Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
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  • D.O.C.

    Ein Wein mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung: der Wein und seine Herstellung muß gewissen Anforderungen und Regeln entsprechen.

  • D.O.C.G.

    italienisches Pendant zur AOC in Frankreich. Die höchste Qualitätsstufe der italienischen Klassifikation.

  • D.O.P.

    auch, DOP; Abkürzung für Denominazione d'Origine Protetta, bezeichnet also Produkte geschützer Herkunft. Im Gegensatz zur D.O.C. (DOC) wird diese Bezeichnung wohl nur für Lebensmittel im Sinne von Olivenöl, Balsamico etc. verwendet.

  • Dame Jeanne

    Ein größerer Glasballon unterschiedlichen Fassungsvermögens (bis etwa 40 Liter) für den Weintransport. Mitunter sind diese Gefäße mit Weide oder Stroh umflochten oder von einem Holzgestell umgeben. Heute spielt die Dame jedoch als Transportbehälter kaum noch eine Rolle.

    Ab und zu findet man die Bezeichnung Dame auch als Synonym für übergroße Bordeauxflaschen.

  • Damenwein

    Ein semantisch gewiß unzulässiger Ausdruck, der dem rassigen, nervigen oder kraftvollen Herrenwein den milden, geschmeidigen, oder gar noch lieblichen Damenwein gegenübersetzt.

    Die darin enthaltene Unterstellung, Frauen besäßen einen geringeren Weinverstand, ist - wie der Ausdruck an sich - schlichtweg albern.

  • Dassault (Château)

    Grand Cru Classé aus Saint-Emilion mit 27ha Rebfläche (65% Merlot, 25% Cabernet Franc, 10% Cabernet Sauvignon) und einem geschmeidigen, feinen Rotwein, der sich besonders gut eignet jung getrunken zu werden.

    Am Beginn der 1990er Jahre hatte das Weingut einige Probleme mit unsauberen, gar modrig riechenden Flaschen. Diese Probleme scheinen inzwischen aber behoben und Beginn des neuen Jahrtausends erscheinen die Weine durchaus ermutigend.

  • Dauben

    unter Dampf gebogene Bretter, die die Seitenwände von Fässern bilden.

  • Dauzac (Château)

    5ème Cru Classé aus Labarde-Margaux im Haut-Médoc mit 50 ha Rebfläche (58% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, 5% Petit Verdot) und einem guten und recht delikaten Rotwein.

    Das Weingut, das bis in die 1990er deutlich hinter seinem Ruf und Können herhinkte wurde 1992 vom bekannten André Lurton übernommen. Unter seinem Einfluss gewannen die Weine wieder deutlich an Güte.

  • Dôle

    Rotwein aus dem gebirgigen oberen Rhône-Tal im schweizer Wallis, der aus Pinot Noir (min. 51%) und einem Zusatz von Gamay erzeugt wird. Bis zu 20% können auch aus anderen lokalen Rotweinsorten zugefügt werden.

    Der Dôle wird vielfach als der beste Rotwein der Schweiz angesehen. Sein jährlich festgelegtes Mindestmostgewicht muß bei 85°Oechsle liegen. Weine, die diese Reife nicht erlangen, kommen als Goron in den Handel. Als beste Lagen für den Dôle gelten im Allgemeinen die Spitzenlagen um Sierre und Salgesch.

  • Dôle

    Bekannter Marken-Wein aus der Schweiz, der zumindest aus 51% Pinot Noir und Gamay bestehen muß.

  • Decanter

    Ist ein englisches, monatlich erscheinendes Magazin zum Thema Wein und Spirituosen. Die Verkostungskommentare (zu Weinen) werden überdies auch auf www.decanter.com veröffentlich.

    Decanter bewertet in einem 5-Sterne-System, welches aber branchenintern gern ins 20er-System *übersetzt* wird.

    Neben den permanent laufenden Verkostungen hält der Decanter jährlich die *Decanter World Wine Awards* ab, einen Wettbewerb zu dem in jedem Jahr nahezu 15.000 Weine eingereicht werden und der sich damit >größter Weinwettbewerb der Welt< nennen darf.

    Das Verkosterteam des Decanters ist mit rund 200 Mitgliedern relativ groß. Der Decanter achtet recht penibel auf die Verbindung aus regionaler Herkunft und regionaler Kompetenz des Verkosters und den Herkünften der verkosteten Weinen.

  • Deckrotwein

    auch Deckwein; Bezeichnung für einen farbintensiven Wein aus sog. Färbertrauben (Teinturiers ), der im Cuvée die Farbe bestimmt.

    Bis 1989 durften deutschen Rotweinen bis zu 5% Deckweine, meist billige spanische Tafelweine, zugegeben werden, die farbschwachen Rotweinen wenigstens farblich etwas helfen sollten. Das dies nichts mit qualitätsorientiertem Weinbau zu tun hat ist offenkundig und man darf froh sein, dass dieses zweifelhafte Privileg abgeschafft wurde.

  • Degorgieren

    ist der letzte Schritt vor der Fertigstellung eines Champagners oder Schaumweins nach Champagnermethode. Hefe und andere Schwebstoffe sind im Verlauf mehrerer Monate/Jahre durch das Rütteln in Richtung Flaschenhals gewandert.
    Der Flaschenhals wird nun kopfüber gefroren (in einem Eiswasserbad, heute eher mit flüssigem Wasserstoff) und der Kronkorken entfernt. Die Hefe wird dabei aus der Flasche geschleudert.
    Im Anschluss wird der Verlust an Flüssigkeit wieder nachgefüllt und der Champagner eventuell dosiert - sprich in der Süße eingestellt. Hiernach wird der Naturkork und die Agraffe aufgesetzt und befestigt. Damit ist die Methode Champenoise abgeschlossen.

  • Degustation

    (Wein-)Verkostung.

  • Dekanter

    eine Karaffe; Glasbehältnis zum Dekantieren von Weinen.

  • Dekantieren

    Methode zur sanften Trennung des (Rot-)Weins vom Depot.

    Gleichzeitig und der zweite Grund für das Dekantieren wird der Wein durchlüftet, was ihm hilft, sich besser zu entfalten.

    Diese Durchlüftung kann auch für jugendliche, kräftige Weissweine nützlich sein.

  • Dekantierkörbchen

    etwas aus der Mode geratenes Tischutensil, meist aus Metall oder Holz, in dem die Flasche fast waagerecht liegt. Es wird benutzt, damit das in der Weinflasche enthaltene Deopt des Weines, beim Einschenken nicht aufgewirbelt wird.

    Einen Wein ohne Depot in einem dieser Körbe auf dem Tisch zu präsentieren ist damit maximal ganz schick.

  • Deklassieren

    Das Herabstufen von Weinen aus ihrer eigentlichen in eine niedrigere Prädikatsklasse. In Frankreich verfügen beispielsweise viele gute Châteaux im Bordelais über Zweit- oder Drittweine, in die sie die etwas schwächeren Trauben oder auch bereits gekelterte Fässer gelangen. Diese Weine kommen dann nicht mit der Klassifikation des eigentlichen Château in den Handel sondern eben nur als abklassifizierter AC-Wein.

    Gleiches wird auch parktiziert, wenn die durch die Cru-Regeln festgelegten Höchsterträge überschritten werden. Darf ein Premier Cru im Burgund bespielsweise maximal 45hl/ha an Ertrag bringen, tatsächlich werden aber 50hl/ha geerntet, so wird die Überproduktion von 5hl/ha als normaler AC-Wein verkauft.

  • demi-sec

    französischer Ausdruck für halb-trocken, entspricht also den Begriffen abboccato, imixeros, medium dry, meio seco und semiseco, die man im selben Zusammenhang kennt.

  • Denominaçao de Origem Controlada (DOC) [portugiesisch]

    portugiesisches Qualitätsweinsystem in Einklang mit den EG-Richtlinien. Löst die alte Regiao Demarcada (RD) ab und gilt seit dem beitritt Portugals 1986.

  • Denominación de Origen (DO) [spanisch]

    spanische Bezeichnung für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung spanischer Qualitätsweine. Das System wurde in den 1970er in Anlehnung zu den französischen A.O.C.s aus der Taufe gehoben.

  • Denominación de Origen Calificada (DOCa) [spanisch]

    Höchste spanische Qualitätsstufe. Das Gebiet Rioja darf sich seit 1991 DOCa nennen.

  • Denominazione di Origine Controllata (DOC) [italienisch]

    Kontrollierte Herkunftsbezeichnung italienischer Qualitätsweine nach einem System, das 1963 in Anlehnung an das französische System der A.O.C.s geschaffen wurde und wie dieses die Gebietsgrenzen, Rebsorten, Pflanzmethoden, Hektarerträge, zum Teil auch Vinifikations- und Ausbaumethoden, chemische und organoleptische Merkmale und anderes genau regelt.

    Die Steigerung der DOC ist die DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita)

  • Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG) [italienisch]

    Die DOCG ist die oberste Qualitäts- und Garantiestufe für italienische Qualitätsweine. Sie wurde 1980 eingeführt.

    Gegenüber den DOC-Bestimmungen bringen diese Dekrete einige verschärfte Auflagen, allerdings erheben nur etwa 5% der in Italien erzeugten Weine Anspruch auf die DOCG.

  • Depot

    hauptsächlich bei (unfiltriertem) Rotwein zu findender (Boden-) Satz in der Flasche, der u.a. aus abgestorbenen Mikroorganismen besteht, die Farbstoffe aufgenommen haben und daher sichtbar sind. Für den Wein absolut kein schlechtes Zeichen, jedoch dem Genuss, da auch Gerbstoff im Depot enthalten sind, nicht zuträglich, weswegen der Wein dann dekantiert werden sollte.

    Bei Weisswein findet man eher Weinstein, auskristallisierte Weinsäure, die nicht als Depot bezeichnet wird.

  • Desmirail (Château)

    3ème Cru Classé in der Appellation Margaux im Haut-Médoc mit Rebflächen in Cantenac und Arsac. In beiden Gemeiden bewirtschaftet Desmirail derzeit 30ha Rebflächen (80% Cabernet Sauvignon, 10% Merlot, 5% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot).

    Dank der Initiative von Lucien Lurton, der das Weingut Anfang der 1980er erwarb und die seit dem 1. Weltkrieg zerstückelten Rebparzellen wieder zusammenfügte, kam langsam wieder Schwung in das lange Zeit im Dornröschenschlaf befindliche Weingut. 1992 übernahm Lurton Sohn, Denis das wiedererstarkte Weingut.

  • Dessertwein

    Früher ein gebräuchlicher, umgangssprachlicher Gattungsbegriff für süße Weine, die man traditionell zum Dessert reichte.

    In einem weiter gefaßten Sinn zählen sowohl hochwertige Auslesen, Eisweine, Beerenauslese und Trockenbeerenauslesen, aber auch gesprittete Alkoholika wie Portweine, Madeiras etc. zu den Dessertweine.

  • Deutsches Weinsiegel

    Das Deutsche Weinsiegel ist ein Gütesiegel, das von der DLG in drei verschiedenen Versionen verliehen wird: das gelbe Siegel wird für trockene Weine (max. 9 g/l Restzucker), das grüne Siegel für halbtrockene Weine (max. 18 g/l) und das rote Siegel für halbsüße Weine (max. 20 g/l) vergeben.

    Die Einstellung der Weine zur Prüfung zum Deutschen Weinsiegel ist ein freiwilliger Vorgang. Die Prüfung findet durch eine 3 köpfige Expertenkommission in einer Blindverkostung statt. Die genannten Experten müssen dabei im verkosteten Gebiet besonders beschlagen sein. Neben dem eingestellten Wein wird auch das Weingut/der Erzeuger des Weines besonders unter die Lupe genommen.

  • Deutz & Geldermann

    Ehemaliges Champagnerhaus in Ay. Das Haus wurde 1838 von den zwei Deutschen William Guillaume Deutz und Peter-Joseph-Hubert Geldermann gegründet, die sich bei Bollinger tätig, in der Champagne kennengelernt hatten.
    1924 wurde die Sektkellerei Deutz & Geldermann in Breisach eröffnet. 1988 wurde das Unternehmen in eine Champagner- und eine Sektsparte aufgegliedert und es entstanden das Champagnerhaus Deutz und die Sektkellerei Geldermann.

    2003 wurde die Badische Geldermann Privat-Sektkellerei, so die offizielle Firmenbezeichnung, von Rotkäppchen übernommen.

    Das Champagnerhaus mit 38ha Eigenrebfläche wurde bereits 10 Jahre zuvor von Champagne Louis Roederer übernommen, konnte sich aber eine weitgehende Eigenständigkeit bewahren. An den ehemaligen Gründer von Deutz & Geldermann erinnert heute noch das Deutz Prestige-Cuvée: das Cuvée William Deutz.

  • Diabetikerwein

    Ehemalige gesetzlich vorgesehene Bezeichnung für durchgegorene, trockene Weine, die Anfang der 1990er ins Leben gerufen wurde.
    Es handelte sich um nichts anderes als das, was über 90% der deutschen Weine von Natur aus sind: trocken, mit weniger als 4 g/l unvergorenem Zucker, höchstens 12 Vol.-% Alkohol und maximal 40 mg/l freier und 150 mg/l gesamter schwefliger Säure.

    Durch eine EU-Verordnung aus dem Jahre 2007 wurde diese, ohnehin recht unsinnige Bezeichnung ausser Kraft gesetzt, da es mit Inkrafttreten der o.g. Verordnung verboten ist, gesundheitliche Bezüge auf alkoholhaltigen Produkten über 1,2 Vol.-% herzustellen.

  • dicht

    starke und deutlich spürbare Aromakonzentration in der Nase

  • dick

    Ausdruck für einen körper- und extraktreicher Wein, dem es an Feinheit und Struktur fehlt.

  • Digestif

    das Gegenteil zum Aperitif; alkoholische Getränke, die nach dem Essen gereicht werden, z.B. klare Brände

  • Dionysos

    griechischer Gott des Weines und des Natursegenes. Seine römische Entsprechnung ist Bacchus.

  • Direktträger

    Im Gegensatz zu den heute großteils verbreiteten Pfropfreben, bezeichnet Direktträger eine wurzelechte Rebe.

    Da das Pfropfen, also das Aufsetzen eines europäischen Edelreisers auf eine amerikanische, reblausresistente Unterlagsrebe, erst mit der Reblauskatastrophe begann, waren Reben vor etwa 1850 alle wurzelecht.

    Es gibt aber in Europa, auch nach der Reblaus noch wurzelechte Rebstöcke - hauptsächlich auf sehr sandigen Böden.

  • DLG

    Die Abkürzung für 'Deutsche Landwirtschafts Gesellschaft', sie ist u. a. für die Durchführung der Bundesweinprämierung zuständig.

    Darüber hinaus führt die DLG auf freiwilliger Basis die Prüfung zum deutschen Weinsiegel (siehe dort) durch.

  • DO

    Die AC in Spanien

  • DOC/DOCG

    Die AC in Italien

  • doce

    Portugiesische Bezeichnung für süß. Entspricht damit den Bezeichnungen dolce, doux, dulce, glykos, sweet.

  • Doisy-Daëne (Château)

    2ème Cru Classé und wohl das bekannteste, wenn auch nicht größte, der drei Doisy-Güter in Barsac. Diese Bekanntheit verdankt es nicht zuletzt Denis Dubourdieu, einem der bekanntesten Önologen für süße und trockene Weißweine aus Sauternes und den Graves.
    Auf den 15ha des Gutes (75% Sémillon, 25% Sauvignon Blanc) wird nicht nur ein hervorragender süßer Barsac erzeugt, sondern auch ein trockener Weißwein (Doisy-Daëne Sec) von Rasse und Eleganz, der sich großer Beliebtheit erfreut.

    Der Name Doisy-Daëne geht auf die gemeinsame Geschichte mit Doisy-Védrines zurück von dem es, damals nur Doisy heißend, in den 1830er getrennt wurde und an einen Engländer namens Daene verkauft wurde. Es ist unbekannt, wie in der Folge die zwei Punkte auf e kamen.
    Bis 1924 folgten mehrere Besitzer und schließlich kam das Gut unter die Fittiche der Familie Dubourdieu. Im Jahr 2000 übernahm Denis Dubourdieu schließlich das Weingut, sein Vater nimmt allerdings bis heute noch aktiv und wohl auch positiv an den Geschicken von Doisy-Daëne teil.

  • dolce

    Italienische Bezeichnung für süß. Entspricht damit den Bezeichnungen doce, doux, dulce, glykos, sweet anderer Sprachen.

  • Dom Perignon

    Benediktinermönch und Kellermeister der Abtei von Hautvillers in der Champagne (1670-1715) und der Überlieferung nach der Erfinder des Champagners. Als er ihn das erste Mal kostete, soll Dom Pierre Perignon gesagt haben: Ich trinke Sterne.

    In Wahrheit hat natürlich niemand den Champagner erfunden. Dom Perignon hat dies auch nie von sich behauptet und war, ebenso wie sein Zeitgenosse und Kollege Dom Oudard, einer der fähigsten und einfallsreichsten Weinexperten seiner Zeit. Fest steht, dass er als einer der ersten mit den damals in Frankreich aufkommenden Flaschenverschlüssen aus Korken experimentierte und durch Verschneiden von Weinen verschiedener Herkunft aus roten und weißen Trauben erstmals eine Cuvée herstellte. Darüber hinaus studierte er auch die Auswirkungen von Rebschnitttechniken auf Wachstum, Ertrag und Qualität.
    Der heutige Champagner verdankt daher seine Entstehung ebenso Dom Perignon wie vielen anderen längst vergessenen Kellermeistern.

    Die Abtei von Hautvillers ist ein berühmtes, architektonisch höchst reizvolles altes Kloster, das heute in den Besitz von Moet & Chandon gehört. Das Cuvée-Prestige von Moet trägt heute noch den Namen Dom Perignon. Ein Denkmal an den vinophilen Mönch steht ebenfalls im Hof der Abtei.

  • Domaine

    französisch: Landgut. Allgemeinbegriff für Weingüter - s.a. Château.

  • Domäne

    In der Regel größeres Weingut, das sich oft auch im Besitz des Staates oder traditionell im Besitz einer Adelsfamilie befindet oder einen umfangreichen, breitgestreuten Besitz umfaßt (Staatsweingüter, Staatliche Weinbaudomänen etc.).

    Das Wort ist an die französische Herkunft Domaine angelehnt.

  • DOP

    auch, D.O.P.; Abkürzung für Denominazione d'Origine Protetta, bezeichnet also Produkte geschützer Herkunft. Im Gegensatz zur D.O.C. wird diese Bezeichnung wohl nur für Lebensmittel im Sinne von Olivenöl, Balsamico etc. verwendet.

  • Doppel-Magnum

    eine Flasche mit 3 Litern Inhalt; auch Jeroboam genannt

  • Doppler

    traditionelle Flaschenform in Österreich; auch Magnum des kleinen Mannes, Österreich-Magnum oder Austromagnum genannt; Flasche mit 2 Litern Inhalt.

  • Dorin

    Im Kanton Waadt (West-Schweiz) gebräuchliche Bezeichnung für Weine aus dem Chasselas (Gutedel). Spitzenweine dürfen das Gütezeichen Terravin tragen, nachdem sie eine sensorische Prüfung bestanden haben.

    Dorin entspricht damit dem Fendant des Wallis oder dem Perlan in der Region um Genf.

  • Dosage

    Die Dosage ist Teil der Champagnermethode, sprich der Versektung von Weinen in der Flasche.
    Man unterscheidet zwischen zwei verschiendenen Dosagen, der Fülldosage und der Versanddosage.

    Die Fülldosage ist der Teile, der dem noch stillen Wein hinzugefügt wird um die zweite Gärung einzueiten und damit die Kohlensäure in den stillen Wein zu bringen.
    Sie besteht hauptsächlich aus Zucker und Hefen. Man benötigt etwa 4g Zucker pro Liter Wein um einen Innendruck von einem bar aufzubauen. Also benötigt man für den üblichen Innendruck von 4,5 bis 5 bar etwa 20g Zucker in der Fülldosage.

    Die Versanddosage wird dem nun schäumenden Endprodukt nach dem Degorgieren zugegeben. Damit wird ad eins der Flüssigkeitsverlust, der beim Degorgieren entsteht, ausgeglichen, ferner wird der Schaumwein in seiner Süße eingestellt. Über die Art und den Zuckergehalt der Dosage definiert sich also anschließend auch die Süße des endgültigen Schaumweins. Es gibt allerdings auch Schaumweine ohne jegliche Dosage, sog. Brut-Zéros, Dosage-Zéros o.ä.

    Je nach Zuckergehalt ergeben sich dann die bekannten Bezeichnungen für die Trocken- oder Nichttrockenheit eines Schaumweines:

    0-6g/l = extra brut/extra herb;
    6-15g/l = brut/herb;
    15-20g/l = extra trocken/extra dry;
    20-35g/l = trocken/dry;
    35-50g/l =halbtrocken/demi-sec;
    > 50g/l = süß/doux.

  • doux

    Französische Bezeichnung für süß. Entspricht damit den Begriffen doce, dolce, dulce, glykos, sweet anderer Sprachen.

    Während man in Frankreich die Süßweine aus Sauternes und Anjou als Vins liquoreux bezeichnet, versteht man unter den Vins doux naturels süße, aufgespritete Weine, wie sie in Teilen Südfrankreichs erzeugt werden - Rivesaltes zum Beispiel.

  • Drôme

    Südostfranzösisches Département auf dem linken Rhône-Ufer benannt nach dem Fluss Drôme. Das Département ist stark von Landwirtschaft geprägt, so wird neben Wein auch viel Getreide und Mais etc. angebaut.

    Der mit Abstand bedeutendste hier erzeugte Wein ist der Hermitage. Daneben fallen die Appellationen Crozes-Hermitage, Coteaux du Tricastin, Haut-Comtat, Clairette de Die u.a. in dieses Département. Des weiteren werden mehrere Vin de Pays de Drôme erzeugt.

  • DRC

    in der Weinbranche und im Internet gebräuchliche Abkürzung für das Weingut Domaine de la Romanée Conti, einem der begehrtesten und teuersten Erzeuger der Burgund, wenn nicht gar weltweit.

  • dry

    Englische Bezeichnung für trocken. Entspricht asciutto, sec, secco, seco, xeros in anderen Sprachen.

    Ein als dry bezeichneter Schaumwein ist schon recht süß und hat einen Restzuckergehalt zwischen 17 und 35 g/l.
    Als extra dry deklarierte Schaumweine, liegen immer noch bei 12 bis 20 g/l Restzucker.

  • Ducru Beaucaillou (Château)

    2ème Cru Classé aus Saint-Julien im Haut-Médoc, der auf 52ha einen der besten Gewächse seiner Klasse hervorbringt, dessen Qualität zumeist der von 1. Gewächsen vergleichbar ist.

    Die Rebflächen sind mit 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot und 5% Cabernet Franc bestockt. Pro Hektar stehen rund 10.000 Reben mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren.

    Der Wein ist tief, konzentriert, reich, kernig, komplex und ausgeglichen und bedarf immer einer Reife von wenigstens 10 Jahren, bevor er das erste Mal probiert werden sollte.

    Den Name Beaucaillou kann man mit schönen Steinen übersetzten und bezieht sich auf die großen (Günz-) Kieselsteine die die Rebgärten von Ducru Beaucaillou prägen, für gute Drainage sorgen und auf denen wohl der heutige Ruhm Saint-Juliens großteils fußt.
    Der erste Teil des Namens rührt von der ersten Besitzerfamilie, den Ducrus her.

    Heute gehört Château Ducru Beaucaillou in den Besitz der Familie Borie, die hierneben auch Eigner von Château Grand-Puy-Lacoste, Château Haut-Batailley und Château Lalande-Borie sind.

  • duftig

    positive Bezeichnung für einen Wein mit einem feinen, attraktiven Duft. Die Steigerung wäre blumig. Wird der Duft zu aufdringlich spricht man etwas negativ von parfümiert.

  • Duhart-Milon, (Château)

    4ème Cru Classé aus Pauillac; an Château Lafite grenzend und dem selben Besitzer gehörend - den Rothschilds.

    Die 73ha Rebflächen sind zu 67% mit Cabernet Sauvignon und zu 33% mit Merlot bepflanzt - bei etwa 7.500 Reben/ha und einem Alter von 30 Jahren im Durchschnitt.

    Über die Geschichte von Duhart-Milon weiß man relativ wenig; es muß in den Jahren vor der französischen Revolution gegründet worden sein und der Name reflektiert mit Milon auf eine kleine Ansiedlung in der Nähe und mit Duhart auf die Gründerfamilie.

    Die folgende Geschichte bis 1962 war geprägt von mehreren Besitzerwechseln und finanziellen Problemen ab dem Ersten Weltkrieg. Am Ende der 1950er Jahre führten Hagelschäden zu großen Schäden und so übernahm die Familie der Rothschilds ein recht heruntergekommenes Weingut.
    Sie begannen mit grundsätzlichen Investitionen das Weingut wieder aufzupäppel: sofort wurden große Teile des Weinbergs gerodet, neu angepflanzt und reorganisiert, ferner ein Drainagesystem gelegt.

    Der Wein hat seit Beginn der 1980er Jahre, wie auf Lafite, deutlich an Qualität gewonnen und ist heute wieder tief, komplex, elegant und voll auf der Höhe seines offiziellen Rangs.

  • dulce

    Spanische Bezeichnung für süß. Entspricht damit den Bezeichnungen doce, doux, dolce, glykos, sweet anderer Sprachen.

    Bei Likörweinen vertreten die Dulces die Kategorie der besonders süßen Weine - so beispielsweise beim Sherry den Pedro Ximénez, den Cream Sherry oder den Moscatel.

  • Düngen

    Wie in der gesamten Landwirtschaft das Einbringen von Mineralien (z.B. Phosphor, Nitrat, Kalium, Magnesium) oder Humus wie Stallmist, Stroh, Rindermulch etc. in den Boden.

  • dünn

    Ausdruck für einen Wein, der Körper und Struktur vermissen läßt, vielleicht auch über einen zu niedrigen Alkoholgehalt verfügt. Der Sinneseindruck im Mund wirkt wässrig.

    Die Gründe dafür können völlig verregnete Ernten, weit über das gesunde Maß hinaus gesteigerte Erträge, aber auch Fehler im Ausbau sein.

  • dünn

    ein Wein ohne viel Körper

  • Durance

    Fluss in Südfrankreich, der in den Alpen entspringt und südlich von Avignon in die Rhône mündet.

  • durchdringend

    sehr konzentriertes Bukett - ein Qualitätsmerkmal

  • durchgegoren

    Der im Most enthaltene Zucker ist (fast) vollständig in Alkohol umgewandelt worden und der Wein hört auf zu gären.

    Bei hohen Mostgewichten kann es durchaus vorkommen, dass der Wein die Gärung stoppt, obwohl noch vergärbarer Zucker vorhanden ist. Dann ist quasi die Alkoholverträglichkeit der Hefen erreicht.
    Weiterhin kann es bei sehr niedrigen Kellertemperaturen zu einem Gärstop kommen, obwohl noch vergärbarer Zucker vorhanden ist.

  • Durchrieseln

    Eine der Sorgen des Winzers im Frühjahr: Das sog. Durchrieseln tritt als Folge anhaltender Regenfälle oder kühler Witterung während der Rebblüte auf. Viele Blüten werden dann nicht befruchtet, die Fruchtansätze verkümmern und fallen schließlich ab.

    Die hat zwar keinen Einfluss auf die Qualität des Weines, wohl aber auf den Ertrag und kann u.U. bis zum Totalausfall der Ernte führen.

  • Durfort-Vivens (Château)

    2ème Cru Classé in Margaux im Haut-Médoc mit 55ha Rebfläche, die zu 70% mit Cabernet Sauvignon, 24% Merlot und 6% Cabernet Franc besetzt ist - zwischen 6.600 und 7.700 Reben pro Hektar.

    Parker hat das Weingut früher sehr deutlich kritisiert und ließ es sogar in seinem 2002er Wine Buyers Guide komplett aus - nun ja, wer weiß...
    Es ist jedoch merklich, dass in den letzten Jahren die Qualität der Weine wieder deutlich gesteigert worden.

    Die Geschichte des Weinbergs von Durfort-Viviens lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, als er noch der Familie Durfort de Duras gehört, die wohl den ersten Teil des Namens spendete.
    Den zweiten Namensteil steuerte Monsieur de Vivens bei, der das Gut 1824 erwarb.
    Zwischen 1937 und 1961 gehörte das Weingut zum direkten Nachbarn dem renomierten Château Margaux, welches die Rebflächen in dieser Zeit auch mitnutzte - somit waren Durforts Weine eine zeitlang sogar Erste Gewächse. Die Familie Lurton, der das Weingut bis heute gehört, war in genannten Jahren auch mehrheitlicher Anteilseigner von Château Margaux.