Lombardei

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2019 Nino Negri - Sfursat Sforzato di Valtellina DOCG
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Lombardei - Italien

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Lombardei - Italien

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Das Anbaugebiet:

Lombardei

Lombardei

Wenn man den Begriff „Lombardei“ hört, ist Weinbau wohl nicht das Erste, an das man denkt. Die Region im Norden Italiens mit ihrer Metropole und Hauptstadt Mailand gilt als der industrielle Motor und das finanzielle Zentrum des Landes. Dazu kommt, dass in der weiten Ebene des Flusses Po der Obst- und Gemüseanbau sowie die Viehhaltung einen größeren Stellenwert haben als der Weinbau. Außerdem hat die Weinmarke Lombardei kein genuines Zugpferd, wie zum Beispiel der Barolo aus dem Piemont oder der Chianti aus der Toskana.

Dennoch hat diese flächenmäßig große Region trotz seiner nur ca. 25.000 Hektar Rebfläche viel zu bieten. Nur muss man genauer hinschauen und die Lombardei unterteilen. Das fängt bei der Topographie an: der Norden ist bestimmt vom Alpenmassiv und den großen Gewässern Gardasee, Comer See, Luganer See und Lago Maggiore, während der Süden von der Po-Ebene geprägt ist, bevor es an der südwestlichen Grenze zur Emilia-Romagna wieder etwas hügeliger wird. Dieses Landschaftsbild in Kombination mit dem Klima (im Winter kann es richtig kalt werden in der Ebene; nicht so ideal für Reben) und der sozio-ökonomischen Situation in und um Mailand sorgt dafür, dass sich der Weinbau an den Rändern der Region wiederfindet. Und so kommt es, dass wenn von der Lombardei die Rede ist, man quasi von mindestens drei, eher vier verschiedenen Anbaugebieten spricht.

Ganz im Norden, in der Provinz Sondrio, im Tal des Flusses Adda, befindet sich das Weinbaugebiet Valtellina. Zwischen den Bergamasker - und den Bernina Alpen wird im engen Tal in Süd-Hanglage, meistens terrassiert, Nebbiolo (das lokale Synonym: Chiavennasca) angebaut. Die kalkhaltigen Böden haben eine gute Wasserdurchlässigkeit, die tieferen Bodenschichten dafür eine gute Wasserpeicherfähigkeit. Dazu kommt der mildernde Einfluss des Comer Sees im Westen, so dass diese anspruchsvolle Rebsorte hier wunderbar gedeihen kann. Im Großen und Ganzen sind diese Weine ein bisschen würziger und heller als ihre Verwandten aus dem Piemont, aber mit zwei DOCG-Weinen hat man in der Spitze Vertreter, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen: zum einen den Valtellina Superiore, dessen Trauben nur aus den besten Lagen kommen dürfen und der Wein mindestens zwei Jahre lagern muss – davon eins im Holzfass – bevor er auf den Markt kommen darf. Zum anderen der Sforzato di Valtellina (Sfursat), bei dem die Trauben – ähnlich einem Amarone – vorher getrocknet werden, was die Dichte und Fülle des Weins erhöht. Beide Weine gehören mit zum Besten, was die Lombardei zu bieten hat. Ebenso wie im Piemont gilt: ein Nebbiolo braucht Zeit. Ein paar Jahre Reife auf der Flasche und das fruchtige, florale Bouquet kommt erst richtig zur Entfaltung.

Kleine Randnotiz: in der Schweiz, zu der das Tal historisch lange Zeit gehörte, heißt die Region Veltlin, so dass die Weine auch Veltliner genannt werden. Mit der österreichischen, weißen Rebsorte hat das aber nichts zu tun.
Die zweite Unterzone befindet sich – geografisch fast entgegengesetzt – südlich der Stadt Pavia an der Grenze zur Emilia-Romagna und nennt sich Oltrepò Pavese. Es ist die Region mit der größten Anzahl an Reben in der Lombardei (ca. 16.000ha). Es sind sechs rote und acht weißen Rebsorten zugelassen, da ist von Schaumwein über Weißweine und Rosés bis hin zu Rotweinen sehr viel möglich, was sich dann in vielen unterschiedlichen Cuvées manifestiert. Doch das einzige DOCG-Produkt zeigt auf, welche Rebsorte am meisten Profil besitzt: der Oltrepò Pavese Metodo Classico DOCG ist ein in der Flasche vergorener Schaumwein, der zu 70% aus Pinot Nero bestehen muss. Und auch mit dem reinsortigen Pinot Nero dell’Oltrepò Pavese DOC versucht man sich als „Terra di Pinot Nero“ zu etablieren. In Italien hat das quasi schon funktioniert, jetzt muss die Welt es noch lernen.

Bei der dritten Subzone muss man eigentlich wieder eine Unterteilung vornehmen, da sie sich über den ganzen Osten der Lombardei erstreckt. Fängt man im Südosten an, dann redet man vom Lambrusco Mantuvano DOC, der – wie der Name schon verrät – ein Schaumwein ist und in der Provinz Mantua angebaut und gekeltert wird. Die Nähe zur Emilia-Romagna lässt sich nicht verleugnen. Die nächste Station nordwärts ist dann der Gardasee. Und hier kommen wir ins Land des Luganas, gewonnen aus der weißen Rebsorte Trebbiano. Dieser meist fruchtige, unkomplizierte und sanfte Charmeur genießt ein hohes Ansehen unter Konsumenten weltweit. Die Lugana DOC ist auf zwei Regionen aufgeteilt: Die Weinberge südlich des Gardasees zählen zur Lombardei, während das komplette Ostufer zum Veneto gehört.

Geht man vom Gardasee nach Nordwesten, in den Großraum Brescia, südlich des Lago d’Iseo, kommen wir in ein Anbaugebiet, das in Italien einen sehr hohen und in der Welt einen steigenden Stellenwert besitzt: der Franciacorta, Italiens Schaumweingebiet an sich. Diese auch in der Gastronomie renommierten Schaumweine sind das italienische Äquivalent zu Champagnern und werden aus Chardonnay und Pinot Nero hergestellt. Anders als in Frankreich ist Pinot Bianco auch erlaubt. Der Lago d’Iseo wirkt sich gerade im Winter als Temperatur-ausgleichend auf das Klima aus, was die Region für diese Rebsorten zum idealen Anbaugebiet macht. Die Qualitätsstandards sind sehr hoch, was sich auch in der allgemeinen Qualität der Produkte widerspiegelt und die steigende weltweite Aufmerksamkeit rechtfertigt. Übrigens: viele Winzer vor Ort mögen es nicht, wenn man ihre Produkte „Schaumweine“ (ital. Spumante) nennt. Der Begriff Franciacorta wurde nicht umsonst gemünzt und betont die Unterschiedlichkeit zu anderen Spumante des Landes.

Und zu guter Letzt gibt es noch ein kleines Anbaugebiet nördlich von Bergamo, bevor die Alpen in den Himmel ragen: die Terre di Colleoni. Meist mit internationalen Rebsorten bestockt, sticht in diesem kleinen Gebiet eigentlich nur ein Wein richtig hervor, nämlich ein Passito aus der roten Muskatellersorte Moscato di Scanzo DOCG. Auf nur 30ha angebaut, werden die Trauben nach der Ernte für mindestens drei Wochen getrocknet bevor sie vergoren werden und dann mindestens zwei Jahre in Stahltanks (Holzfässer sind nicht erlaubt) reifen. Es handelt sich um einen Süßwein, der nicht allzu süß ist und der zum Dessert leicht gekühlt serviert werden sollte. Als vino da meditazione darf er auch wärmer sein.
Dieser kleine Abriss zeigt auf, wie vielfältig das Weinland Lombardei doch ist. Das kann man als Nachteil auslegen, da es kein einstimmiges, nach außen getragenes Profil gibt. Aber wir bevorzugen es, die Vielfalt hoch leben zu lassen und uns täglich neu von ihr überraschen zu lassen. Denn bei dieser Auswahl wird es nicht so schnell langweilig!

Geographische Lage: 45.46079 / 9.18425
Vorwiegende Rebsorten: Barbera, Nebbiolo, Pinot Nero, Chardonnay, Pinot bianco, Trebbiano
Anbaufläche: ca. 27.000 ha

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