Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
K
  • Kabinett

    in Deutschland die unterste der Qualitätsstufen von Qualitätsweinen mit Prädikat.

  • Kaisermischung

    Erfrischungsgetränk aus Wein und Apfelsaft, in Österreich sehr beliebt.

  • Kaltstabilisierung

    Abkühlen des Weines vor der Abfüllung auf etwa -4°C für einige Stunden bis Tage. Dadurch fällt der Weinstein im Wein aus und wird quasi nicht mit abgefüllt.

    Weinstein ist an sich zwar nichts schlimmes, wird aber von vielen Verbrauchern noch immer als Makel betrachtet.

  • Kapselschneider

    nützliches Hilfsmittel zum Öffnen der Kapsel (aus Kunststoff, Blei oder Stanniol) auf Weinflaschen.

  • Kellereiabfüllung

    Weine die nicht aus dem Rebbestand des auf dem Etikett erwähnten Herstellers/Abfüllers stammen.

  • Kellerschimmel

    `cladosporium cellarii`, ein Pilz, der in feuchten Kellern vorkommt und sich vom Alkohol in der Kellerluft ernährt. Am Flaschenhals verlangsamt er die Reifung und schützt den Korken.

  • Kellertemperatur

    die optimale Temperatur im Keller liegt bei gleichbleibenden 8-12°C. Je kühler der Keller, um so langsamer die Reifung des Weins. Bei zu warmen Kellern besteht die Gefahr der Oxidation.

  • Keltern

    Pressen der Trauben zum Most.

  • Kernig

    Eine lebendige, reizvolle Säure bei Weissweinen

  • Kerzenfiltration

    eine sehr schonende, aber sehr teure Art einen Wein zu filtrieren.

  • Kieselgurfiltration

    eine weitere Art der Filtration. Kieselsol, welches billiger in der Beschaffung ist, wird statt Betonit zur Klärung des Weins eingesetzt.

  • kiesig

    Erdigkeit, die man mit Médocweinen in Verbindung bringt - vor allem mit denen aus dem Pauillac, St-Julien und Graves

  • Kirchenfenster

    Bezeichnung für die Bögen am Glas, die ein Wein schlägt, wenn er langsam abläuft. Diese Bögen werden durch Glycerin hervorgerufen, je dichter die Bögen sind, desto gehaltvoller ist der Wein.

  • Kleinklima

    s. Mikroklima

  • Klimaschrank

    ein Weinkühlschrank, der eine gleichmäßige Kellertemperatur und Luftfeuchtigkeit im Inneren erzeugt.

  • Klon

    Im Weinbau versteht man hierunter eine Vielzahl von Reben, die allesamt auf dem Weg der vegetativen Vermehrung, durch Edelreiser bzw. Stecklinge von einer Mutterrebe gewonnen wurden. Das Ziel ist es, Rebmaterial zu bekommen, das für verschiedene geologische und klimatische Ansprüche geeignet ist.

  • Klosterneuburger Mostwaage

    KMW; ein ausschließlich in Österreich gebräuchliches Maß des Mostgewichtes. Eine Senkspindel zur Bestimmung des Zuckergehaltes im Most - Anzeige in Prozent. 1KMW = 4,86 Öechsle.

  • Knospe

    s. Auge

  • Kohlendioxid

    Das Kohlensäuregas, welches zusammen mit dem Alkohol für die alkoholische Gärung verantwortlich ist.

  • Kohlensäure

    CO²; auch im stillen, meist jungen Wein schmeckbar, leichtes `brizzeln` auf der Zunge. Im Schaumwein durch die 2. Gärung gewünscht.

  • Kohlenstoffmazeration

    Ursprünglich nur beim Beaujolais angewandt. Es werden ganze Traubendolden in einem Kohlenstoffdioxid gesättigten Tank vergoren. Dadurch entstehen fruchtige Weine mit schöner Farbe, praktisch ohne Tannin, die jung getrunken werden.

  • komplex

    in der Verkostung Ausdruck für einen Wein, der eine vielzahl von Geschmacks- und Geruchsnuancen freigibt.

  • Kordonerziehung

    Mehrjährige Stammverlängerungen, auf denen die Fruchtruten wachsen.

  • Kork

    Wird auch Korkeln oder Zapfen gennannt. Der modrige Geruch im Wein, wenn der Korken verschimmelt ist.

  • Korkbrand

    auf allen Korken wird durch einen Brand der Hersteller, manchmal auch der Jahrgang und das Abfülldatum geprägt.

  • Korken

    Elastischer, zylinderförmiger Verschluß für Weinflaschen, der den Ausfluß von Wein andererseits und andererseits den Zutritt von Sauerstoff verhindert. Die geringe Menge an Sauerstoff, die dennoch in Laufe der Jahre durch den Kork in die Flasche kommt, ist notwendig für die Reifung des Weines (Mikrooxydation). Der normale Korken hat einen Durchmesser von 24 mm und wird in einen Flaschenhals mit 18 mm Durchmesser gepreßt. Sektkorken (31 mm für einen Flaschenhals von 17,5 mm Durchmesser) bestehen aus drei miteinander verleimten Korkschichten. Billige Korken werden aus Korkmehl und - schnitzel gepreßt. Auch in der Länge sind Korken verschieden, besagen aber prinzipiell nichts über eine bessere Qualität aus. Der Korken muß feucht gehalten werden, also Flaschen liegend aufbewahren - im Gegensatz zu Bränden, die stehend gelagert werden, damit der Alkohol nicht den Kork zerstört. Der Korken, der aus den Rinden von mediterranen Korkeichen hergestellt wird, löste Anfang des 18. Jahrhunderts gewachste Tücher und andere Verschlüsse ab. `Erfunden` wurde der Korken übrigens von Dom Pérignom, einem Mönch.

  • Korkgeld

    Usus, wenn man in einem Restaurant selbstmitgebrachte Weinflaschen konsumieren möchte. Die Höhe ist vom Verhandlungsgeschick abhängig.

  • Korkgeschmack

    ein Phänomen, daß den Wein absolut untrinkbar macht. Der Wein riecht und schmeckt muffig, nach Keller. Kunststoff- und Glaskorken sind natürlich davor sicher. Der Geschmack rührt zumeist von pilzbefallenen Korken her. Neusten Theorien zufolge, kann Korkgeschmack jedoch auch direkt im Wein entstehen, hervorgerufen durch jahrelang überdüngte Böden. Zwar kein Korkgeschmack im eigentlichen Sinn, jedoch der selbe Effekt: der Wein ist hin.

  • Körper

    Gesamtextrakt, Struktur und Substanz eines Weines.

  • körperreich

    ein Wein mit genügend Extraktstoffen und Alkohol wirkt körperreich=ausladend=voll.

  • koscher

    jüdischer Begriff für genießbar. Es gibt koschere Weine, die nach den strengen Herstellungsregeln der Juden produziert werden; nur diese Weine dürfen von Juden getrunken werden.

  • kräftig

    Wein mit vollem Körper und kräftiger Säure

  • Krankenwein

    Ein Ausdruck, der im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Gebrauch war. Gemeint war Wein der bei vielerlei Gebrechen zur Heilung verordnet wurde. So gab es zum Beispiel Blutwein, Kraftwein oder gar Kindbettwein.

  • kreidig

    Weine mit ausgeprägtem Bodengeschmack (Kreideboden) aus der Loire, vor allem Cabernet Franc

  • Kreuzung

    genetische Mischung von positiven Eigenschaften (z.B. frühe Reife und Kälteresistenz) verschiedener Rebsorten. Müller-Thurgau ist ein Beispiel für eine Kreuzung.

  • Kristalle

    bei Weisweinen findet man oft an den Korken Kristalle. Es handelt sich um Weinstein, auskristallisierte Weinsäure. Kein Weinfehler!

  • Küferei

    Böttcher, Fassbauer.

  • Kunststoffkorken

    in den letzten Jahren aufgetaucht, da sicher vor Korkgeschmack. Eignet sich jedoch nur für Weine, die alsbald getrunken werden sollen, da die Mikrooxydation durch den Korken sehr eingeschränkt ist; daher findet keine Reifung des Weines statt.

  • kurz

    in der Verkostung Ausdruck für einen Wein ohne Nachgeschmack und Abgang.