• Beschreibung Anbaugebiet: Madeira

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    Die Madeira vorgelagerte Insel Porto Santo wurde 1418 und Madeira selbst 1419 von den Portugiesen entdeckt. Zur Zeit seiner Entdeckung war das Archipel von dichten Wälder überzogen und so nannten die portugiesischen Entdecker die Hauptinsel nach dem portugiesischen Wort für Holz: Madeira. ... Weiterlesen

    Madeira Die Madeira vorgelagerte Insel Porto Santo wurde 1418 und Madeira selbst 1419 von den Portugiesen entdeckt. Zur Zeit seiner Entdeckung war das Archipel von dichten Wälder überzogen und so nannten die portugiesischen Entdecker die Hauptinsel nach dem portugiesischen Wort für Holz: Madeira.

    Noch heute ist die Insel grün, aber schon sorgt man sich um das Wasser, das seit geraumer Zeit weniger wird. Zwar ist die Insel von einem ausgeklügelten Wasserverteilsystem durchzogen, das das Wasser von der regenreichen Nordhälfte in die touristisch und landwirtschaftlich bedeutendere Südhälfte der Insel transportiert. Man nennt diese in den Fels gehauenen Rinnen Levadas – ein Wasserversorgungssystem mit 2200 km Länge.

    Der Portugiese Zarco hatte als Siedler neben der Malvasierrebe auch das Zuckerrohr im Gepäck, das zum wirtschaftlichen Wohlstand Madeiras beitrug, obwohl es mühevoll auf den ungezählten, steilen Terrassen angebaut wurde. Madeiras erster großer Reichtum und die folgende Verarmung war mit dem großflächigen Anbau von Zuckerrohr verknüpft, denn als Brasilien diesen Markt an sich riss, wurde es schlagartig still in diesem Geschäft. Man erhoffte sich nun vom verstärkten Weinbau den verlorenen Segen und erhielt ihn auch, doch die Reblaus machte wieder alles zunichte.

    Der Malvasier ergibt in südlichen Regionen einen schweren, süßlichen Wein. In Verbindung mit den Rebsorten Boal, Verdelho und Sercial wird er zum berühmten Madeira-Verschnitt, aber auch allein gekeltert sind diese Traubensorten für bestimmte Madeira-Weintypen charakteristisch. Sie werden immer noch größtenteils in Pergolaform erzogen, damit unter dem Laubdach die Haustiere ein Auskommen haben und zugleich für Dung sorgen, denn Platz ist rar im gebirgigen Land.

    Heute erfährt der Madeirawein eine neuerliche Anerkennung, obgleich der Absatz weltweit eher stagniert. Durch die langen Seefahrten mit Schonern kam man dahinter, dass der Wein durch die Hitzeeinwirkung haltbar wurde, eben „maderisiert“. Heutzutage wird dieser Prozess maschinell herbeigeführt. Es entsteht eine mehr oder weniger starke Oxidation, die erstens durch eine dreimonatige Erwärmung auf 45°C. und zweitens einer jahrelangen Lagerung in nicht ganz gefüllten Fässern herbeigeführt wird. Durch diesen extrem oxidativen Ausbau kann eine spätere mehrmonatige Luftzufuhr einer geöffneten Flasche kaum mehr etwas anhaben.

    Nicht der Madeira, der meist in den europäischen Ankunftshäfen noch einmal verschnitten oder gar gestreckt wurde und in den Soßen verschwand ist der wertvolle, es ist die feine Balance von den erwähnten Rebsorten oder der lange in Eichenfässern gelagerte Wein seriöser Anbieter wie z.B. von Henriques & Henriques oder Gossart.

    Madeiras reifen extrem lange, man spricht von bis zu einhundert Jahren Aufbaureife. Es ist also durchaus möglich, dass gegen gutes Geld noch eine Flasche des vorletzten Jahrhunderts erworben werden kann.

    Moderner Weinbau in Drahtrahmenerziehung ist nur auf ein paar kleine Landschaftsflecke begrenzt weil die Insel extrem steil ist. Es ist deswegen und wegen der Einzigartigkeit der Produkte nur logisch, dass internationale Rebsorten wie Cabernet und Chardonnay oder andere europäische Sorten verboten sind. Mit der abnehmenden Bereitschaft, auf den Terrassen zu arbeiten, wo eben nur Handarbeit möglich ist, wird Madeira-Wein wertvoller. Schon sind große Teile der terrassierten Hänge verwaist, die eigentlich ein großes Kulturerbe darstellen, weil sie von einstmals hartnäckigem Überlebenswillen und Schaffenskraft künden.

    geographische Lage: 32° nördlicher Breite
    Böden: vulkanisch
    Weinbau seit: 15. Jahrhundert
    vorwiegende Rebsorten: Malvasia, Boal, Verdelho und Sercial
    Anbaufläche: k.A.

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