Weingut Dautel

Weingut Dautel Das Weingut Dautel befindet sich im Herzen Württembergs zwischen Heilbronn und Stuttgart. Es umfasst rund 13 ha Rebfläche. Die Weinberge liegen – stark parzelliert – bei Bönnigheim (am Sonnenberg mit seinen Mergel-, Schilfsandstein- und Gipskeuperböden) und bei Besigheim (am Wurmberg auf Muschelkalkterrassen am Ufer der Enz).

In den Weinbergen des Gutes wachsen rund 40% weiße und 60% rote Reben. Die wichtigsten Sorten sind Riesling und Lemberger.

Die Dautels – Mutter Hannelore, Vater Ernst und Sohn Christian arbeiten Hand in Hand – fühlen sich ihrem Terroir und den Traditionen in Württemberg verbunden, sind aber immer dazu bereit, die Grenzen des Althergebrachten hinter sich zu lassen, wenn dies der Qualität dient. Und genau diese Lust auf Neuland ist wohl der Kern der Erfolgsgeschichte des Weingutes seit den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Vater Ernst – ein experimentierfreudiger Tüftler – lieferte seine Trauben nicht mehr an die Winzergenossenschaft. Ganz gegen die Tradition baute er in den 80er Jahren mit die ersten Württemberger Rotweine in Barriques aus, er pflanzte Chardonnay-Stöcke und kreierte Cuvées. Sorten und Ideen, die für Württemberg bis dahin fremd oder zumindest unüblich waren. Was Ernst Dautel dabei aber nie vergas: Böden und Klima schaffen Voraussetzungen, die typisch und unverwechselbar sind, mit ihnen muss man umgehen können, um große Weine in den Keller zu bringen. Sohn Christian ist nach seinem Studium in Geisenheim viel gereist. Aus Übersee hat er die Einsicht mitgebracht, dass in Württemberg wohl nie extrem voluminöse Rotweine erzeugt werden können. Im Burgund hingegen stieß er auf eine Weinbaukultur, die ihn inspirierte und von der er viel annehmen konnte.
Nicht selten werden seine Lemberger oder Spätburgunder nun mit guten Burgundern verglichen. Sie sind kühl, filigran, elegant, komplex, vielschichtig und sie stecken voller Lebensfreude.

Weingut Dautel - Steillagen oberhalb des NeckarsChristian Dautel hat nach der Übernahme des elterlichen Gutes nicht alles umgekrempelt. Es ist eher so, dass er ganz behutsam an der Qualitätsschraube dreht und so den Weichenstellungen des Vaters ein Krönchen aufsetzt. So hat er eine Spontanvergärung der Großen Gewächse im offenen Gärständer bzw. im Holzfass eingeführt und er achtet darauf, dass der Holzeinsatz insgesamt eher zurückhaltend bleibt: Das Holz soll die Weine nicht erdrücken, sondern ergänzen. Zudem hat er weitere Rebflächen erworben, um etwas mehr Spätburgunder anbauen zu können.
Christian Dautel ist viel unterwegs, pflegt den Kontakt mit Kunden und Kollegen gleichermaßen. Er probiert viele Weine von anderen Gütern, er ist interessiert und weltoffen und dabei unverkennbar ein schwäbischer Winzer. Beides merkt man seinen Weinen an. S‘Ländle trifft die Welt.

Bei alledem legt er – unterstützt von der Erfahrung und der Energie seiner Eltern – großen Wert auf gewissenhaftes Arbeiten. Wein entsteht, das ist die Überzeugung von Christian Dautel, im Weinberg; nur dort kann Qualität produziert werden. Hier sei, so sagt er immer wieder, das richtige Fingerspitzengefühl gefragt, es sei elementar, die Reben so zu pflegen, dass sie trotz unterschiedlichster Witterungsverläufe der einzelnen Jahrgänge, charaktervolle Qualitäten lieferten. Im Keller sei dann kontrolliertes „Nichtstun“ angesagt mit dem Ziel das Potential aus dem Weinberg in die Flasche zu bekommen.

Weingut Dautel - BarriquekellerNeben Riesling, Lemberger und Spätburgunder produziert Christian Dautel noch Rebsorten-Weine aus Chardonnay, Weißburgunder, Zweigelt und Merlot. Auch ein Trollinger von erwähnenswerter Qualität ist dabei. Der „Trollinger Terrassenlage“ ist der beste Trollinger in unserem Sortiment.

Was uns insgesamt auffällt: die Weine sind über alle Qualitätsstufen hinweg sorgfältig gemacht und von besonderer Güte. Die Basisweine bieten ein ausgesprochen gutes Preis-/Genussverhältnis. Es sind sortentypische Alltagsweine, die man sich nicht besser wünschen könnte. Besondere Freude machen dem Weinliebhaber natürlich die hocheleganten Großen Gewächse: Der Lemberger St. Michaelsfelder wächst auf der höchsten Lage des Weinguts. Er ist tiefgründig mit viel Frucht und Finesse. Der Spätburgunder Kalkschupen ist sehr elegant gepaart mit einer feinen Frucht und einem langen Abgang. Der Riesling Grübenstein ist komplex und vielschichtig mit viel Mineralität. Empfehlenswert sind auch die Cuvées (Kreation Rot, Kreation Weiß) und die Barrique-Weißweine (Chardonnay S, Weißburgunder S). Weil wir von Christian Dautels Kollektion so begeistert sind, haben wir im Sommer 2014 sein komplettes Sortiment in unseren Bestand aufgenommen. Wir wollten einfach auf keinen der Weine verzichten. Unser Tipp: Es lohnt sich, alle durchzuprobieren!
Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2022
*Weinbau gibt es seit Anfang des 16. Jahrhunderts in der Familie, mit der Selbstvermarktung hat aber erst Ernst Dautel Ende der siebziger Jahre begonnen, nach Abschluss eines Studiums in Geisenheim. Konsequent hat Ernst Dautel seine Vorstellungen vom Wein umgesetzt, hat viel ausprobiert und ist stetig vorangekommen: Seit Mitte der achtziger Jahre baute er Weine im Barrique aus, 1988 pflanzte er Chardonnay, 1990 erzeugte er seine erste Cuvée, die Kreation Rot. Seit einigen Jahren schon wurde Ernst Dautel im Betrieb unterstützt von Sohn Christian, der ihn 2013 übernommen hat; es wurden neue Rebflächen erworben, Spätburgunder möchte Christian Dautel im Anbau forcieren. Seine Weinberge liegen vor allem in Bönnigheim (Sonnenberg) und Besigheim (Wurmberg). Der Sonnenberg besteht aus buntem Mergel, Schilfsandstein und Gipskeuper, die Großen Gewächse stammen von alten Reben im Herzstück des Sonnenbergs; mit dem Jahrgang 2014 kam ein neues Großes Gewächs hinzu, der Spätburgunder aus dem Forstberg in Oberstenfeld. Die Muschelkalkterrassen des Wurmbergs liegen am Ufer der Enz. Rote Sorten nehmen 60 Prozent der Fläche ein. Hauptrebsorten sind Riesling und Lemberger. Dazu gibt es Spätburgunder, Weißburgunder, Samtrot und Trollinger, aber auch Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Umstellung auf biologischen Weinbau wurde begonnen. Die Weißweine werden lange auf der Feinhefe ausgebaut, die Rotweine kommen nach der Maischegärung bis zu zwei Jahre ins Barrique. Prädikatsbezeichnungen werden ausschließlich für edelsüße Weine verwendet. An der Spitze des Sortiments stehen die Weine der S-Klasse und die Großen Gewächse. Die Rotweine sind kompromisslos vinifiziert, in ihrer Jugend oft etwas verschlossen und tanningeprägt, entwickeln sie sich sehr schön über viele Jahre hinweg: Es sind Rotweine mit Potenzial. IN den jüngsten Jahren haben sie weiter an Finesse gewonnen (die Spätburgunder ebenso wie die Lemberger), zeigen manchmal feine mineralische Noten. Neben reinsortigen Weinen gibt es die erstmals 1990 erzeugte Cuvée Kreation Rot, ein Klassiker unter den deutschen Cuvées.
Kollektion
Zwei Sekte präsentiert Christian Dautel in diesem Jahr. Der Riesling ist frisch, klar und zupackend. Deutlich spannender und etwas wilder ist der Pinot, der zwar bei unserer Verkostung noch nicht degorgiert war, aber da er keine Dosage erhalten wird, gibt er ein gutes Bild dessen, was den Käufer erwartet, er ist druckvoll, zupackend, kraftvoll, noch recht unruhig und jugendlich. Der leicht zitrusduftige Gutsriesling ist eine sichere Bank, er ist frisch, zupackend, leicht salzig. Der Bönnigheimer Riesling ist würzig, fruchtbetont und klar, zeigt ebenfalls dezent Zitrus, besitzt viel Präzision, Grip und mineralische Noten. Seine Lagenrieslinge präsentiert Christian Dautel zukünftig erst im zweiten Jahr nach der Ernte. Er hat uns nochmals die beiden 2019er geschickt, das Jahr auf der Flasche hat ihnen gutgetan. Der Wurmberg ist würzig und eindringlich, füllig und saftig, immer noch jugendlich und sehr nachhaltig. Der Steingrüben ist komplex, kraftvoll, intensiv und lang. Weißburgunder gibt es als frische, faszinierenden klaren Bönnigheimer Ortswein und als kraftvolle Cuvée S mit Toastnoten und viel Grip. Chardonnay gibt es nun als wunderschön reintönigen, leicht rauchigen, harmonischen Erste Lage-Wein aus dem Sonnenberg und als fein getoastete Cuvée S, die viel reife süße Frucht besitzt. Der Cleebronner Spätburgunder ist frisch und fruchtbetont, wunderschön klar und zupackend, der Bönnigheimer Lemberger fasziniert mit seiner Reintönigkeit, die Kreation Rot besitzt Kraft, gute Struktur und Substanz. An der Spitze der roten Kollektion stehen die Großen Gewächse, die zukünftig erst im dritten Jahr nach der Ernte in den Verkauf kommen. Der Lemberger vom Michaelsberg war im vergangenen Jahr noch etwas unruhig, Frische und Säure dominierten, das eine Jahr auf der Flasche hat auch ihm gutgetan, er zeigt intensive reintönige Frucht, Herzkirschen, ist herrlich präzise, klar, druckvoll, besitzt viel Grip, Länge und Nachhall. Bei den Spätburgundern hat der Schupen knapp die Nase vorne, ist komplex, faszinierend reintönig und druckvoll (toll derzeit auch der 2015er!), Etwas offener als der immer noch sehr jugendliche Forstberg. Tolle Weine! *

Vinum Weinguide Deutschland 2022
*Christian Dautels 2020er Rieslinge sind in einem auffallend "elegant-kühlen" Stil mit reduzierter Primärfrucht gehalten. Schon der Gutsriesling zeigt diese kühle Rasse, der Gipskeuper hat zusätzlich kristallinen Schliff. Auch der Bönnigheimer Weißburgunder schillert mit geradezu Riesling-hafter Frische. Beim Sonnenberg Chardonnay ist die kühle Frucht subtil nussig-mineralisch unterlegt und damit ein Chablis 1er Cru nicht unähnlich. Stets ein faszinierender Vergleich ist die Verkostung von Chardonnay und Weißburgunder der S-Klasse. Ersterer zeigt sich dieses Mal mit balancierter Größe und meisterhaft integriertem Holz, etwas fruchtiger und geschmeidiger präsentierte sich Letzterer. Auch bei den Roten stellt Dautel deutlich eine geradezu "burgundische" Eleganz über eine allzu kraftvolle Präsenz. Sehr schön sieht man das auch am Bönnigheimer Lemberger mit fast Pinot-hafter Frucht und Textur. Das Große Gewächs vom Lemberger hingegen zaubert das Bild einer großen Diva im samtenen Kostüm vor das innere Auge. Bei den Spätburgundern ist der Sonnenberg ein feiner, eleganter Wein. Bei den Großen Gewächsen dieser Sorte ist die Lagentypizität deutlich zu erkennen: betörende Wildkirschfrucht und subtile Frische beim Forstberg, mehr Volumen und seidige Geschmeidigkeit beim Schupen. *

Falstaff Wein Guide Deutschland 2022
*Christian Dautel ist auf dem Sprung, sich vom jungen Wilden zum reifen Könner zu entwickeln: Jeder der sechs Weine, die er uns zur Verkostung geschickt hat, sitzt und ist à Point vinifiziert. Faszinierend dabei, wie ausgerechnet im warmen Jahr 2018 der Schupen Spätburgunder mit seiner Dichte und Tiefe am feineren Forstberg vorbeizieht. Vielleicht ist das aber nur eine Momentaufnahme - auch der Weißburgunder "S" aus 2018 gefällt uns bei jeder Neuverkostung besser als zuvor. Noch ist es weit bis zum fünften Stern - doch am Horizont sehen wir schon etwas flimmern.*

Falstaff Wein Guide Deutschland 2021
*Wiederum eine überzeugende Kollektion stellt Christian Dautel im diesjährigen Guide vor. Dabei ist das Spektrum recht breit aufgestellt und reicht von einem mineralischen Spätburgunder-GG über Riesling und subtanzreiche Weiße der "S"-Klasse bis zu einen knochentrockenen, floralen Sekt. Als einer der wenigen selbständigen Winzer hat Christian Dautel auch Anteile an den terrassierten Steillagen des mittleren Neckars. Insofern ist unser Falstaff-Tipp auch ein Plädoyer, diese einmalige Kulturlandschaft zu erhalten. Wer etwas mehr Dichte wünscht, ist mit dem Steingrüben-GG gut bedient.*

Gault & Millau Weinguide Baden & Württemberg 2021
*Ernst Dautel als Pionier des deutschen Weins zu bezeichnen, sollte nicht zu hoch gegriffen sein. Nach seinem Austritt aus der Genossenschaft Mitte der 1970er-Jahre begann er bereits 1985 damit, rote Cuveés (damals noch eine Rarität im Ländle) in kleinen Barrique-Fässern auszubauen, und kämpfte um die Genehmigung, auch Chardonnay anbauen zu dürfen. In dieser Tradition führt sein Sohn Christian das Weingut seit 2013 in der 21. Generation fort. Die vielen Stationen seiner Ausbildung über Bordeaux und Burgund bis nach Südafrika, die USA und Australien prägen seinen Stil – am meisten merkt man wahrscheinlich die Liebe zum Burgund. Christian Dautel ist ein Winzer aus Leidenschaft mit Familiensinn, der auf die Frage nach Vorbildern zuerst seinen Vater nennt (und danach Dominique Lafon in Mersault). Naturnahes Arbeiten mit Respekt vor der Lage und Rebsorte und dem Ziel, möglichst elegante und balancierte Weine zu erzeugen, zeichnen Christian Dautels Philosophie aus.*

Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020
*Weinbau gibt es seit Anfang des 16. Jahrhunderts in der Familie, mit der Selbstvermarktung hat aber erst Ernst Dautel Ende der siebziger Jahre begonnen, nach Abschluss eines Studiums in Geisenheim. Konsequent hat Ernst Dautel seine Vorstellungen vom Wein umgesetzt, hat viel ausprobiert und ist stetig vorangekommen: Seit Mitte der achtziger Jahre baute er Weine im Barrique aus, 1988 pflanzte er Chardonnay, 1990 erzeugte er seine erste Cuvée, die Kreation Rot. Seit einigen Jahren schon wurde Ernst Dautel im Betrieb unterstützt von Sohn Christian, der ihn 2013 übernommen hat; es wurden neue Rebflächen erworben, Spätburgunder möchte Christian Dautel im Anbau forcieren. Seine Weinberge liegen vor allem in Bönnigheim (Sonnenberg) und Besigheim (Wurmberg). Der Sonnenberg besteht aus buntem Mergel, Schilfsandstein und Gipskeuper, die Großen Gewächse stammen von alten Reben im Herzstück des Sonnenbergs; mit dem Jahrgang 2014 kam ein neues Großes Gewächs hinzu, der Spätburgunder aus dem Forstberg in Oberstenfeld. Die Muschelkalkterrassen des Wurmbergs liegen am Ufer der Enz. Rote Sorten nehmen 60 Prozent der Fläche ein. Hauptrebsorten sind Riesling und Lemberger. Dazu gibt es Spätburgunder, Weißburgunder, Samtrot und Trollinger, aber auch Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weißweine werden lange auf der Feinhefe ausgebaut, die Rotweine kommen nach der Maischegärung bis zu zwei Jahren ins Barrique. Prädikatsbezeichnungen werden ausschließlich für edelsüße Weine verwendet. An der Spitze des Sortiments stehen die Weine der S-Klasse und die Großen Gewächse. Schon in der ersten Ausgabe haben wir die Weine von Ernst Dautel wärmstens empfohlen, schon damals gehörte er für uns zur absoluten Spitze in Württemberg. Seine Weine kennen wir noch viel länger, von seinen Anfängen als „wilder Barriquewinzer“, als er noch Riesling und Kerner ins kleine Eichenholzfass zwang, wenn uns die Erinnerung nicht täuscht. Er hat sich kontinuierlich gesteigert, nicht nur bei den weißen und roten Spitzenweinen, nein, auch die Basisweine sind stets von zuverlässiger Güte, und unter der Führung von Christian Dautel setzt sich dies fort. Die Rotweine sind kompromisslos vinifiziert, in ihrer Jugend oft etwas verschlossen und tanningeprägt, entwickeln sie sich sehr schön über viel Jahre hinweg: Es sind Rotweine mit Potenzial. In den jüngsten Jahren haben sie weiter an Finesse gewonnen (die Spätburgunder ebenso wie die Lemberger), zeigen manchmal feine mineralische Noten. Neben reinsortigen Weinen gibt es die erstmals 1990 erzeugte Cuvée Kreation Rot, ein Klassiker unter den deutschen Cuvées.
Kollektion
Auch mit dem Jahrgang 2018 präsentiert Christian Dautel wieder eine feine Riesling-Serie. Der Gutsriesling ist frisch, klar und zupackend, der Bönnigheimer Riesling ist fruchtbetont, strukturiert und frisch. Der Riesling vom Wurmberg zeigt intensive Frucht, ist frisch, präzise, angesichts des Jahrgangs erstaunlich schlank. Der Steingrüben-Riesling ist enorm rauchig und eindringlich im Bouquet, saftig, aber auch sehr nachhaltig. Neu ist der halbtrocken ausgebaute Schlipshälde-Riesling, der Fülle und Kraft besitzt, reife Frucht und Substanz. Der Bönnigheimer Weißburgunder ist harmonisch, reintönig und fruchtbetont, der Weißburgunder S zeigt rauchige Noten und herrlich reintönige Frucht im Bouquet, ist frisch, präzise und zupackend im Mund, lang und nachhaltig: Ein toller Weißburgunder! Der Chardonnay S ist klar, geradlinig, noch etwas unruhig und unausgewogen, hat Potenzial. Die Kreation Weiß ist fruchtbetont, klar, dabei strukturiert. Auch im roten Segment ist das Einstiegsniveau hoch, der Gipskeuper-Lemberger zeigt intensive Frucht, ist klar und zupackend. Hervorragend sind im Jahrgang 2017 die Erste Lage-Rotweine: Der Spätburgunder ist faszinierend rauchig und reintönig, frisch, zupackend und elegant, der Lemberger ist konzentrierter, aber ebenso frisch, reintönig und fruchtbetont. Die Kreation Rot ist fruchtbetont, kraftvoll, zupackend, die Jahrgänge 2014 und 2015 sind derzeit präsent, harmonisch, immer noch jugendlich. Der Michaelsberg-Lemberger ist duftig, würzig, rauchig, lebhaft und zupackend. Der Forstberg-Spätburgunder besitzt gute Struktur, reintönige Frucht und Frische, der Schupen ist intensiver, druckvoller, herrlich eindringlich und reintönig – beide 2014er präsentieren sich derzeit in blendender Form, sind beide noch recht jugendlich.*

Falstaff Wein Guide Deutschland 2020
*Müsste man sich für einen Wein aus dieser hochkarätigen Kollektion entscheiden, fiele die Entscheidung schwer: Da ist das kultivierte Riesling-GG, das uns eine Empfehlung wert ist. Da ist der kraftvoll-würzige und mineralisch geerdete Lemberger aus dem Michaelsberg, der zu den besten in Württemberg zählen kann. Aber da sind vor allem die burgundischen Sorten, mit denen Christian Dautel mächtig beeindrucken kann: Die komplexen und geschliffenen Spätburgunder bewegen sich auf hohem Niveau, der mineralisch grundierte Chardonnay "S" ist eine Klasse für sich.*

Vinum Weinguide Deutschland 2020
*Christian Dautel muss grandiose 2017er Rotweine im Keller haben, wenn man vom Gipskeuper Lemberger als ersten Ausblick auf den gesamten Jahrgang schließen darf: Dieser schlichte Ortswein ist eine seidige, mit größtem Fingerspitzengefühl vinifizierte Diva! Doch auch schon die 2016er sind sehr gut gelungen. Der Lemberger GG ist eine stolze, herbwürzige Persönlichkeit. Bei den vorzüglichen Großen Gewächsen vom Spätburgunder hat für uns der Forstberg komplex aufgefächert und mit feiner Energie und Tiefe eine Winzigkeit die Nase vorn vor dem etwas saftigeren und dichteren Schupen. Der Sonnenberg Spätburgunder ist ein feiner, unaufgeregter Wein mit schöner Lebhaftigkeit im Finish. Bei den Rieslingen zeigt der Wurmberg kühle mineralische Rasse und das Große Gewächs noble, in sich ruhende Größe und komplex verwobene Persönlichkeit. Wie immer ein besonderes Vergnügen ist der Vergleich der S-Klasse von Weißburgunder und Chardonnay, beide sehr burgundisch in der Art mit toll integriertem Holz, Ersterer mit präziser Balance und Schliff, Letzterer mit mehr Frucht und Körper.*

Gault & Millau Weinguide Deutschland 2020
*Wenn es um die besten Winzer – nicht nur in Württemberg, sondern in ganz Deutschland – geht, darf er nicht fehlen: Christian Dautel. 2013 hat der heute 34-jährige Winzer den Betrieb von seinem Vater übernommen. In dem Familienweingut mit über 500 Jahren Tradition hatte sich bereits der Senior Ernst Dautel einen großen Namen gemacht für Cuvées, große Rotweine und im Barrique gereifte Weine – er gehörte damit zu den Pionieren in Deutschland. Sein Sohn Christian hat einen schönen Satz geprägt: „Auf unserem Weingut hat Innovation Tradition.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf. Der charismatische Junior hat neben seinem Studium in Geisenheim auch tolle internationale Erfahrungen sammeln können, unter anderem in Bordeaux, Österreich, Südafrika und den USA. Am meisten geprägt hat ihn vielleicht seine Zeit bei Dominique Lafon im Burgund. Wenn man den aktuellen Chardonnay „S“ von Dautel verkostet, ist die burgundische Handschrift nicht zu verleugnen. Der charaktervolle Chardonnay zeigt eine absolut perfekte Ausgewogenheit zwischen Säure, gekonntem Holzeinsatz, Mineralität, Grip und Zukunftspotenzial. Man darf es gar nicht laut sagen, aber im Burgund würde man für diese Qualität mindestens den dreifachen Preis bezahlen… Ähnlich verhält es sich mit Christians Steckenpferd: Pinot Noir. Der 2016er Spätburgunder Schuppen strotzt nur so vor Mineralität, hält perfekt die Balance zwischen Frucht und Holz und präsentiert sich subtil. In der Lage Kalkschuppen stehen die Spätburgunder-Reben auf dem kalkhaltigsten Boden des Weinguts. Noch etwas reduktiver, mit fast schmerzhafter Mineralität sowie unglaublichem Potenzial für die Zukunft ausgestattet, ist der 206er Spätburgunder Forstberg. Bei derartiger Qualität leuchten auch die Augen von Lehrmeister Dominique Lafon.
Die typische Württemberger Spezialität Lemberger bekommen Sie kaum irgendwo auf einem so hohen Niveau wie hier. Schon vor 30 Jahren nahm sich Vater Ernst dieser Sorte ganz besonders an. Der 2016er Lemberger Sonnenberg bringt beerige Frucht ohne Ende und gibt dem Wein einen regelrechten Trinkfluss. Der 2016er Lemberger Michaelsberg tritt noch etwas graziler auf, mit noch mehr Gewürzen und großem Potenzial für die nächsten Jahre, eher Jahrzehnte. Wer solch ein Händchen hat für feine und geschliffene Weine, der kann natürlich auch Riesling. Vor allem aus der spektakulären Lage Besigheimer Wurmberg spürt man die Geradlinigkeit – fast Kargheit – gepaart mit enormer Langlebigkeit oder beim Bönnigheimer Steingrüben die Tiefgründigkeit, Komplexität und Kräutrigkeit.
Wirklich lohnenswert ist ein Blick auf die Homepage von Christian Dautel. In einem kleinen Film wird deutlich wie extrem steil teilweise ihre Lagen sind – einfach sehr beeindrucken! Im Gespräch mit Christian Dautel merkt man sehr schnell, dass Wein definitiv seine Berufung ist. In diesem Zusammenhang gibt es kein einziges Thema, das für ihn nicht von Interesse wäre. Er legt viel Wert auf den Austausch mit befreundeten Winzern und arbeitet auch gern mit ihnen zusammen. Ein wirklich witziges Projekt hat Christian mit seinem Kollegen Markus Drautz vom Weingut Drautz-Able gemacht: Traubentausch. Seit jeher besitzt Christian Dautel keinen Sauvignon Blanc und Markus Drautz keinen Chardonnay. Kurzerhand haben sie jeweils 700 kg der Trauben getauscht, und natürlich mit ihrer ganz eigenen Handschrift ausgebaut. Ein tolle Idee mit einem überzeugenden Ergebnis.
Über viele Jahre waren das Weingut Dautel für seine eigene Qualitätseinteilung mit zwei bis vier Sternen bekannt. Ihre Qualitätseinteilung in Sterne ist allerdings seit der Aufnahme in den VDP allerdings der verbandseigenen Qualitätspyramide gewichen. So weist das Dautel´sche Portfolio heute auch Gutswein, Ortswein und so weiter auf, ergänzt um die langjährige „S“-Linie die für „Selektion“ steht.*

Gegründet: 1510
bewirtschaftete Fläche: 13ha
Auszeichnungen: VDP, Deutsches Barrique Forum
Kellermeister: Christian Dautel
Besitzer: Christian Dautel
Webseite: www.weingut-dautel.de
Anschrift: Lauerweg 55, DE 74357 Bönnigheim

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