• Beschreibung Anbaugebiet: Südafrika

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    Kurze Geschichte Bis zum 15. Jahrhundert war den Europäern das südliche Ende Afrikas unbekannt. Es wurde erstmals 1487 von Bartholomäus Diaz umsegelt. ... Weiterlesen

    Südafrika Kurze Geschichte

    Bis zum 15. Jahrhundert war den Europäern das südliche Ende Afrikas unbekannt. Es wurde erstmals 1487 von Bartholomäus Diaz umsegelt.
    Der holländische Kaufmann Jan van Riebeek gründete 1652 die Kap-Kolonie, die die Seefahrer der Ost-Indien-Compagnie zunächst mit frischem Wasser und Lebensmitteln versorgen sollte. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein auf die Gesundheit der Seefahrer führte zu ersten Anpflanzungen von Weinreben.

    Früher wurde der Qualität der Weine wenig Beachtung geschenkt, da durch die Kontinentalsperre der Engländer gegen die Franzosen der Weinabsatz auf Grund von Zoll- und Steuersenkung in England gesichert war. Doch nach dem Friedensschluß im Jahr 1861 strömten die guten französischen Weine nach England und verdrängten die südafrikanischen auf ein Minimum. Zudem begann gleichzeitig wie in Europa die Reblaus in den Weinbergen ihr Vernichtungswerk.

    Der Weinbau

    Neben Tafeltrauben, Sultaninen und Rosinen werden alle klassischen, europäischen Weintypen erzeugt, wie: Burgunder-, Bordeaux-, Clairet-, Vinho Verde- und Rheinweine, aber auch Portweine, Sherrys, Madeiras, Muskateller-Süßweine und Schaumweine - eine komplette Produktpalette eines weitestgehend isolierten Landes. Ähnliches konnte man nur noch in der ehemaligen Sowjetunion betrachten.
    Nach der Freilassung Mandelas im Jahre 1990 reagierte zuerst die Weinwirtschaft und unternahm gewaltige Anstrengungen, um das Vakuum in Geist und Landschaft mit Innovationen zu füllen. Durch den Überhang der Auftragslagen in Australien, Neuseeland und den USA haben sie mit diesen Staaten fast gleichgezogen, verfügen über bestes Know-How und haben trotzdem das mögliche Potenzial noch lange nicht ausgereizt.

    Die KWV, eine 1918 gegründete Genossenschaft mit über 5000 Vertragswinzern klont und erzeugt jährlich fast eine Million zertifizierter Reben auf 1500ha Vermehrungsgärten. Aus gutem Grund wird nur virusfreies, gesundes Pflanzmaterial nach komplizierten Tests zur Pflanzung freigegeben. Trotzdem kann sie bei weitem nicht den Bedarf an Reben decken. Importierte Reben müssen erst in eine mehrjährige Quarantäne. Von sämtlichen Rebsorten wurden die besten Klone, die von einer einzigen Mutterpflanze abstammten, isoliert und zur Weitervermehrung freigegeben. Diese Vorsichtsmaßnahmen beruhen auf der einstmals starken Virusverseuchung ausgedehnter Rebflächen und man will alles unternehmen, um diesen für den Qualitätsweinanbau untragbaren Zustand nie wieder einreißen zu lassen. Diese Genossenschaft hat eine Ausnahmestellung im Lande, denn sie bestimmt auch heute noch über die Erntemengen, Qualität und die Grundpreise.
    Größter Wert wird auf gesundes Lesegut gelegt, was im Normalfall kein Problem darstellt, da durch die geringe Luftfeuchtigkeit sich selten Oidium bildet. Täglich wird im Endstadium der Reife der Säuregehalt gemessen, um je nach Sorte Weine mit optimaler Geschmacksfülle einzubringen. Die künstliche Beregnung muß jedoch rechtzeitig eingestellt und die Traubenzone am Stock entblättert werden, um Fäulnis zurückzuhalten. Bei großer Hitze wird wie in Australien die Lese nachts durchgeführt, damit nicht Essigbakterien oder falsche Hefen eine unerwünschte Oxydation einleiten.

    Geerntet wird im Februar und März, da anders als in Europa hier der Weinstock im November blüht. Eingebracht werden im Schnitt etwa 9 Millionen Hektoliter von rund 133.000ha. Rund 20 Sorten, davon stammen etwa 10 allein aus Frankreich, haben kommerzielle Bedeutung, wobei nur etwa die Hälfte der Produktion zu Wein verarbeitet wird. Ein großer Teil wird als Tafeltrauben in die ganze Welt verkauft, der Rest wird zu Brandy und Sherry verarbeitet oder als Traubensaft oder Saftkonzentrat angeboten. Auch die Sultaninen- und Korinthenproduktion, speziell in der heißen Region Klein-Karoo ist beachtlich.

    Südafrika ist der achtgrößte Weinerzeuger der Welt, obwohl es bei der Anbaufläche erst an zwanzigster Stelle steht. Daraus kann man die allgemein sehr hohen Erträge pro Hektar ersehen. Die stark bewässerten Gebiete am Olifants-River und Orange-River liefern bis zu 300 hl/ha, wogegen die Qualitätsregionen Stellenbosch, Paarl, Frenchhoek-Valley und Overberg bei Hermanus manchmal nur 20-30 hl/ha betragen.

    Die Weinbaugebiete (Wine of Origin Areas, WOs)

    Die Weinbaugebiete Südafrikas Der südafrikanische Weinbau ist in derzeit rund 75 WOs aufgeteilt, die sich in der Größe sehr unterscheiden können. Sie werden je nach Größe als Geographical Unit, Region, District, Ward oder Estate bezeichnet.

    Geographical Units sind 1993 eingeführte sehr große Zusammenfassungen kleinerer Untergebiete. Es gibt derzeit 3 dieser Konglomerate, man wird ihren Namen aber nicht auf Weinetiketten finden. Die drei GUs sind: Western Cape, Northern Cape und KwaZulu-Natal.

    Regions könnte man mit den deutschen Anbauregionen oder Bereichen wie etwa Baden. Sprich eine Gruppierung von kleineren untergliederten Bereichen wie am Beispiel Badens etwa die Ortenau oder der Kaiserstuhl. Es gibt 5 Regions: Boberg, Breede River Valley, Coastal Region, Klein Karoo und Olifants River

    Districs sind die begrenzte Bezirke, wie etwa eben die Ortenau innerhalb Badens. Paarl und Stellenbosch sind zwei der bekanntesten.

    Wards sind wiederrum kleiner Bezirke - am ehesten vergleichbar mit beispielsweise dem Remstal innerhalb Württembergs o.ä. Die Wards in Südafrika müssen aber keinem District oder keiner Region zugeordnet sein, sondern können als eigenständige WO auftreten.

    Estate die kleinste der Einheiten, im Endeffekt repräsentiert sie das Weingut als solches, welches aber wiederrum aus mehreren Weingütern bestehen kann - also eine Art Produktionsgemeinschaft. Derzeit existieren etwa 100 Estates in Südafrika.

    Alles nicht so einfach und auch nicht sonderlich übersichtlich für den europäischen Weintrinker.

    Das Klima, ist überwiegend mediterran. Die Jahreszeiten sind im südlichen Afrika den europäischen entgegengesetzt. Auch der Winter bietet durchweg mildere Temperaturen und mehr Sonnenschein. Winterregen gibt es im südlichen Zipfel um Kapstadt, an der Süd- und Ostküste sind die Niederschläge über das ganze Jahr verteilt während sie auf dem Zentralplateau und in den östlichen Höhenlagen auf den Sommer in Form von starken Gewittern beschränkt sind. Sie nehmen von Ost nach West kontinuierlich ab.

    Im Gebiet Orange-River mit gerade 200mm Regen pro Jahr führen von Menschenhand geflutete Weinfelder zu Massenerträgen. Hier werden jedoch überwiegend Mostkonzentrate, Branntwein und einfacher Tafelwein hergestellt. Das Hinterland der False-Bay und der Walker-Bay, also Stellenbosch und die Gegend um Hermanus profitieren von kühlenden Winden vom Meer.
    Großen Einfluß übt der von der Südarktis nordwärts driftende Benguelastrom aus. Er harmonisiert das Klima, da er auch im Hochsommer seine 15°C Wassertemperatur behält.
    Der "bloody south-eastern", auch Kapdoktor genannte stürmische Süd-Ost-Wind ist von Winzern gefürchtet, da er nicht selten ganze Weinberge entlaubt.

    Mit dem gestiegenen Wettbewerb im Lande und Anschluß an das Weltniveau legen immer mehr Betriebe Weingärten bis in Höhen von 600-1000m an. Diese haben kühleres Klima, was der Aromenbildung dienlich ist, haben magerere Böden, sind aber schwieriger und nur von Hand zu bearbeiten.

    Das Weingesetz

    Das 1973 eingeführte Weingesetz basiert auf dem der EG-Staaten und wurde 1993 und 1995 auf Grund der lokalen Erfahrungen ergänzt. Es regelt alle technischen Belange wie Höchstertrag und Mindestgrenzen bezüglich der Inhaltsstoffe. Anders als in Frankreich und Deutschland ist es in Südafrika nicht erlaubt, die Moste aufzuzuckern; doch wie in Italien ist die Zugabe von Wein- oder Apfelsäure statthaft, da die Zuckerwerte aufgrund des Klimas in die Höhe schnellen, die Säure jedoch oft sehr gering ist.

    Das "Wine and Spirit Board" prüft, klassifiziert und kontrolliert die Weine und Betriebe, um die im Gesetz verankerten Bestimmungen zu gewährleisten.

    Die Klassifizierung:

    1. Destilling Wine (ca.40% der Ernte) von den großen Plantagen im Landesinnern und überschüsse der Good Wine.
    2. Quality Wine. (ca 15% der Ernte) nur für Qualitätsbranntwein
    3. Good Wine (ca.40% der Ernte) nur für den Trinkweinbedarf.

    Der Konsument kommt nur mit letzterer in Berührung, die es in zwei unterschiedlichen Klassen gibt:
    1. Non-certified Wines: Tafelweine in Gebinden von 0,2 bis 5 Liter oder auch in den beliebten Bag-in-Box als Markenweine mit Phantasienamen; vorgesehen für den baldigen Verbrauch.
    2. Certified Wines: Qualitätsweine mit Ursprungsbezeichnung = WoO = Wine of Origin. Das Siegel ist seit 1993 bewußt schwarz/ weiß gehalten und ist Bestätigung aller Angaben auf dem Etikett.

    Bis 1995 durfte ein Wein als Estate Wine (Landgoed) bezeichnet werden, wenn die Trauben auf dem Gut geerntet und verarbeitet wurden, die Abfüllung konnte jedoch woanders erfolgen. Seit Januar 1995 ist es für ein Weingut möglich, noch 45% der Trauben dazuzukaufen, was höchstwahrscheinlich der Qualität nicht dienlich ist. Doch an der Farbe der Banderole am Flaschenhals kann der Verbraucher die Herkunft der Trauben genau ablesen. Ein blaues Band zeigt, daß 100% des Inhalts aus der angegebenen Lage stammen, ein rotes versichert, daß 75% aus dem angegebenen Jahr stammen und ein grünes garantiert, daß 75% der behaupteten Traubensorte in der Flasche enthalten sind.

    Die Rebsorten

    Wie eingangs bereits erwähnt, findet man in Südafrika fast alle gängigen, europäischen oder internationalen Rebsorten. Der Spiegel wird bei den weissen Sorten vom Chenin-Blanc (hier Steen genannt) und bei den roten Reben vom Cabernet Sauvignon angeführt.

    Die einzige südafrikanische Züchtung ist Pinotage, die 1925 von Professor Abraham Izak Perold an der Weinbauschule in Stellenbosch vorgenommen wurde. Sie setzt sich aus Pinot Noir = (Pino) und Hermitage = (-tage) nicht nur im Wortverbund zusammen. Hermitage war am Kap die häufig gebrauchte, wenn auch falsche Bezeichnung für Cinsault.
    Erstmals wurde Anfang der 40iger Jahre mit dieser Rebsorte experimentiert und nach massiver, englischer Kritik fast vergessen. Das Weingut Kanonkop kann als Bewahrer und damit auch als neuer Pionier dieser Rebsorte angesehen werden. Beyers Truter, der angesehene Winemaker dieser Kellerei sorgte 1980 mit dem selektionierten Pinotage namens "Paul Sauer"für Aufsehen, der seitdem als bester südafrikanischer Rotwein gilt.

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