• Beschreibung Anbaugebiet: Toskana

    +
    Das Gebiet der heutigen Toskana war das Kernland der Etrusker und nahezu alle Siedlungen sind etruskischen Ursprungs. Durch die hügelige Struktur der Landschaft wurden die meisten Dörfer und Städte, dem Sicherheitsbedürfnis folgend, auf Hügeln oder Kuppen gebaut und befestigt. ... Weiterlesen

    Toskana Das Gebiet der heutigen Toskana war das Kernland der Etrusker und nahezu alle Siedlungen sind etruskischen Ursprungs. Durch die hügelige Struktur der Landschaft wurden die meisten Dörfer und Städte, dem Sicherheitsbedürfnis folgend, auf Hügeln oder Kuppen gebaut und befestigt. In der Antike waren es Etrusker und Römer, die das Land entscheidend geprägt haben.

    Spätere Völker, wie die Ostgoten, Byzantiner, Langobarden, Franken, die Herrscher-geschlechter der Medici´s und der Habsburger; alle trugen sie mosaikweise zum Aufbau dieser Kulturzone bei.

    Der Wein und die übrige Landwirtschaft sicherten schon immer den Reichtum der Grundbesitzer. Es wurde zwar schon im 13. Jahrhundert die Leibeigenschaft abgeschafft, doch an ihre Stelle trat die Mezzadria, eine elegantere Form der Knebelung der Landbevölkerung. Trotzdem stellte sie eine gewisse Einkommenssicherung der Bauern dar. Grund und Boden gehörte den Herren, die Wohnungen und Wirtschaftsgebäude wurden von diesen den Pächtern zur Verfügung gestellt, sie bezahlten auch das Saat- und Pflanzgut, doch dafür wurde die Ernte geteilt. Als dann erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Mezzadria für rechtswidrig erklärt wurde, setzte die große Landflucht ein.

    Den großen Gütern fehlten die Arbeitskräfte. Man suchte die Lösung in der Anlage von Weinbergsflächen mit breiteren Rebgassen, die mit Traktoren befahren werden konnten. Mit staatlichen Geldern wurden Neuanlagen oder Umstellungen auf leicht zu bewirtschaftende Rebflächen forciert. Es wurden zum Teil die falschen Sangiovese-Klone ausgepflanzt, wie z.B. den Sangiovese di Romagna, anstelle des wertigeren Sangiovese Toscano. Die Pflanzdichte war mit ca. 1800 – 2800 Stöcken pro Hektar locker. Um dennoch wirtschaftlich gut abzuschneiden, wurden auf diesen Flächen durch hohe Erträge ziemlich belanglose Weine erzeugt.

    Trotzdem war der Chianti über Generationen hinweg hochgeschätzt. Er war gut so in der Zeit des beginnenden Tourismus nach dem Zweiten Weltkrieg bis hinein in die siebziger Jahre. Die Ansprüche waren andere und bekanntlich macht der Mensch den Wein so, wie er für ihn Verwendung hat. Die Bastflasche, die fiasco, war das Synonym für den italienischen Wein schlechthin.

    Doch der Absturz ließ nicht lange auf sich warten, zumal in anderen Teilen der Welt das Qualitätsdenken früher einsetzte. Anfang der achtziger Jahre war es dann soweit. Viele Betriebe mussten aufgeben oder holten sich gerade noch rechtzeitig kluge Köpfe oder Fremdkapital durch Beteiligungen ins Haus. Zaghaft begannen zuerst einige Betriebe, den Weißweinanteil im Chianti zu verringern, Revoluzzer ließen ihn ganz weg und riskierten somit die Bezeichnung Vino da Tavola für ihren Chianti. Doch der sofort eintretende Erfolg dieser Neuerer steckte einen Betrieb nach dem anderen an. Es wurde fast allen klar, dass önologische Beratung kein Luxus, sondern eine überlebensnotwendige Ausgabe darstellte. Die Zeit der Gastönologen in Italien begann, „flying winemaker“ nennt man sie heute in der ganzen Welt. Allen voran Giacomo Tachis, der Antinori zu Ruhm verhalf, Piero Talenti, Giorgio Grai sowie die Jüngeren wie Bernabei, Fiore, Carlo Ferrini, Castelli, usw.

    Der erste wichtige Schritt war der DOCG-Status von 1984, der pro Stock einen maximalen Ertrag von 3 kg zulässt bei einem Höchstertrag von 7.500 kg pro Hektar. Vorher waren es noch 11.500 kg ohne Stockertragsbeschränkung. Da aber noch reichlich alte Anlagen mit der erwähnten geringen Stockdichte vorhanden waren und sind, wurde die Schwäche dieser Regelung bald sichtbar. Derjenige, der guten Wein produzieren wollte, also den Rebstock entlastete mit nur einem Stockertrag von etwa 1,5 kg, rutschte binnen kurzem in die roten Zahlen. Mittlerweile stehen im Disziplinar 3500 Rebstöcke pro Hektar.

    Einhergehend mit dem geringeren Ertrag war aber die bedeutsamste Entscheidung für höhere Qualität die drastische Reduzierung der Weißweinanteile im Chianti. Waren es vorher noch bis zu 20% Trebbiano und 20% Malvasia, so ermöglichte das Gesetz nun 95% rote Rebsorten und bis zu 10% andere Rotweinanteile wie z.B. Cabernet-Sauvignon. Mit der Novellierung des DOCG-Disziplinares von 1996 gelten folgende Bestimmungen: 75%-100% Sangiovese, bis zu 10% Cannaiolo, allerdings wieder 6% Trebbiano und Malvasia und immerhin nun 15% andere Sorten wie etwa Cabernet, Merlot etc. Mit dem Ausbau von reinsortigem Sangiovese wurde schnell klar, was für ein großes Potenzial in dieser Rebe steckt, sofern sie auf kargem Boden steht.

    Schon vor dieser Regelung schossen sogenannte „Supertoskaner“ wie Pilze aus dem Boden. Weil sie Rebsorten enthielten, die im Rebsortenkataster für diese Region nicht vorgesehen waren oder im Barrique ausgebaut wurden, mussten sie als Tafelweine deklariert werden. Mittlerweile wurden die Disziplinarien, die Anbausorten und Ausbaumethoden einer Weinregion geregelt, der tatsächlichen Situation angepasst und weitere Sicherheitsschleusen für die Erhaltung einer guten Qualität und als Schutz vor Fälschungen etabliert. Das war im Jahr 1996, mitten im aufgelegten Qualitätsprogramm: Chianti 2000.
    Der Höchstertrag wurde durch dieses Programm mit 7.500 kg bestätigt, jedoch nur mit einer Saftausbeute von 70%. Das sind abzüglich Trub 5250 Liter Wein mit einer Toleranz von plus 20%. Die Abfüllung darf nur noch im Produktionsgebiet erfolgen. Die Annata darf frühestens am 01.Oktober des auf die Ernte folgenden Jahres, die Riserva erst nach 27 Monaten, davon mindestens drei Monate Flaschenreife, auf den Markt kommen.

    Soweit, so gut, oder besser: nicht so gut! Der Weißweinanteil im Chianti durfte nach Ablauf der Übergangsfrist ab dem Jahr 2005 ganz aus dem Chianti Classico verschwinden. Das wäre weiter nicht schlimm. Dass aber der Anteil von Merlot, Cabernet oder Syrah auf 20% ausgeweitet werden durfte, veränderte den Sangiovese ganz deutlich. Auch können Weine aus schlechteren Lagen mit diesen stets gut ausreifenden Sorten aufgepäppelt werden.

    Schon sehr früh, im Jahre 1716, hat Cosimo III. die Weinbaubereiche Carmignano, Chianti, Pomino und Val d’Arno festgelegt. Sie zählen somit zu den ersten amtlich festgelegten Urspungsbezeichnungen Europas. Auf einer Rebfläche von ca. 150.000 ha werden heute im Durchschnitt etwa 4-5 Mio. Hektoliter erzeugt. Den DOCG-Status haben sieben Anbauzonen: Carmignano, Chianti-Classico, Chianti, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano, Vernaccia di San Gimignano und Morellino di Scansano.

    geographische Lage: etwa 43° nördlicher Breite
    Böden: sog. Galestro-Böden (s.d.)
    vorwiegende Rebsorten: Sangiovese, Cabernet, Mammolo, Trebbiano & Malvasia
    Anbaufläche: etwa 150.000ha (Tendenz steigend)

Sortierung: Zeige:
2015 Villa di Capezzana - Carmignano DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 14,0% vol
PREIS € 19,75
PREIS/l: 26,33 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Caparzo Brunello di Montalcino DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 13,5% vol
PREIS € 26,90
PREIS/l: 35,87 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Ca Marcanda di Gaja - Camarcanda Bolgheri DOC
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 14,0% vol
PREIS € 116,60
PREIS/l: 155,47 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2011 Gaja Pieve Santa Restituta Rennina Brunello di Montalcino DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 116,00
PREIS/l: 154,67 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Gaja Pieve Santa Restituta Rennina Brunello di Montalcino DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 118,80
PREIS/l: 158,40 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Gaja Pieve Santa Restituta Brunello di Montalcino DOP
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 54,30
PREIS/l: 72,40 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2011 Gaja Pieve Santa Restituta Sugarille Brunello  di Montalcino DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 122,10
PREIS/l: 162,80 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Gaja Pieve Santa Restituta Sugarille Brunello  di Montalcino DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 136,60
PREIS/l: 182,13 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2016 Masseto Toscana IGT
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 795,00
PREIS/l: 1.060,00 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2016 Masseto 1,5 l - Magnum
Rotwein  |   1.500 Liter   |  Gesamtalkohol: 15,0% vol
PREIS € 2.190,00
PREIS/l: 1.460,00 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2017 Rocca di Montemassi - Sassabruna
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 14,0% vol
PREIS € 10,35
PREIS/l: 13,80 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)
2013 Felsina Rancia Chianti Classio Riserva DOCG
Rotwein  |   0.750 Liter   |  Gesamtalkohol: 14,5% vol
PREIS € 35,90
PREIS/l: 47,87 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
Details (2)