• Beschreibung Anbaugebiet: Port

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    Die Geschichte des Portweins reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als Heinrich von Burgund in Portugal neue Rebsorten anpflanzen ließ. ... Weiterlesen

    Port Die Geschichte des Portweins reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als Heinrich von Burgund in Portugal neue Rebsorten anpflanzen ließ. Im 13. Jahrhundert wurden unter König Dinis (1279-1325) neue Weinterrassen im Douro-Tal angelegt und die Landwirtschaft insgesamt stark gefördert. Von den Erlösen der damals schon begehrten Rotweine und Olivenöle ließ er eine große Handelsflotte bauen. Im 1373 unterzeichneten Handelsabkommen mit England wurde den portugiesischen Fischern gestattet, vor der englischen Küste Kabeljau zu fischen. Im Gegenzug erhielten die Briten den Vinho Lamego vom Douro-Tal. Die damals gebräuchliche Bezeichnung wurde abgeleitet von der kleinen Stadt Lamego, die ca. 8 km südlich vom Douro-Ufer im mittleren Bereich des Flussverlaufes liegt.

    Auf der Suche nach exportfähigem Wein waren es wohl Mönche des Zisterzienserordens, die entdeckt hatten, dass durch Zugabe von reinem Alkohol der Wein haltbar und hygienisch stabil wurde. Englischen Kaufleuten wird die Entdeckung zugeschrieben, dem Wein bereits im letzten Drittel der Gärung diesen Alkohol beizufügen. Die alkoholische Gärung wurde dadurch sofort gestoppt und eine willkommene Restsüße verblieb im Wein. Der Port im heutigen Sinne war geboren.
    Es ist der einzige weltweit bedeutende Wein, dessen Stil die Engländer durch ihre Nachfrage geprägt haben und deren zentrale Rolle bei der Vermarktung heute noch Gültigkeit hat.

    Durch ein weiteres Abkommen zwischen Portugal und England im Jahre 1703, setzte ein großer Nachfrageschub für Portwein ein. England war zur bedeutenden Kolonialmacht geworden. Es folgte ein Qualitätsverfall, dem der damalige Premierminister Marquês de Pombal im Jahre 1756 mit der Gründung einer Gesellschaft zur Qualitätssicherung begegnete. Diese Companhia Geral da Agricultura das Vinhas do Alto Douro (Allgemeine Gesellschaft des Weinanbaus am oberen Douro) kann noch heute in ihrer Konsequenz als Beispiel dafür angesehen werden, wie man Ruf, Markt und Export einer Region schützt.

    Da der Anbau auf den steilen Terrassen sehr kostenintensiv ist und auch die Reblausplage umfangreiche Neuanpflanzungen nötig machte, hat man die noch weit gefassten Einteilungen von 1907 schon 1921 korrigiert und strenger gefasst. Im Jahre 1933 wurden die noch heute aktiven Organisationen gebildet, wie der Winzerverband „Casa do Douro“, der Exportweinverband (Gremio dos Exportadores do Vinho do Porto) und diesen beiden übergeordnet, die offizielle Institution, das Portweininstitut (Instituto do Vinho do Porto). Ebenso wurde die Camera dos Provadores eingerichtet, ähnlich unserer Qualitätsweinprüfung, die auch die Sensorik beinhaltet. Als weltweit vorbildliche Leistung wird die dauerhafte Fortschreibung, bezüglich Parzellen und deren Eigentümer, bzw. bewirtschaftende Winzer, angesehen. Ebenso die Klassifizierung jeder noch so kleinen Parzelle in sechs Klassen von A bis F, die der Agrar-Ingenieur M. da Fonseca in den Jahren 1947-48 entwickelt hatte. Zusätzlich wurde jeder Weinberg nach einem Punktesystem bewertet, das alle Qualitätsfaktoren einbezieht. Mit Hilfe dieses Systems geschieht die jährliche Verteilung des „benefico“ (das Recht für eine gewisse Menge Portweinproduktion) und ist auch Anhaltspunkt für die Preisgestaltung bei Zukäufen. Diese Zukäufe müssen sein, da die Portweinhäuser jährlich nur ein Drittel der eingelagerten Weine verkaufen dürfen.

    Rebsorten:
    Von den rund 80 Rebsorten der Region Douro sind ca. 50% für die Erzeugung von Portwein zugelassen. Die wichtigsten für rote Ports sind: Tinta Roriz (auch Aragonez oder Tempranillo genannt), Tinta Barroca, Tinto Cão, Tinto Amarela, Touriga Francesca, Touriga Nacional, Mourisco Tinto, Sousão, Bastardo, Cornifesto Tinto, Donzellinho do Castello u.v.m. Für die weissen Ports nimmt man: Codega, Donzellinho Branco, Esgana Cão, Folgasão, Gouveio, Malvasia Fina, Malvasia Rei, Voscatel und Viosinho.

    Die Regiao Demarcada, das eng begrenzte Gebiet, aus dem Portweine stammen dürfen, teilt sich auf in drei Zonen mit unterschiedlichen Klimata:

    Baixo Corgo um die Stadt: Peso da Régua im westlichen Teil des Douro-Tales. Hier herrschen niedrigere aber ausgeglichenere Temperaturen durch die Nähe zum Atlantik allerdings ist die Niederschlagsmenge höher. Die Rebflächen sind weniger steil. Der Humusanteil ist höher auf der darunterliegenden Schieferschicht. Von 28% der Gesamtfläche des Dourotales stammen ca. 50% der Ruby- und Tawnyqualitäten.

    Im Cima-Corgo rund um die Stadt Pinhão im Kreis Alijó wird etwa ein Drittel der Spitzenports hergestellt. Die Terrassen liegen in steilen Hängen. Der Boden ist felsig und karg. Hier herrschen Schiefer und Granit vor. Port darf aber seit 1756 nur von Schieferböden kommen weil dieses Gestein wie kein anderes Finesse und Delikatesse fördert. Das Klima ist heiß und trocken.

    Das Douro Superior reicht von São João da Pesqueira bis an die spanische Grenze. Das Klima ist extrem trocken. Die Trauben eignen sich nur für den Verschnitt.

    Die Technik der Herstellung:
    Wie seit alters her, treten ganze Gruppen von Menschen die Trauben schonend mit den Füssen in großen Bottichen, den sog. Lagares. Das gewährleistet die Unversehrtheit der Traubenkerne, in denen ein enormes Tanninpotenzial steckt. Port ist kein Likör. Es ist Wein, der im Werden, d.h. während der Gärung mit 80%igem Weingeist gestoppt wurde. Der Kellermeister entscheidet am Bedarf seines Hauses, bei welchem Zuckergrad dieser Stopp durchgeführt werden soll. Je weiter der Gärprozess fortgeschritten ist, desto weniger Weingeist muss zugefügt werden. So entstehen die unterschiedlichen Süßegrade beim Port. Das Endprodukt darf zwischen 19 und 22% Vol. aufweisen. Der enorme Körper, die verbliebene Restsüße und der Alkoholgehalt machen ihn lange haltbar.

    Das weitere Vorgehen bzgl. der Qualität, Reife und Bestimmung:
    Nach frühestens 2 Jahren werden die Partien verkostet, um über die Qualität und die weitere Verwendung zu entscheiden, aus der sich die weitere Art der Reifung ableitet.
    Aus dem westlichen Teil des Douro-Tales und aus durchschnittlichen Jahrgängen wird man den rotschwarzen Ruby vornehmlich in Edelstahl ausbauen, damit der fruchtige Charakter voll zur Geltung kommt. Bessere Partien kommen dann in die sogenannten Pipes (kleine Holzfässer) und reifen zum Tawny. Die Farbe wandelt sich unter dem Einfluss von eindringendem Sauerstoff ins Granatrote und bei langer Lagerung ins Lohefarbene.
    Aus dem mittleren Dourotal und überdurchschnittlichen Jahrgängen werden Old Tawnys, Colheitas, Reserven, Late bottled Vintages oder Vintage-Charakter hergestellt. Sie alle reifen noch einige Jahre in Eichenfässern und bleiben in Aussehen und Charakter lange Zeit so, wie sie abgefüllt wurden. Sie halten auch nach Anbruch der Flasche bis zu einem Jahr.
    Wird ein Spitzenjahrgang auf Grund eines idealen Witterungsverlaufes als „Vintage“ deklariert, so wird er nach der Grundlagerung alsbald unfiltriert auf Flaschen gefüllt und reift dort, manchmal länger als zwei Menschenleben weiter. Im Laufe seines Reifeprozesses in der Flasche bildet er Depot und wird dadurch zusehends heller. Nach ca. 10 – 15 Jahren könnte man ihn genießen, muss aber darauf achten, dass die einmal geöffnete Flasche innerhalb drei Tagen aufgebraucht wird. (der Wein war nie in Pipes und ist nicht an die Oxidation gewöhnt)

    Die Portweintypen:
    White Port: Auch der weiße Port erfährt die zweijährige Grundlagerung. Wie alle nicht mit Jahrgang versehenen Port wird er dann mit anderen Partien verschnitten und abgefüllt.
    Nur bei weißem Port gibt es die Unterscheidung nach Süssegraden:

    • Muito Doce = Very Sweet oder sehr süss
    • Doce = Sweet oder süss
    • Meio Seco = Semi dry oder halbtrocken
    • Seco = Dry oder trocken
    • Extra seco = Extra dry oder sehr trocken

    Ruby Port: (engl. Rubin) Dieser Port hat eine kräftige kirschrote Farbe. Er reift meist in Edelstahl und hat nahezu keinen Kontakt mit der Luft gehabt. Nach zwei oder drei Jahren wird er mit anderen Partien verschnitten und kommt trinkfertig auf den Markt. Dieser Port sollte rascher als die folgenden konsumiert werden, da er schneller oxidiert.

    Tawny (engl. Lohefarben). Durch die Lagerung in zuerst Großen, dann in kleinen Holzfässern (Pipes) hat dieser Typ mehr Kontakt mit der Luft bekommen. Dadurch verändert sich die Farbe von dunkelrot ins granatrot, bei längerer Lagerung bekommt er Orangetöne. An der helleren Farbe kann man aber eine sorgfältige Lagerung in Pipes nicht ablesen. Leider ist es erlaubt, durch Zugabe von weißem Port diesen Lagerungseffekt herbeizuführen. Man muss also die Firma kennen und ihr vertrauen.
    Alte Tawnys sind mit Jahrgang versehen (aged Tawny). Es gibt sie als 10, 20, 30 oder 40 Jahre alte Varianten. Beide Varianten reifen in der Flasche kaum mehr nach und entwickeln kein Depot mehr.

    Reserve oder Fine: Diese flachen Begriffe sind nicht reglementiert. Sie signalisieren lediglich einen Portwein besserer Qualität. Es kann sich also auch ein Ruby dahinter verbergen.

    Single Quinta: Auch dies kann jede beliebige Qualität sein, eben nur aus einem Hause.

    Colheita: Nach mindestens 7 Jahren Fassreife wird dieser Verschnitt eines Jahrganges abgefüllt und trägt auch den Jahrgang auf der Flasche. Sie haben Ähnlichkeit mit den Jahrgangs-Tawnys. Dieser Port-Typ reift auf der Flasche kaum mehr nach und entwickelt kein Depot mehr.

    Vintage-Character: Hier handelt es sich um fruchtige, tanninreiche und fast schwarze Portweine, denen nur der letzte Schliff, die Konzentration fehlt.

    Vintage-Port: Nur die besten Jahrgänge werden zu Vintage-Jahrgängen erklärt. Jedes Haus entscheidet selbst, muss dies aber dem Portweininstitut melden und mit dessen Prüfung rechnen. Entscheidend ist, dass hier der Reifeprozess in der Flasche stattfindet mit der bekannten Ausfällung von Depot. Da er nie mit Luft in Kontakt war, ist er dagegen empfindlich und sollte innerhalb von drei Tagen getrunken werden.

    Late Botteled Vintage oder LBV: Dies ist der Verschnitt von verschiedenen Partien eines Jahrganges, die vier bis sechs Jahre in Holzfässern reiften. Danach werden sie in der Regel gefiltert und gefüllt. Sie reifen mit Ausnahme des ungefiltert abgefüllten kaum mehr in der Flasche nach.

    Garrafeira (Flaschenlager): Die relativ seltene Abfüllart kombiniert eine 3 bis 6-jährige Fassreife mit einer mindestens 8 Jahre langen Flaschenreife. Garrafeira wird unfiltriert abgefüllt und reift in der Flasche nach.

    Mit der Reifung wandeln sich Geschmack und Farbe des Portweines. Während ein junger Wein noch einen kräftig fruchtigen Geschmack von Rotweintrauben und anderem Obst hat, wandelt sich das Aroma mit dem Alter und wird feiner, mit Geschmacksnoten von Gewürzen, Nüssen, Dörrobst, Datteln, Karamell, Vanille, Zitrusfruchtschalen, a.v.a.m. Die Farbe wandelt sich dabei von einer kräftig rubinroten Farbe und wird heller, hin zu Braun, Orange und Goldtönen.

    Lagerung zu Hause: Die Portarten Ruby, Tawny, Colheitas und Late Bottled Vintages werden trinkfertig verkauft, d. h. sie reiften bereits in der Bodega in großen Tanks oder Fudern. Mit Ausnahme der Ruby und Tawnys verloren sie bereits dort ihr „Depot“, wie man den Feintrüb aus Farb- und Gerbstoffen nennt. Ab ca. 6 Jahren Reife kann diese Polymerisierung der Tannine bei gehaltvollen und tanninreichen Weinen eintreten. Nur Vintage und Garrafeira-Ports sollten vor dem Genuss unbedingt länger in der Flasche gelagert werden. (mindestens 10 Jahre). Diese beiden Portweintypen scheiden ihr Depot in der Flasche aus. Das Sichtbarwerden von Depot signalisiert die Trinkbarkeit, allerdings sollte die zu öffnende Flasche ca. 2 Tage vor dem Genuss von der horizontalen Lagerhaltung in die Vertikale gebracht werden. Besonders bei den beiden Letzteren wäre es sinnvoll, eine Vakuumpumpe zu gebrauchen, wenn die Flasche nicht innerhalb von drei Tagen aufgebraucht wird.
    Das ideale Glas dazu ist nicht groß, etwa wie ein Sherryglas oder ein kleines Weißweinglas.

    geographische Lage: 41° nördlicher Breite
    Böden: Schiefer
    Weinbau seit: etwa 11. Jahrhundert als Port
    vorwiegende Rebsorten: Touriga Nacional u.v.a.m.
    Anbaufläche: k.A.

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