Eine dicke Kiesschicht, sowie ein hoher Marktwert zu Zeiten 1855 galten als Optimum. Einige sprechen heute gerne von dem Prinzip der Crus Classés (= großen Gewächse) als perfektem Zusammenspiel von Typizität eines Terroirs und der menschlichen Arbeit über mehrere Generationen im Dienste der Qualität. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht...
Das Bordeauxgebiet erstreckt sich entlang des linken und des rechten Ufers der Gironde, welche vom Zusammenschluss von Dordogne und Garonne genährt wird. Die beiden Uferseiten unterscheiden sich teils erheblich in der Beschaffenheit ihrer Böden. Während das rechte Ufer, zu dem die Kommunalappellationen St. Émilion, Graves, Pessac-Leognan und Pomerol gehören, von Kalksteinböden getragen wird (Ausnahme Pomerol: hier liegt schwerer Lehm über den Kalkfundamenten), dominieren mächtige Kieskuppen auf Sand-Lehmgemisch das linke Ufer und damit die Appellationen Margaux, Saint-Estèphe, St. Julien und Pauillac. Wenn nun also Kies das Maß der Dinge ist, so entstehen schon qua geographischer Lage je nach Blickwinkel Benachteiligungen oder Bevorteilungen.

Die Klassifizierungen
Hinzu tritt der Marktwert des jeweiligen Weingutes, welcher in einer Zeit von vor über 175 Jahre festgeschrieben wurde und somit Wertentwicklungen der Zukunft, sei es ins Positive, sei es ins Negative, in keiner Weise in Betracht zieht. Hat man sich einmal einen Namen erarbeitet, verliert man diesen nicht so schnell wieder, will heißen: ein Château das auf 2ème Cru Classé Level mitspielt, aber nur nach 5ème Cru Classé Level klassifiziert ist, wird seine Weine eventuell nicht für den Preis verkaufen können, den ein durch und durch 2ème Cru Classé klassifiziertes Château erhält.
Auf 2021 bezogen kann dies bedeuten: mit dem Drittwein eines als 2ème klassifizierten Château fährt man eventuell im Preis-Leistungsverhältnis besser als mit dem Erstwein eines als 1er klassifizierten Weines eines anderen Weingutes oder auch: einige der 5ème Cru Classé Châteaux haben sich derart hervorragend entwickelt, dass man gefühlt eher von einem 3ème oder 2ème sprechen könnte. Nur einer wagte bisher die Klage und damit eine Anpassung der eigenen Klassifizierung von 2ème auf 1er: Château Mouton-Rothschild , 1855 als 2ème Cru eingestuft, schaffte es 1973 in den Rang eines 1er Cru – nachdem Philippe von Rothschild, seit 1922 Besitzer des Weinguts, 51 Jahre lang um diese Würdigung seines Spitzenweins gekämpft hatte.

Um es für Außenstehende noch unübersichtlicher zu machen, gibt es nicht nur eine Klassifizierung, sondern weitere, mit Namen Graves-Klassifizierung, Klassifizierung von St. Émilion, Crus Bourgeois AOC du Medoc und Crus Artisans AOC du Medoc. Dieser Ansatz führt dazu, dass ein Château doppelt klassifiziert sein kann. Im Falle des Château Haut-Brion beispielsweise nach der Klassifizierung des Graves und nach der Klassifizierung der Grands Crus Classés. Und so kocht jede*r sein*ihr eigenes Süppchen, frei nach dem Motto: Wenn schon Verwirrung, dann richtig...
Die auf den oben genannten Qualitätsmerkmalen basierenden Klassifizierungen kategorisieren ein Château und damit auch seine Erzeugnisse auf einer Skala von 1 bis 5 (Medoc) bzw. 3,5 (St. Emillion), also in sog. Crus ersten bis fünften Ranges. Dies stellt die Basis für die auch heute noch greifenden Subskriptionsabläufe dar. Dabei werden die Trauben im September/Oktober gelesen, gepresst und die Weine eingelagert, bis im April des Folgejahres die Fassmuster ausgehoben werden und die Verkostung im Rahmen der Primeurwochen erfolgt. Nachdem die Weine folgend 2 weitere Jahre lagern, werden sie im Sommer versandt, um anschließend locker noch einmal mindestens 5 bis zu 30 Jahre zu lagern, bis sie zum Weiterverkauf oder Genuss verwandt werden. Was wir also heute kaufen/trinken sind Weine, die 2018 oder früher verkostet wurden. Und was wir heute verkosten, macht wohl erst in vielen Jahren wieder die Runde.

Die Preisverhandlungen
Doch als ob die Klassifizierungen nicht schon genug Wirrwarr ins Spiel brächten, steht auch das System der Preisverhandlungen dem in nichts nach. Hieran sind zahlreiche Interessensgruppen vertreten und alle drängen auf ihren Teil vom Filetstück. Dabei ist das System über welches 70% aller Weine im Bordelais gehandelt werden einzigartig für die Region und, wie der ein oder andere meint, Teil des Erfolges.
Um sich nicht selbst um die Vermarktung kümmern zu müssen, erfolgte einst die Ernennung von knapp 85 sog. courtiers. Diese fungieren als Vermittelnde zwischen den Weingütern und den Händler*in (sog. negociant) und stehen dabei voll für die Qualität des vermittelten Weins ein – was im Rückkehrschluss bedeutet, dass sie auch in Haftungsfragen belangt werden können. 2% des verhandelten Preises erhalten die courtiers als Provision vom jeweiligen negociant, der*die den Wein erwirbt. Diese negociants verschicken die Weine anschließend über den gesamten Globus an Handel und Einzelhandel und nehmen über diese Schnittstellenfunktion erheblichen Einfluss auf Trends.
Denn in letzter Konsequenz ist es der*die negociant, der*die die Weine am Markt positioniert. Der End- und Einzelhandel hingegen geht anschließend ebenfalls in Vorleistung, ohne zu wissen, ob der Markt das Angebot auch wirklich annimmt. Hinzukommt, dass er auch bei schlechten Jahrgängen gezwungen ist, in etwa dasselbe Volumen einzukaufen, wie in den Jahren zuvor. Denn ein einmal reduziertes Einkaufsvolumen gilt wiederum auch für die Folgejahre und verwirkt einem dadurch bei erfolgreichen Jahrgängen das große Geschäft.
Es klingt absurd und doch haben es bisher nur wenige gewagt, sich von diesen Abläufen zu befreien. Bei ihnen liegt die Vermarktung der Weine ganz in eigener Hand, was mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand einhergeht, den man sich erst einmal leisten können muss. Mit Château Latour widersetzt sich einer der ganz Großen dem System und das zudem extrem erfolgreich, was sich bei einem Blick in das Sortiment und die Preise erkennen lässt.

Was ist also nun über den Jahrgang 2021 zu sagen, der im Rahmen der Primeurwochen zu verkosten war?
Um ganz vorne zu beginnen (für die Anfänger*innen unter uns): einem perfekten Wein gelingt das Zusammenspiel von Säure, Alkohol, Tanninen, Gerbstoffen und Frucht in herausragender Weise und er ist damit in der Lage durch jahrelange Lagerung noch an Aromatik und Tiefe zu gewinnen. Um ein solch harmonisches Zusammenspiel zu kreieren braucht es Erfahrung, Technik und im Hinblick auf die finale Assemblage Begabungen, die einer Kunstfertigkeit gleichkommen. Kaum verwunderlich also, dass die Châteaux alles aufbieten, was sie aufbieten können. Der Standardprozess zur Weinherstellung von Maischen über Fermentieren, Pressen, Filtern, Reifen und Lagern wird bis zur Perfektion analysiert und optimiert, um diesen „perfekten Wein“ zu erschaffen: es wird mehr oder weniger extrahiert, ent- oder aufgesäuert, gezuckert, geschwefelt und gefiltert, ganz nach Bedarf, Geschmack und gesetzlichen Vorgaben.
Als typisch für Rotweine im Bordeauxgebiet gilt übrigens die im Barrique ausgebaute Cuvée (Verschnitt) von Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, mitunter ergänzt durch Petit Verdot. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den beiden Gironde-Ufern. Rechtsseitig dominieren Merlot und Cabernet Franc, linksseitig Cabernet Sauvignon. Weißweine hingegen werden meist aus Sémillon, Muscadelle und/oder Sauvignon Blanc verschnitten.

Die Verkostungen
Wir verkosten nun also jeden Tag an die 40 bis 50 Rot- und Weißweine aller Güte- und Preisklassen. Es geht die Kunde, es gäbe Menschen, die locker 300 Weine am Tag degustieren könnten – wohlgemerkt ohne Ermüdungserscheinungen. Bei unserem Tagesablauf würde das bedeuten 150 Weine zwischen 9 und 12:30 Uhr und nochmal 150 Weine zwischen 13:30 und 18 Uhr. Fahrtzeiten noch gar nicht mit eingerechnet. Wer auch immer behauptet, zu so einer Leistung in der Lage zu sein, muss nicht nur über unantastbare Schleimhäute sondern auch über ein extrem fokussierbares Gemüt verfügen. Wie sonst ist zu erklären, dass ein solcher Überverkoster pro Stunde knapp 38 Weine und somit alle etwa anderthalb Minuten einen neuen Wein an Nase und Mund führt...und dabei tatsächlich noch Nuancen riecht und schmeckt, welche er in der gleichen Zeit zu notieren vermag..?
Wir jedenfalls sind mit unseren knapp 50 Weinen am Tag gut bedient. Einschenken, schwenken, riechen, kosten, belüften, ausspucken, nachspüren...diesem kontemplativen Muster folgend, geht es von Stand zu Stand, von Château zu Château. Dabei ist es faszinierend, wie unterschiedlich Weine innerhalb eines Gebietes schmecken können. Eine Erfahrung, die sich wohl nur durch die Verkostungsdichte erklären lässt und einem in dieser Art ohne Primeurwochen wahrscheinlich verschlossen bliebe. Während man in anderen Regionen mühsam Einzeltermine koordinieren müsste und viel Zeit mit Fahren und Smalltalk verbrächte, ist man hier ganz bei sich, sehr geballt, sehr frontal, aber auch sehr wirkungsvoll.

Der Jahrgang 2021
Zum Jahr 2021 gibt es leider eher wenig Erfreuliches zu berichten, was nicht nur die Medien bezeugen, sondern auch von den Gütern selbst bestätigt wird. Falstaff spricht von einem desaströsen Jahr für Frankreichs Winzer*innen. Nach früher Wärme zerstörte der plötzliche Frost im April erhebliche Traubenbestände, es folgte ein mäßig warmer, vor allem aber feuchter Frühling, der dem gefürchteten Mehltau, sowie anderen Pilzarten, zu Schlaraffenland-artigen Verhältnissen verhalf. Zikaden taten im Bordelais ihr Übriges dazu und verstärkten die negativen Effekte auf die Ernte, was in erheblichen Ausfällen resultierte. Der Sommer machte es dem Frühling weitestgehend nach, indem er erst statt heiß und trocken zu feucht und kühl tendierte, um anschließend umzuschlagen in trocken und kühl, was die Vegetationsperiode unnötig in die Länge streckte, ohne dass die Trauben ihren vollen Reifegrad entwickeln konnten.

Ein durchwachsenes, herausforderndes Jahr also, welches entsprechende, teils stark mit sich kämpfende, Weine hervorgebracht hat. Umso erwartungsvoller blicken nun alle auf Martin, Robinson und Co. Den Gurus der Szene, die, insbesondere einst Parker (mittlerweile in Rente) und dann auch Suckling, durch ihre Bewertungen erheblich zum hohen Preissegment der Bordeaux Weine beigetragen haben und nach wie vor beitragen.
2020 schwärmte Parkers einst designierter Nachfolger Neal Martin von Château Angelus, der mit 98-100/100 Punkten die höchste Punktzahl des gesamten Jahrgangs erhielt. Ebenfalls einst hoch gelobt: Château Canon Château Canon und Château Smith Haut Lafitte Rouge, sowie Château Pontet Canet und Château Rauzan-Segla. Es bleibt abzuwarten, was dieser Jahrgang an Bewertungen erhält. Zweifelsohne ist es ein System überfrachtet mit Erwartungen, das jedes Jahr erneut von den einschlägigen Bewertenden angeheizt wird. Obgleich Geschmack etwas sehr subjektives ist, bestimmen final sie, was schmeckt und was nicht - und fällen damit mächtige Urteile, welche über Gunst und Fall ganzer Jahrgänge entscheiden.
Wir können jedenfalls berichten, dass in weiten Teilen wenig Herausragendes zu verkosten war. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: Vieles wirkte bemüht, kurz (Château Palmer/Margaux) und ausbaufähig (Château Haut-Bailly/Pessac-Leognan). Die UGC Verkostungen zu Graves und Pessac-Leognan, ebenso wie jene zu Margaux, Pomerol, St. Estephe und St. Emilion brachten viel Schatten und wenig Licht. Bei der Moueix Verkostung fanden wir ebenfalls wenig Konzentration und Geradlinigkeit.
Etwas zugänglicher hingegen die Gebiete Pauillac und St. Julien mit einigen gut gelungenen Cuvées. auch das Haut Médoc hatte das ein oder andere zu bieten. Herausragend der diesjährige Weißwein von Château Margaux . Auch Château Montrose und Château Rauzan-Segla ganz vorn mit dabei und Château Château Canon wohl mit einer der Jahrgangsbesten. Château Latour spielt ebenso wie Cos d'Estournel in einer eigenen Liga, letztere aus unsere Sicht "wines of the vintages". Vieux Château Certan, Château Cheval Blanc und Château Tertre Roteboeuf widersprüchlich zur üblichen Stilistik, aber aufgeräumt und vielversprechend.

Was bleibt...
Die Primeurwochen ähneln einem Rausch. Lässt man sich darauf ein, findet man sich unter einer Glasglocke wieder, die geflutet ist mit Aromen, Texturen, Düften. Es ist ein Zuviel in jeglicher Hinsicht, irrsinnig und dekadent. Und doch bin ich fasziniert und hingerissen, denn bei aller Dekadenz, bei allem Irrsinn, gibt es in dieser ach so vergänglichen Welt der Weine solche, die einen auf eine nie zuvor erlebte Art und Weise mitreißen. Hat man diesen einen, seinen eigenen, Wein gefunden, dann möchte man darin versinken und vergisst für einen kurzen Moment alles um sich herum. Schon das Schlucken kommt dann einer Verschwendung gleich, weil Nase und Gaumen sich so an ihm berauschen. Man darf sich ernsthaft fragen, ob ein Wein so viel wert sein kann und darf. Und doch bieten diese hochpreisigen Weine in dieser schnelllebigen konsumorientierten Welt die Chance auf Momente des puren Genusses ganz im Hier und Jetzt.
Die Herstellung von Wein ist ein Handwerk, das sich über Jahrhunderte weiterentwickelt und durch die technischen Möglichkeiten mittlerweile zu, man möchte fast schreiben, Kunst erhoben hat. Und wie viele Werke berühmter Künstler*innen sind einige Weine geradezu unbezahlbar geworden. Wie aber würde die Geschichte wohl weitererzählt, wenn es weniger um Geld, Investments und Prestige ginge (by the way: Am 6. November 2021 bot der Unternehmer Don Steiner 1 Million US-$ (rund 880.000 €) für die 6-Liter-Flasche eines Cabernet Sauvignon 2019 von The Setting Wines, der damit zum teuersten Wein, der jemals verkauft wurde, avancierte), sondern tatsächlich um Genuss, um jenes achtsame Innehalten, das vielen von uns so schwer zu fallen scheint...? Wo würde uns die Geschichte dann hinführen?
Wir werden es wohl nie erfahren...


Lesen Sie auch unseren Bericht über die En Primeur Wochen des Jahrgangs 2019:
Was, wenn Bordeaux ist und keiner geht hin - En Primeur 2019
und 2018:
En Primeur 2018

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