• Beschreibung Anbaugebiet: Portugal

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    Kurzgeschichte 1580 annektierte Phillip II. von Spanien Portugal und nur durch den Freundschafts- und Handelsvertrag mit England gelang es Portugal 1668 wieder selbständig zu werden. ... Weiterlesen

    Portugal Kurzgeschichte
    1580 annektierte Phillip II. von Spanien Portugal und nur durch den Freundschafts- und Handelsvertrag mit England gelang es Portugal 1668 wieder selbständig zu werden. In den weiteren Jahrhunderten ist noch die Fremdherrschaft Napoleons erwähnenswert und die Verarmung des Landes auf Grund seiner reichen Kolonien. So paradox es klingt, gerade dieser Reichtum außerhalb des Landes verhinderte eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Portugal blieb ein Agrarland und abhängig von England, das seinerseits mehr und mehr Einfluss im Land gewann. 1892 wurde der Staatsbankrott erklärt und Carlos I. musste Vertreter von Großbritannien, Frankreich und dem Deutschen Reich in die Verwaltung des Staatshaushaltes aufnehmen. Am 5. Oktober 1910 war die Monarchie am Ende, die Republik wurde ausgerufen. In den Ersten Weltkrieg griff Portugal auf Druck Englands noch direkt in die Kämpfe gegen Deutschland mit ein, beim Zweiten Weltkrieg stellte es lediglich Stützpunkte für die Alliierten auf den Azoren bereit. 1955 wurden ehemalige Enklaven wie Goa, Damao und Diu von Indien annektiert und 1975 erhielten Angola, Mocambique, die Kapverden und die Inseln Sao Tomé und Principe die Unabhängigkeit. Portugal musste Hunderttausende von Flüchtlingen der ehemaligen Kolonien aufnehmen. Arbeitslosigkeit und Inflation schafften triste Verhältnisse. Das Land geriet nach häufigen Regierungswechseln in eine Diktatur, die erst mit der Nelken-Revolution am 25. April 1974 abgeschüttelt wurde. Am 01. Januar 1986 wurde Portugal Vollmitglied der Europäischen Gemeinschaft, was einen bis heute anhaltenden Aufschwung zur Folge hatte. Erst zur Jahrtausendwende musste der Staat die Enklave Macao an China zurückgeben.
    Reben und Wein: Der sehr frühe Aufstieg zur Weltmacht sicherte den Weinabsatz im Land und in den Kolonien. Die spätere Abhängigkeit von England jedoch beließ den Status Quo in der Reblandschaft. Der Wein der Inseln: Moderner Weinbau in Drahtrahmenerziehung ist auf Madeira nur auf ein paar kleine Landschaftsflecke begrenzt weil die Insel extrem steil ist. Es ist deswegen und wegen der Einzigartigkeit der Produkte nur logisch, dass internationale Rebsorten wie Cabernet und Chardonnay oder andere europäische Sorten verboten sind. Mit der abnehmenden Bereitschaft, auf den Terrassen zu arbeiten, wo eben nur Handarbeit möglich ist, wird Madeira-Wein zunehmend wertvoller. Er erfährt bei Kennern eine neuerliche Anerkennung, obgleich der Absatz weltweit eher stagniert. Durch die langen Seefahrten mit Schonern kam man dahinter, dass der Wein durch die Hitzeeinwirkung haltbar wurde, eben „maderisiert“. Heutzutage wird dieser Prozess maschinell herbeigeführt. Madeiras reifen extrem lange, man spricht von bis zu einhundert Jahren Aufbaureife. Es ist also durchaus möglich, dass gegen gutes Geld noch eine Flasche des vorletzten Jahrhunderts erworben werden kann. Der Malvasier ergibt auf Madeira einen schweren, süßlichen Wein. In Verbindung mit den Rebsorten Boal, Verdelho und Sercial wird er zum berühmten Madeira-Verschnitt, aber auch allein gekeltert sind diese Traubensorten für bestimmte Madeira-Weintypen charakteristisch. Sie werden immer noch größtenteils in Pergolaform erzogen, damit unter dem Laubdach die Haustiere ein Auskommen haben und zugleich für Dung sorgen, denn Platz ist rar im gebirgigen Land. Schon sind große Teile der terrassierten Hänge verwaist, die eigentlich ein großes Kulturerbe darstellen, weil sie von einstmals hartnäckigem Überlebenswillen und Schaffenskraft künden. Der Wein der ebenfalls vulkanisch geprägten Azoreninseln Graciosa, Pico und Terceira wird wohl auf den Inseln getrunken. Ich habe selbst auf Madeira keine einzige Flasche davon entdeckt, was nicht weiter verwunderlich ist, da die Azoren weitere 1400 km entfernt im Atlantik liegen.
    Das Festland
    Die lange Gleichgültigkeit der Europäer zum armen Randstaat Portugal hatte bezüglich der Sortenvielfalt der Reben einen ungeheueren Vorteil. Das Land verfügt neben Italien und Griechenland über die meisten autochtonen Weinreben der Welt und so ist es kein Wunder, dass portugiesische Weine anders und zuweilen etwas fremdartiger schmecken als gewohnt. Ein altes portugiesisches Winzer-Sprichwort sagt: „Jedem Weinberg seinen Rebstock“. Diese Volksweisheit, aber auch die unterschiedlichsten klimatischen Gegebenheiten und Bodentypen erklären die ungeheuere Vielfalt.
    Da der Wein schon immer gut haltbar sein musste, um lange Seefahrten zu überstehen, entsann man Haltbarkeitskriterien wie Maischegärung auf den Stielen, Aufsprittung wie beim Portwein oder die Erwärmung wie beim Madeira. Die beiden letzteren sind geblieben weil sie einen unverwechselbaren Weinstil prägen, der Ausbau auf den Stielen ist nach neueren Erkenntnissen verpönt und wird vielleicht noch in bäuerlicher Szene praktiziert.

    Die 5 Qualitätsstufen:
    Denominacao de Origem Controlada (DOC)
    Diese Qualitätsstufe entspricht dem deutschen QbA. Zur Zeit gibt es 26 von 32 Regionen dieses Prädikat tragen, jedoch nur, wenn sie die Qualitätsnormen erfüllen.
    Indicacao de Proveniencia Regulamentada (IPR)
    Derzeit haben 17 Regionen den IPR-Status. Sie sind vergleichbar mit der französischen VDQS-Regelung. Nach fünfjähriger Bewährung als solche kann der Aufstieg in die DOC-Zone erfolgen
    Vino de Qualidade Produzido em Regiao Determinada Diese Stufe erhält ein Qualitätswein aus einer fest umgrenzten Region wenn er die beiden vorigen nicht erfüllt.
    Vinhos Regionais (VR) Landweine aus einer der 8 Regionen, die außerhalb der definierten Qualitätsweingebiete gekeltert wurden oder von anderen als den zugelassenen Rebsorten stammen.
    Vinho de Mesa (VDM) Traditionelle Tafelweine oder recht gute Verschnitte aus verschiedenen Regionen, jedoch ohne Herkunftsangabe.
    Neben diesen Qualitätsbezeichnungen für Weine gibt es für Portweine, das sind aufgesprittete Weine eine eigene Qualitätshierarchie. Die Entdeckung der Machart der Portweine wird einem Mönch zugeschrieben, der einem noch nicht ganz vergorenen und deshalb Restzucker enthaltenden Wein Branntwein zugesetzt hat. Durch den hohen Alkoholgrad von 17 - 21% Vol. wird die Gärung gestoppt und zurück bleibt ein Wein, dessen Süße durch den Zeitpunkt der Zugabe des Alkohols bestimmt wird.
    Ruby-Port wird nach 2 – 3 Jahren abgefüllt und stellt die preiswerteste Variante dar
    Tawny-Port ursprünglich länger als Ruby-Port gereift, wobei er eine dunkle Bernsteinfarbe angenommen hat. Leider gibt es unter dieser Bezeichnung auch solche, die nicht länger als Ruby gelagert worden sind. Man erkennt diese an der roten Farbe. Massenware wird zum Teil mit weißen Ports verschnitten, um sie in der Farbe an echte Tawnys heranzuführen. Also hier dem guten Fachhändler vertrauen!
    Colheita-Port. Colheitas sind im Eichenfass gereifte Jahrgangsports. Sie werden nach 8 Jahren abgefüllt und verändern sich in der Flasche nur noch unwesentlich.
    Late bottled Vintage Port kurz: LBV hat Eigenschaften eines Vintage, reift jedoch 4 – 5 Jahre im Eichenfass und wird deshalb früher reif und trinkbar als sein großer Brude, der:
    Vintage Port ist ein Jahrgangsport aus einem außergewöhnlich guten Jahr mit sehr feinem Bukett und anfangs tiefroter Farbe. Er wird nach 2 – 3 Jahren Fassreife auf Flaschen gefüllt und entwickelt sich über viele Jahre weiter. Dadurch entsteht Depot (Bodensatz) und muss deshalb vor dem Genuss dekantiert werden. Der Reifeprozess kann 10 – 25 Jahre betragen, die Haltbarkeit guter Jahrgänge bis zu 80 Jahren.

    DIE BERÜHMTEN WEINBAUREGIONEN
    Region Minho:
    Hier wächst der Vinho Verde, benannt nach der grünen Hügellandschaft an der Nordgrenze zu Spanien. Frisch, fruchtig und spritzig ist der Wein, ob als Weißwein oder Rotwein. Für den Weißwein finden die Trajadura, Loreiro, Pederna oder Alvarinho Verwendung, für den Rotwein die Espadeiro-Traube. Ganz leichte Weine haben mit Sicherheit Restzucker, der nicht vergoren wurde.
    Region Douro:
    Terrassierte Weinberge entlang des Douro-Flusses bis in Höhen von 700 m. bestimmen das Bild. Hier gedeihen auf überwiegend Schieferböden Touriga Nacional, Tinta Barroca und Tinto Cáo und ergeben tieffarbene, tanninbetonte Weine.
    Region Bairrada:
    Lehm- und Tonböden, angereichert mit Kalk und das Klima des nahen Atlantik bilden das Terroir. Hier entstehen aus der Fernao-Pires-Traube feinfruchtige Weißweine, aus der tanninreichen Rebsorte Baga entstehen Rotweine für eine lange Lagerung.
    Region Dao:
    Entlang des Flusses Dáo liegen verstreut die Rebflächen, die hauptsächlich mit den roten Rebsorten Jaen, Alfrocheiro, Tinta Roriz, Touriga Nacional und der weißen Rebsorte Bical bestockt sind. Der Untergrund besteht meist aus Granitverwitterung.
    Region Estremadura:
    Nördlich der Hauptstadt Lisabon werden hauptsächlich die weiße Arinto, Fernao Pires, Vital und auch moderne weiße Rebsorten angebaut. Bastardo, Trincadeiro, Casteláo und Tinta Miúda ergeben vollmundige Rotweine.
    Region Ribatejo:
    Nordöstlich von Lisabon, im Herzen Portugals, zu beiden Seiten des Tejo-Flusses erstreckt sich fruchtbares Schwemmland, das ein mildes, ausgewogenes Klima aufweist. Feine und tiefgründige Rotweine werden von Casteláo, auch Camarate genannt, und aus Trincadeira erzeugt. Feinfruchtige, erdige Weißweine aus Fernáo Pires.
    Region Setubal:
    Auf der Halbinsel südlich von Lisabon gedeiht ganz prächtig der Moscatel. Bereits mit Alkohol versetzt, werden ihm nochmals frische Traubenschalen zugegeben. Aber auch Merlot, Casteláo, Espadeiro und Bonvedro oder Cabernet-Sauvignon gedeihen gut.
    Region Alentejo:
    In dieser einstigen Kornkammer im Süden und Südosten wurden acht Weinbaugebiete zusammengefasst. Aragonez, Casteláo und Trincadeira liefern ausgewogene, aber auch lagerfähige Weine. Leicht und spritzig sind die Weißweine aus Roupeiro und Antáo Vaz. Schieferböden bestimmen den Untergrund.




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2015 Da Calada Block No. 3 Tinto
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 31,15
PREIS/l: 41,53 €
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Details (2)
2015 Casaboa Homenagem Reserva
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,0%
PREIS € 18,50
PREIS/l: 24,67 €
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2014 Quinta da Vale de Pios - Pios
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,0%
PREIS € 9,95
PREIS/l: 13,27 €
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2016 Da Calada Baron de B Branco Reserva
Weisswein  |   0.750 Liter   |  13,5%
PREIS € 15,95
PREIS/l: 21,27 €
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2011 Quinta da Casaboa
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 7,45
PREIS/l: 9,93 €
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2016 Da Calada Branco - Vale da Calada
Weisswein  |   0.750 Liter   |  13,5%
PREIS € 7,30
PREIS/l: 9,73 €
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LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
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2015 Da Calada - Porta da Calada Tinto
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 5,20
PREIS/l: 6,93 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
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2014 Da Calada Tinto - Vale da Calada
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 7,50
PREIS/l: 10,00 €
(inkl. MwSt., zzgl. Versand)
LIEFERZEIT: 1-3 Werktage
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2015 Da Calada JCM Tinto
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 11,45
PREIS/l: 15,27 €
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2013 Casaboa Tinta Boa Vinho Regional Lisboa
Rotwein  |   0.750 Liter   |  13,5%
PREIS € 5,50
PREIS/l: 7,33 €
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2016 Da Calada Rosado - Vale da Calada
Rosewein  |   0.750 Liter   |  13,0%
PREIS € 5,90
PREIS/l: 7,87 €
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2013 Casaboa Merlot und Touriga Nacional
Rotwein  |   0.750 Liter   |  14,5%
PREIS € 9,40
PREIS/l: 12,53 €
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