• Beschreibung Anbaugebiet: Mosel

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    Über fast zwei Jahrtausende hat das Anbaugebiet der Mosel entlang den Steillagen die von den Römern entwickelten Grundstrukturen behalten. ... Weiterlesen

    Mosel Der Erdener PrälatÜber fast zwei Jahrtausende hat das Anbaugebiet der Mosel entlang den Steillagen die von den Römern entwickelten Grundstrukturen behalten. Nur da wo der Mensch in die Natur eingreifen konnte und entgegen der alten Einstellung, nur in besonders guten Lagen Wein anzubauen, diese verlassen hat, ist es zu modernen Umwälzungen gekommen. Dies hat sich erst in den letzten zwei Jahrhunderten, und im besonderen Maß nach dem Zweiten Weltkrieg gewandelt.
    Durch die Flurbereinigung wurde und wird der Zugang für Motorfahrzeuge geebnet und zum Teil der Berg stabilisiert. So ist die Bearbeitung, Pflege und Ernte durch die moderne Technik, wie schmale Motorraupen, die noch Steigungen bis 60% bewältigen, Seilzüge oder Einschienen-Zahnradbahn deutlich verbessert worden. Und doch bleibt die Arbeit in den Steillagen eine Knochenarbeit, weil noch viel Handarbeit bleibt und im Einsatz der Körper nicht durch eine andere Arbeitsstellung entlastet werden kann.

    Geologie
    Man kann die Mosel geologisch in drei Teilbereiche einteilen. Die Obermosel mit ihren Kalkstein- und Muschelkalkböden, die bis ins Pariser Becken hinein reichen und die auch in der Champagne verantwortlich sind für die besonderen Eigenschaften der dortigen Weine.
    Die Trierer Talweite mit den Nebentälern, die neben Keuper auch Devon-Schiefer aufweisen. Ab der Ortschaft Schwaich bis etwa Cochem, genannt die Mittelmosel, hat sich die Mosel tief ins Rheinische Schiefergebirge eingegraben, das sich etwa zwischen 390 und 375 Millionen Jahren in der Mittelzeit des Devons gebildet hat.
    Schwärmt man von Moselweinen, so meint man den Riesling in seiner
    scheinbaren Fragilität mit wenig Alkohol und mächtig viel Duft und Geschmack. All diese Vorzüge schafft der Schieferboden mit seinen Schattierungen von braun, rötlich bis bläulich.

    geographische Lage: 49,5° nördlicher Breite
    Böden: Muschelkalk, Keuper, Schiefer
    Weinbau seit: 1. Jahrhundert n.Chr.
    vorwiegende Rebsorten: Riesling, Müller-Thurgau, Elbling
    Anbaufläche: etwa 10.400ha

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