• Beschreibung Anbaugebiet: Ahr

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    Die Ahr ist mit 89 Kilometern kein sehr langer Fluß und seine Bekanntheit verdankt das stark gewundene Tal einem Teilstück von knapp 25 km, das zwischen Altenahr und Heimersheim liegt. ... Weiterlesen

    Ahr Die Ahr ist mit 89 Kilometern kein sehr langer Fluß und seine Bekanntheit verdankt das stark gewundene Tal einem Teilstück von knapp 25 km, das zwischen Altenahr und Heimersheim liegt. Geographisch zwischen dem 50. und 51. Breitengrad gelegen ist sie das nördlichste Anbaugebiet auf dem europäischen Festland.

    Rund 75% der Rebfläche sind meist winzige Weinberge und liegen in Steillagen. Sie müssen terrassiert werden, weitere 15% sind mehr oder weniger stark geneigte Hanglagen und nur 10% der Anbaufläche von derzeit etwas mehr als 500 ha liegen im Tal. Das muß man wissen, um die Preissituation würdigen zu können. Meist ist Handarbeit angesagt, ganz selten kann der Winzer Maschinen einsetzen. Die Hektarkosten sind wie in allen Steillagen der Welt dementsprechend hoch.
    Erst nach Walporzheim und Bad Neuenahr verbreitert sich das Ahrtal und es kann auf flurbereinigten Hanglagen bis Heimersheim wirtschaftlicher produziert werden. Imposant ist der Blick von diesen Hanglagen auf die Ahrtalbrücke der A 61, die auf über 30 Pfeilern das Ahrtal überspannt.

    Die Böden:
    Die Erdgeschichte hat ihre Spuren nicht nur in einer aufregenden Landschaft, sondern auch in der Vielfalt der Böden hinterlassen: Grauwacke, mit der viele Steinhäuser der Gegend gebaut sind, Devonschiefer, Lößlehme, Basalt und Verwitterungsböden vulkanischen Ursprunges wechseln sich ab oder sind vermischt.

    Das Klima:
    Die Eifelberge schützen von Westen her. Im Windschatten der Berge regnet es recht selten, in den gewundenen Felstälern staut sich die fast mediterrane Wärme. Infolgedessen heizen sich Felswände und das Flüsschen Ahr auf und geben in den Abend- und Nachtstunden die Wärme wieder an die Pflanzen ab. Nicht umsonst heißt eine der besten und kleinsten Lagen Deutschlands "Walporzheimer Gärkammer".

    Ungefähr 900 Winzerbetriebe, von denen nur etwa 10% selbst vermarkten, erzeugen 6 Millionen Liter. Das sind im Bundesvergleich lediglich ca. 1% der Gesamtmenge. Die starke Aufsplitterung der Rebflächen erklärt auch die dominante Stellung der Genossenschaften.
    Die Älteste Genossenschaft der Welt wurde hier 1868 in Mayschoß gegründet.
    Berühmte Weinorte, dem Fluß folgend, sind: Altenahr, Mayschoß, Rech, Marienthal, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Heimersheim.

    geographische Lage: 50° - 51° nördlicher Breite
    Böden: Schiefer, Lehmlöß, Vulkangestein
    Weinbau seit: 8. Jahrhundert
    vorwiegende Rebsorten: Spätburgunder
    Anbaufläche: 519ha

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