Schloßgut Hohenbeilstein

Schloßgut Hohenbeilstein Vor allem am Neckar, der großen Lebensader des Weinbaugebietes Württemberg, wird intensiv Weinbau betrieben. Die Ausläufer Württembergs reichen allerdings bis ins Taubertal im Nordosten, sowie an den Bodensee, wo kleine Weinbauinseln zwischen Friedrichshafen und Lindau liegen. Der Neckar spielt deshalb eine so große Rolle, da das Klima, im Gegensatz zum Beispiel zur Pfalz, relativ kühl ist. Die regulierende Wirkung des Flusses ist unverzichtbar für die Winzer, jedenfalls noch, denn der Klimawandel macht auch vor den Schwaben nicht halt.

Im nördlicheren Bereich von Württemberg, zwischen Heilbronn und Ludwigsburg, an der östlichen Seite des Neckars, liegt der kleine Ort Beilstein. Hierhin zog es den gebürtigen Remstäler Eberhard Dippon, der in der Heimat noch einen gemischt landwirtschaftlichen Betrieb geführt hatte. Seine Trauben gab er bei der Genossenschaft ab. Durch seinen Großvater, der als Mitglied des Landtags Grundstücke und Immobilien schätzte, wurde Eberhard Dippon auf das Anwesen Hohenbeilstein aufmerksam. Mit Hilfe der ganzen Großfamilie kaufte er schließlich 1959 die Gebäude nebst dem Burgberg, um dort sein eigenes Weingut aufzubauen. Auch sein Sohn Hartmann Dippon begeisterte sich für das Familienweingut. Er war es, der aus der Überzeugung aus Liebe zur Natur und aus Verantwortung für kommende Generationen, im Jahr 1987 mit der Umstellung auf ökologischen Weinbau begann. Eine Pionierleistung, denn die Umstellung begann zu einer Zeit, da ökologische Weinbauern noch ein Bio-Zausel-Leinen-Charme umwehte. Heute liegt das Schlossgut Hohenbeilstein mit dieser Einstellung voll im Zeitgeist. 1991 übernahm Hartmann das Weingut von seinem Vater, 1994 war dann die Umstellung auf Öko-Weinbau abgeschlossen. Sein Gut zählt zu den Top-Betrieben Württembergs und zu den besten biologisch arbeitenden Betrieben Deutschlands. Der alte "Langhans", der mächtige Burgfried aus dem 12. Jahrhundert, weist den Weg zum Hohenbeilsteiner Schlosswengert, der bekannten Steillage des Schlossweingutes. Ein grüner Rebteppich zieht sich den steilen Hang bis zum Schloss hinauf. Im Keller treffen sich die Moderne mit Beton, Kacheln und Edelstahl mit der Vergangenheit in Form des uralten Gewölbekellers, in dem die Barriquefässer lagern.

Die Rotweine sind auch der ganze Stolz von Hartmann Dippon. Besonders den Lemberger hat er in sein Herz geschlossen. Rotwein und Holzfass gehört für den weitgereisten Winzer einfach zusammen. Der Wein braucht diese Freiheit zum Atmen, sagt er, diese Offenheit, um sich zu entfalten, das gibt ihm Tiefe und Charakter.

Nach einigen Jahren Zusammenarbeit mit seinem Vater und verschiedenen Auslandsaufenthalten, leitet er nun das Bio-Weingut in der 3. Generation, inzwischen bereichern 4 Kinder das Familienleben. Weiterhin wird Joscha unterstützt von seinem Vater und der Mama, die sich immer um alle kümmert und diverse Aufgaben im Hintergrund übernimmt. Mit je 140% zusätzlicher Unterstützung durch zwei Winzer im Außenbetrieb und 2 Damen in Büro und Vinothek.
Fachlich und familiär sind die Dippons also sehr gut für die Zukunft gerüstet, und wir sehen neuen Jahrgängen mit Spannung entgegen.

Die 14ha Rebfläche, davon 2,5 ha terrassierte Steillagen, sind auf Keuperböden gepflanzt.
Je ein Viertel Trollinger und Riesling, des weiteren Lemberger, Samtrot und Schwarzriesling (je 10 %), Kerner und Weißburgunder (je 5 %), Muskattrollinger, Silvaner, Johanniter u.a. bilden den Rebspiegel. Seit Kurzem gibt es einen Eventraum in der alten Kelter, der in großer Eigenleistung umgebaut wurde. Jetzt kann man in einem wunderbaren Ambiente betrieblich oder privat Weinproben, Feiern oder dergleichen durchführen.

Vinum Weinguide Deutschland 2023
*Beim Öko-Pionier ist der Muscaris ein schöner Apéro mit blumiger Rasse. Der Cabernet Blanc hat betont pflanzliches Aroma, der Weißburgunder ist klar und frisch. Stimmig mit rieslinghafter Art ist der Johanniter. Der Riesling Kabi gefällt bei niedrigem Alkohol mit dennoch feiner Stoffigkeit. Der Spätburgunder hat reife Frucht und Wärme, der Lemberger J ist mit langem Ausbau jetzt in schöner Trinkreife. Die Cuvée Mathilde ist ein guter Allrounder, die Cuvée Vollmöller ist harmonisch mit dezenter Würze. Der Spätburgunder GG kann mit Würze und Intensität den hohen Alkohol durchaus einbinden. *

Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2022
*Eberhard Dippon erwarb 1959 das von Kommerzienrat Robert Vollmöller gegründete Gut, 1987 begann er mit der Umstellung auf ökologischen Weinbau, seit 1990 führt sein Sohn Hartmann Dippon den Betrieb, seit 1994 ist das Weingut komplett auf ökologischen Weinbau umgestellt, Hartmann Dippon ist Mitglied bei Naturland. Seit 2014 arbeiten Sohn Joscha und Tochter Elske voll im Betrieb mit, zum 1. Juli 2019 hat Joscha Dippon den Betrieb übernommen. Der zum Teil terrassierte Hohenbeilsteiner Schlosswengert gehört der Familie im Alleinbesitz. Am Eingang zur Burg ist ein Lehrweinpfad mit pilzresistenten Rebsorten angelegt. Neben klassischen Württemberger Rebsorten wie Trollinger, Riesling, Lemberger, Spätburgunder, Weißburgunder, Silvaner, Samtrot oder Muskattrollinger werden Cabernet-Neuzüchtungen angebaut, aber auch pilzresistente Rebsorten wie Regent, Cabernet Blanc und Johanniter. Das Sortiment ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und die Großen Gewächse aus den Filetstücken des Schlosswengerts.
Kollektion
Eine starke Kollektion präsentiert Joscha Dippon auch in diesem Jahr. Der nicht dosierte Pinot-Sekt besitzt feine Frische und Frucht. Aus Riesling und Weißburgunder besteht die Cuvée Mathilde, sie ist geradlinig, besitzt feine süße Frucht. Der Beilsteiner Riesling zeigt feine Würze und Frische im Bouquet, ist zupackend und klar im Mund, der Riesling Kabi besitzt feine süße Frucht und Grip. Unser Riesling-Favorit ist der Wein aus der Amphore, der intensiv ist, würzig und duftig, ein wenig streng, viel Kraft im Mund besitzt, gute Struktur und Biss. Der Weißburgunder Großes Gewächs zeigt rauchige Noten im Bouquet, dezent Vanille, besitzt Fülle und Kraft, reife Frucht und gute Struktur. Sehr gutes Niveau zeigen die Rotweine, der Spätburgunder Edition ist wunderschön klar und zupackend, der Lemberger Edition Fülle und Kraft, etwas florale Noten, der "dry aged", von getrockneten Trauben, besitzt viel Duft, Tannine und Biss, das Große Gewächs zeigt Röstnoten und Toast, besitzt gute Struktur und Grip. *

Vinum Weinguide Deutschland 2022
*Württembergs Biopionier hat einige wirklich interessante Verkostungserlebnisse zu bieten. So zum Beispiel die beiden Spätburgunder Silberling, traditionell im besten Sinne und mit dreijährigem Ausbau: Feinwürzige Transparenz zeigt der 2016er, rauchig-komplexe Frucht und immer noch vitales Säurespiel der 2014er. Auch der Riesling-Amphorenwein lohnt die Verkostung mit schönem Biss, Grip und markanter Würze, aber nicht mit übertriebener "Wildheit". Federleicht, aber dennoch präsent und mit fruchtig-saftiger Süße ist der Riesling Kabinett. Eine nur schwer mit Punkten zu erfassende Verkostungserfahrung bietet der Lemberger Dry Aged aus getrockneten Trauben mit gewisser Tresternote in der Frucht und durch Griffigkeit in der Struktur balancierter Süße. *

Gault & Millau Weinguide Baden & Württemberg 2021
*Biodiversität im Weinberg – die gab es bei den Dippons schon lange, bevor sie zum Zauberwort wurde. Seit 33 Jahren bewirtschaftet die Familie die Reben des Schlossguts Hohenbeilstein nach ökologischen Kriterien. Joscha Dippon setzt fort, was sein Vater Hartmann seinerzeit anstieß, und verschreibt sich einem nachhaltigen Weinbau, der im Zusammenspiel mit der Natur steht. Joscha Dippon: „Meiner Meinung nach entstehen Weine von Größe dann, wenn sie das ganze Potenzial eines funktionierenden und gesunden Ökosystems ausschöpfen können.“ Eine Philosophie, die in der Region etliche Winzer angesteckt hat. Neben den Württemberger Klassikern wie Lemberger und Trollinger setzen die Dippons auch auf pilzwiderstandsfähige Reben („Piwis“) wie Johanniter und Cabernet Blanc, mit denen sie sehr respektable Ergebnis erzielen.*

Gegründet: seit 1959 im Besitz der Familie Dippon
bewirtschaftete Fläche: 14ha
Auszeichnungen: VdP, Naturland, Deutsches Barrique-Forum
Kellermeister: Joscha Dippon und Rebecca Groß
Besitzer: Joscha Dippon
Webseite: www.schlossgut-hohenbeilstein.de
Anschrift: Schlossstraße 40, DE 71717 Hohenbeilstein

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2017 Schlossgut Hohenbeilstein - Lemberger VDP. Grosse Lage
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2020 Schlossgut Hohenbeilstein - Muskattrollinger Silberling
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2021 Schlossgut Hohenbeilstein - Beilsteiner Weißburgunder VDP.Ortswein
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