Weingut Heid

Weingut Heid Fellbach ist ein kleines Städtchen an der nordöstlichen Stadtgrenze Stuttgarts. Seit vielen hundert Jahren wird im Ort Weinbau betrieben. Zu den bekanntesten Lagen gehört der „Lämmler“ und der „Goldberg“ die beide am Hausberg Fellbachs, dem Kappelberg liegen. Fellbach war vor der Industrialisierung fast ausschließlich als Weinbauort bekannt, heute spielt der Weinbau in der kulturellen Prägung der Stadt nach wie vor eine große Rolle. Neben den weithin bekannten Genossenschaften gibt es heutzutage auch hervorragende unabhängige Winzer in Fellbach. So wie die Familie Heid, die vor langer Zeit ganz klein als Winzerfamilie anfing. 1699 kam Markus Heids Vorfahr Jakob Melchisedec Heid von Heilbronn nach Fellbach, um seine ersten eigenen Weinberge zu bewirtschaften. Markus Heid ist heute bereits die 10. Generation der Familie Heid in Fellbach. Nur 11 Hektar bewirtschaftet der Chef mit seinen Mitarbeitern. Die Rebstöcke stehen auf Böden aus Keuper mit teilweise sandigen Anteilen, in den tieferen Lagen auch auf Lößlehmböden. Den größten prozentualen Anteil im Rebspiegel hat der Riesling mit 23%, dicht gefolgt vom Trollinger mit beachtlichen 18%. Außerdem pflegt Markus Heid noch Sauvignon blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Syrah, Pinot Meunier, Spätburgunder, Regent, Merlot, Portugieser und Dornfelder – ein Füllhorn an Rebsorten also und bei aller Liebe zur geradlinigen Stilistik, kann man im Weinberg schon von großer Vielfalt sprechen. Alle Weinberge, die sich hauptsächlich in den Lagen Fellbacher Goldberg und Fellbacher Lämmler befinden, werden ökologisch bewirtschaftet. Dieser Art des Arbeitens fühlt sich Markus Heid verpflichtet, denn bei ihm soll sich jeder einzelne Rebstock beim Gedeihen wohlfühlen. Dafür trägt er auch persönlich Sorge: der Vollblutwinzer ist selbst mit in den Weinbergen unterwegs und fungiert quasi als Inhaber, Kellermeister und Außenbetriebsleiter in Personalunion. Alle Daten seiner Weine hat er im Kopf, ein Perfektionist, der genaue Vorstellungen von der Stilistik seiner Weine hat. Und so zieht sich eine klare Linie durch das Sortiment, von der Basis bis zu den Flaggschiffen. Die schwäbische Paraderebe, der Trollinger schwingt sich hier zur Höchstform auf, mit unerwarteten Aromen, typischerweise schlank und leicht verständlich in der Aromatik, aber nie eindimensional oder langweilig. Schwäbische Winzerkunst vom Feinsten.


Vinum Weinguide Deutschland 2023
*Wiederum eine ausgesprochen stimmige und erfolgreiche Kollektion von Markus Heid. Vor allem auch die Mittelklasse der Goldberg-Weine aus Erster Lage ist auffallend homogen. Der Riesling hat hierbei kristallin-mineralischen Schliff, der Sauvignon Blanc zeigt lebhafte Rasse, der Spätburgunder hat attraktiven Himbeerduft und der Lemberger ist charmant mit klug gezügelter Holzwürze. Bei den Steinmergel-Weinen ist der Riesling-Sauvignon-Blend mit zitrusfrischer Rasse ein Klassiker des Hauses, der Grau/Weiß hat schöne Balance von Ausdruck und Frische. Der Syrah zeigt die eher fruchtbetontere Seite dieser Rebsorte. In der Spitze bestätigt der Riesling GG aus dem Pulvermächer die Lagentypizität mit stahliger Zitrusfrucht und knackiger Rasse. Der Lämmler Spätburgunder hat floral-würzige Duftigkeit und feingliedrigen Körper. Das Große Gewächs vom Lemberger ist mit Fingerspitzengefühl balanciert und hat samtiges Tannin. Brillanter Schliff charakterisiert den Weißburgunder Melchisedec. *

Gault & Millau Weinguide Deutschland 2023
*Markus Heid hat sich als Autodidakt ins Weinmachen hineingefuchst und aus dem elterlichen Mischbetrieb ein VDP-Weingut gemacht. Aus dem Fellbacher Lämmler und dem Stettener Pulvermächer kommen Große Gewächse - Lemberger, Pinot Noir und Riesling sind die Protagonisten. Die Melchisedec-Weine, benannt nach einem Vorfahren, sind Cuvées und Rebsorten auf höchstem Niveau. Die bereits seit 2007 biologisch bewirtschafteten Parzellen werden streng getrennt ausgebaut, egal wie klein sie sind.*

Falstaff Wein Guide Deutschland 2023
*Mit seinen Rotweinen bewegt sich Markus Heid in Richtung 4-Sterne-Niveau, seine Großen Gewächse vom Spätburgunder und Lemberger zählen schon zur Württemberger Spitze, der Lemberger aus dem Fellbacher Goldberg ist herrlich ungekünstelt, mit griffigem Tannin und klarer Brombeer-Frucht - unser Tipp. Die Weißweine sind eher leise, mit angenehmem Understatement, dabei fein und gekonnt balanciert, wie etwa der Weißburgunder „Melchisedec“ mit weicher Textur und feiner Würze. Der jugendlich-verschlossene Riesling aus dem Pulvermächer wird sein Potenzial noch freigeben. *

Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2022
*Das Weingut Heid ist aus einem ehemaligen Gemischtbetrieb entstanden, der neben Weinbau vor allem Obstbau betrieb. Markus Heid übernahm das Weingut 1996 von seinen Eltern. Er setzte verstärkt auf Qualität und ging "weg von der Literflasche und vom Trollinger", der bei seiner Betriebsübernahme über die Hälfte der Weinberge einnahm. Seine Weinberge liegen vor allem in Fellbach in den Lagen Goldberg und Lämmler, hinzu kommen weitere Parzellen im Remstal, vor allem in Stetten (Pulvermächer) und in Neustadt. Drei Viertel seiner Weinberge sind mit roten Reben bepflanzt, vor allem Lemberger, Trollinger und Spätburgunder, aber auch St. Laurent und Syrah, sowie ein klein wenig Cabernet Mitos, Regent, Cabernet Dorio, Cabernet Dorsa, Merlot und Samtrot. Wichtigste Weißweinsorte ist Riesling. Zuletzt hat er Sauvignon Blanc und Johanniter gepflanzt, auch Silvaner findet man noch bei Markus Heid im Anbau. Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet (Ecovin). Die Weißweine werden kühl und langsam vergoren und ebenso wie Trollinger und Rosé lange auf der Feinhefe ausgebaut. Die Weine wurden bisher mit einer bis drei Trauben klassifiziert, mit der Aufnahme in den VDP hat Markus Heid das System angepasst in Gutsweine, Ortsweine (Steinmergel) und Lagenweine, an der Spitze stehen die Großen Gewächse aus Lämmler und Pulvermächer, sowie Große Reserve-Weine wie die Cuvée M, die nach Melchisedec Heid benannt ist, der 1699 von Heilbronn nach Fellbach zog. Sie bestand früher aus Lemberger und Spätburgunder, manchmal auch etwas Regent und Cabernet Mitos, in den letzten Jahrgängen gesellten sich aber Syrah und St. Laurent zum Lemberger. Seit dem Jahrgang 2015 trägt auch der Sauvignon Blanc den Zusatz Melchisedec. Die roten Gutsweine werden 4 bis 8 Monate in gebrauchten Barriques ausgebaut, die Ortsweine kommen 7 bis 11 Monate teils in gebrauchte, teils in neue Barriques, die Lagenweine schließlich bleiben 15 bis 22 Monate Barrique, bei hohem Neuholzanteil. Die Weißweine werden überwiegend im Edelstahl ausgebaut, etwas Sauvignon Blanc und Riesling auch im Holz. Als wir in der ersten Ausgabe die Weine von Markus Heid empfahlen, waren er und das Weingut weitgehen unbekannt. Seither hat er uns Jahr für Jahr mit sehr guten Kollektionen erfreut, nicht nur mit kraftvollen Rotweinen, die den größten Anteil seiner Produktion ausmachen, auch mit fülligen, fruchtintensiven Weißweinen von Riesling und Sauvignon Blanc vermochte er uns immer wieder zu überraschen. Markus Heid hält Jahr für Jahr sein hohes Niveau, in der Basis ebenso wie in der Spitze. Die Guts- und Ortsweine setzen ganz auf Frucht und Frische, die Lagenweine sind deutlich konzentrierter, aber immer auch frisch und lebendig, Komplexität und Eleganz sind Markus Heid wichtiger als schiere Kraft oder gar Alkohol, das gilt für die Weißweine ebenso wie für die Roten, die Weine sind in den letzten Jahren zunehmend präziser und druckvoller geworden.
Kollektion
Vier Rotweine hat Markus Heid uns dieses Jahr gezeigt, zwei Erste Lage-Weine aus dem Goldberg und zwei Große Gewächse aus dem Lämmler, alle vier sind hervorragend. Die beiden Goldberg-Weine haben sich einem Smiley verdient, der Lämmler-Lemberger spielt ganz vorne mit in der Lemberger-Schlussverkostung und der Spätburgunder aus dem Lämmler hat im Durchschnitt aller Verkoster die höchste Bewertung erhalten in unserer bundesweiten Spätburgunder-Schlussverkostung. Großartige Weine! Der Goldberg-Lemberger zeigt reintönige Frucht, feine Frische, ist klar, frisch und präzise, besitzt gute Struktur und Druck. Der Lämmler-Lemberger zeigt intensive Frucht ist faszinierend reintönig, zeigt dezent florale Noten im Hintergrund, ist zupackend und druckvoll. Auch beim Spätburgunder ist es wie beim Lemberger, der Lämmler ist ebenso reintönig und präzise wie der Wein aus dem Goldberg, weist aber noch mehr Komplexität auf, der Lämmler ist ebenfalls ganz leicht floral, herrlich nachhaltig. Stark sind aber auch die Weißweine. Der Gutsriesling ist würzig, frisch, zupackend, der Silvaner besitzt reintönige Frucht, feine Frische und Grip, die Cuvée aus Grauburgunder und Weißburgunder ist geradlinig und zupackend, was auch für die Riesling-Sauvignon-Cuvée gilt. Der Sauvignon Blanc ist offensiv, präzise, schlank, der Weißburgunder reintönig, kraftvoll, noch jugendlich, der Goldberg-Riesling ist rauchig und druckvoll. Große Klasse ist der Wein aus dem Pulvermächer, ist füllig, saftig, fruchtbetont, komplex und lang. Tolle Kollektion! *

Vinum Weinguide Deutschland 2022
*"Well done!", haben wir auf den Berichtszettel nach der diesjährigen Verkostung von Markus Heids Weinen geschrieben. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die empfehlenswerte Mittelklasse aus dem Goldberg richten: Der Riesling hat brillanten Schliff und strahlende Frucht, der Sauvignon zeigt feine Länge mit pikantem Finish. Der Pinot Noir ist lebhaft mit feinwürziger Himbeerfrucht, charmantes Spiel zeigt der samtig-feine Lemberger. Doch auch die Steinmergel-Weine sind stimmig. Süffig und belebend ist der Riesling, attraktiv und harmonisch der weiße Burgunderblend, und mit rassig-erfrischender Zitrusfrucht gefällt die Liaison von Riesling mit Sauvignon. An der Spitze steht der Weißburgunder Melchisedec mit feinfühligem Holzeinsatz, subtil-cremiger Textur, balanciertem Gewicht - nicht zu laut, aber fein. Und da sind natürlich die Großen Gewächse: kühle, stahlige Rasse beim Riesling, dezent-würzige Brombeerfrucht und wunderbar samtiges Tannin beim Lemberger sowie feingliedrig und transparent aufgefächerte Art beim Spätburgunder. *

Falstaff Wein Guide Deutschland 2022
*Markus Heid präsentiert erneut eine starke Kollektion, vor allem die Rotweine begeistern uns, einziges Problem - wir können uns nicht entscheiden, welcher die Nase vorn hat: Der Lemberger oder der Spätburgunder, beide aus dem Fellbacher Lämmler? Fest steht: Beide sind dem Biowinzer toll geglückt. Besonders schätzen wir, dass diese komplexen Roten bei aller Dichte und Kraft über viel Spannung und wunderbaren Trinkfluss verfügen. Die schwäbische Weisheit "Om´s nomgugga isch´d Flasch leer" (auf Hochdeutsch: "Ehe du dich versiehst, ist die Flasche leer") gilt hier auf jeden Fall.*

Falstaff Wein Guide Deutschland 2021
*Schon letztes Jahr zeigte Markus Heid mit seinem Weingut eine starke Leistung. Die konnte er mit dem neuen Jahrgang nicht nur halten, sondern sogar noch ein weiteres Schippchen drauflegen. Besonders die 2018er Rotweine sind eine Klasse für sich, gerade das ausgezeichnete Spätburgunder-GG. Dabei zieht sich ein weingutseigener Stil durch das gesamte Portfolio. Matte und alkohollagige Brummer gibt es hier nicht. Stattdessen verfügen die Weine über Biss und innere Spannung, die bekunden: "Hallo, hier ist Leben!" Die Spitzenexemplare fügen der ganzen Pikanz noch eine elegante Note hinzu.*

Gault & Millau Weinguide Baden & Württemberg 2021
*Bereits in der 10. Generation betreibt Markus Heid das Familienweingut in Fellbach. Aus dem bäuerlichen Mischbetrieb der Eltern wurde unter Heids Leitung das heutige Weingut 2013 in den Kreis des VDP aufgenommen. Der Rotwein steht im Mittelpunkt, vor allem Lemberger und Pinot Noir haben es dem gelernten Weinbautechniker angetan. Bereits seit 2007 arbeitet Heid biozertifiziert, er legt Wert auf Handarbeit und baut seine Weine nach Parzellen getrennt aus, getreu seinem Motto „klein, aber fein“. Seit 2018 widmet sich Heid außerdem einem zweiten Projekt: Zusammen mit Lukas Herrmann hat Heid das ehemalige Weingut Meuschel in Kitzingen gekauft und produziert nun unter dem neuen Namen Gut Wilhelmsberg auch fränkische Weine.*

Gegründet: 1699
bewirtschaftete Fläche: 11 ha
Kellermeister: Markus Heid
Besitzer: Markus Heid
Webseite: www.weingut-heid.de
Anschrift: Cannstatter Str. 13/2, DE 70734 Fellbach

Artikel dieses Produzenten

2021 Weingut Heid - Sauvignon Blanc Goldberg VDP.Erste Lage
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2021 Weingut Heid - Riesling PUR
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2021 Weingut Heid - Pinot Noir Goldberg VDP.Erste Lage
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