Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
S
  • salzig

    ein Geschmacksempfinden, das dem Wein durch Mineralsalze und organische Säuren verliehen wird.

  • Sämling

    eine aus Samen gezogene neue Rebsorte.

  • Sämling 88

    Synonym für die Scheurebe; früher auch Hitler-Rebe genannt.

  • samtig

    in der Verkostung ein Ausdruck für einen weichen, schmeichelnden Geschmack, den man hauptsächlich bei Rotweinen findet.

  • Sapore

    italienisches Wort für Geschmack - auch über den Wein hinaus.

  • sauber

    fehlerfreier Wein

  • Sauerfäule

    auch Rohfäule; das Verderben reifer Trauben

  • Sauerstoffanreicherung

    anderer Ausdruck für Dekantieren; sprich das Umfüllen eines älteren Weines in ein Glasgefäß, um ihn so zu `durchlüften`.

  • Säure

    im Wein finden sich verschiedene Arten von Säuren: Apfel- und Weinsäure sind die wichtigsten, ferner finden sich Zitrus-, Milch-, Bernstein- und nicht zuletzt Kohlensäure. Die Säure ist verantwortlich für einen frischen, spritzigen Geschmack des Weines.

  • Säureabbau

    s. Gärung, malolaktische Gärung.

  • Säurebildung

    ein Vorgang, bei dem dem Wen säurehaltige Substanzen zugefügt werden, um dessen Gesmatsäure zu erhöhen - in sehr trockenen Jahren nötig.

  • SB

    in kurzen Weinbeschreibungen gebräuchliche Abkürzung für die Rebsorte Sauvignon Blanc

  • schal

    abgestanden

  • Schampus

    proletarisch wirkende Bezeichnung für Schaumweine.

  • scharf

    Bezeichnung für die Säure, kurz bevor sie unanagenehm wird

  • Schaumwein

    auch Perlwein oder Sekt; Wein, der durch eine zweite Gärung (s. Champagnermethode) mit Kohlensäure angereichert wird und daher schäumt.

  • Schenkel

    die Hauptverzweigungen eine Rebstockes.

  • Schilcher

    roséfarbiger Wein aus der West- oder Südsteiermark.

  • Schilfwein

    entspricht Strohwein, siehe da.

  • Schillerwein

    In Württemberg gebräuchlicher Ausdruck für einen Wein, bei dem weisse und rote Beeren gemeinsam vergoren werden; nicht verschnitten werden jedoch Most oder fertiger Wein.

    Die österreichische Entsprechung wäre also ein gemischter Satz, die badische der Rotling. Den entstehenden Wein als Rosé zu bezeichnen, wäre jedoch nicht korrekt, da dieser (fast) ausschließlich aus roten Beeren gekeltert wird.

  • Schimmelton

    unangenehmer Geschmack, meist von Schimmel auf den Traube oder durch unsaubere Fässer, Schläuche der Abfüllanlagen herrührend.

  • Schlegelflasche

    Flasche mit langem, schlanken Hals, die man hauptsächlich in Deutschland und im Elsass findet.

  • Schlieren

    auch Kirchenfenster genannt; Bezeichnung für die Bögen am Glas, die ein Wein schlägt, wenn er langsam abläuft. Diese Bögen werden durch Glycerin hervorgerufen, je dichter die Bögen sind, desto gehaltvoller ist der Wein.

  • Schmelz

    Extraktsüße, die eine samtigen, weichen Eindruck hinterläßt.

  • Schönen

    das Entfernen von Schwebstoffen im Wein durch Zugabe von z.B. Eiweiss, auch Klären/Klärung genannt.

  • schwach

    in der Struktur; wenig Alkohol, Säure und Geschmack

  • schwarze Johannisbeere

    s. Cassis

  • Schwefel

    häufig angewandtes Mittel, daß u.a. zur Sterilisation von Fässern, zum Schutz der Reben, zum Stoppen der Gärung und als Konservierungsmittel im Wein eingesetzt wird.

  • Schwefeldioxid

    SO². Ein Gas mit desinfizierender und antioxidativer Wirkung, das in der Önologie innerhalb gewisser Grenzen bedenklos einsetzbar ist.

  • Schwefelwasserstoff

    Geruch nach faulen Eiern oder Gummi

  • Schwips

    der Ansatz einer Trunkenheit.

  • Schwund

    Verdunstung bei der Lagerung, sowohl in Fässern als auch in Flaschen.

  • secco

    italienischer Ausdruck für trocken.

  • Seele

    bei Weinen auch Rückgrat oder Herzstück genannt; bei Korkenzieher der Innenraum der Spindel.

  • seidig

    besonders glatte Struktur, z.B. bei ausgebauten Sauternes und roten Brugundern

  • Sekt

    ein in Deutschland (durch Flaschen- oder Tankgärung) hergestellter Schaumwein.

  • Sensorik

    die menschlichen Sinne betreffend (Riechen, Schmecken, Sehen...)

  • Sforzato

    auch Sfursàt; alkohol- und extrakreicher DOCG-Rotwein aus dem Valtellina (Lombardei, Norditalien). Er wird aus spätgelesenen, teilweise rosinierten Trauben hergestellt und muss zumindest einen Alkoholgehalt von 14% vol aufweisen.

    Durch seine Machart ist er dem Amarone aus Venetien nicht unähnlich, wird jedoch zu mindestens 90% aus Sangiovese (im Valtellina Chiavennasca) erzeugt.

    Durch die langsame kühle Gärung verliert der Wein seine Säure und bekommt balsamische Noten.

  • Sfursàt

    auch Sforzato; alkohol- und extrakreicher DOCG-Rotwein aus dem Valtellina (Lombardei, Norditalien). Er wird aus spätgelesenen, teilweise rosinierten Trauben hergestellt und muss zumindest einen Alkoholgehalt von 14% vol aufweisen.

    Durch seine Machart ist er dem Amarone aus Venetien nicht unähnlich, wird jedoch zu mindestens 90% aus Sangiovese (im Valtellina Chiavennasca) erzeugt.

    Durch die langsame kühle Gärung verliert der Wein seine Säure und bekommt balsamische Noten.

  • Sherry Butt

    Ein Fasstyp.Aus europäischer Eiche hergestellt für die spanische Sherry-Industrie. Inhalt: 500 Liter.

  • Smaragd

    Bezeichnung für die besten und wertvollsten Weine der österreichischen Wachau, benannt nach den grün-blau schimmernden Smaragdeidechsen, die auf den Terrassen leben, auf denen die Weine wachsen.

  • Soave

    trockener Weisswein aus Venetien.

  • SO²

    Schwefeldioxid. Ein Gas mit desinfizierender und antioxidativer Wirkung, das in der Önologie innerhalb gewisser Grenzen bedenklos einsetzbar ist.

  • Solera

    Die Solera ist ein spezielles, bei Sherries zu findendes Reifungssystem. Eine Solera besteht üblicherweise aus drei (früher überigens 4-5) übereinanderliegenden Reihen von 520 Liter fassenden Eichenholzfässern.

    In der untersten Reihe, von suelo = Boden Solera genannt, lagern die ältesten Weine und aus diesen Fässern werden in regelmäßigen Abständen (etwa 5mal pro Jahr) ca. 30% des Inhalts zur Abfüllung entnommen. Dieser Schwund wird sofort aus den nächstoberen Fässern (Criadera genannt) ersetzt. Diese erneute Fehlemenge wieder mit frischen Weinen aufgefüllt.

    Auf diese Weise entsteht eine geheimnisvolle und subtile Mischung verschiedener Jahrgänge. Der jeweils ältere Wein zwingt dem jüngeren stets seine geschmacklichen Eigenschaften auf. Eine genaue Aussage über das Alter des Endproduktes ist jedoch nicht mehr möglich.

  • Sommelier/e

    Weinfachmann/-fachfrau in der Gastronomie.

  • Sommerweine

    subjektiver Begriff; in der Regel meint er leichte, frische und säurebetonte Weissweine.

  • Sortenbukett

    eine für eine bestimmte Rebsorte typische Geruchserscheinung.

  • Spätlese

    Qualitätsprädikat in Deutschland zwischen Kabinett und Auslese.

  • Speiseempfehlung

    eine Empfehlung, die die richtige Speise zum richtigen Wein beinhaltet.

  • Spiel

    wenn der Wein den Gaumen kitzelt, mit dem Gaumen spielt.

  • spitz

    Beschreibung für einen Wein, der nach Essigsäure riecht

  • Spontangärung

    durch Naturhefen einsetzende Gärung.

  • spriten

    s. aufspriten

  • spritzig

    stiller Wein mit spürbarer Kohlensäure.

  • spucken

    allgemein das, was `professionelle` Weinverkoster während einer Degustation mit dem Wein machen: sie spucken ihn aus und behalten nur den Geschmack im Mund. Für größere Weinproben unerlässlich, auch wenn`s wehtut.

  • Spumante

    italienisches Wort für Schaumwein.

  • Spund

    der Verschluß für eine Fassöffnung.

  • Stachelbeere

    oft die beste Beschreibung für einen jungen, aromatischen Sauvignon Blanc

  • stahlig

    junge Rieslinge aus dem Elsaß besitzen meist eine deutlich spürbare Säure

  • stark

    rauhe Struktur aufgrund adstringierendem Tannin

  • steckenbleiben

    hier ist der Gärprozeß gemeint; werden die Hefen während der Gärung inaktiv, so bleibt der Gärprozeß stecken und im Wein verbleibt eine hohe Restsüße.

  • Steinfeder

    leichte, süffige und fruchtige Weine aus der österreichischen Wachau mit max. 10,5% Alkohol, benannt nach einer dort typischen Grasart (stipa pennata).

  • Steinterrassen

    künstliche, mit Steinen abgestützte Terrassen, auf denen Wein wächst.

  • sterilisieren

    pasteurisieren.

  • stielig

    grüne Adstringenz von unreifen Trauben, übermäßigem Pressen oder übermäßiger Mazeration

  • Stiellähme

    eine Stoffwechselkrankheit des Rebstocks; `der Stiel ist gelähmt`.

  • stiller Wein

    ein Wein, der nicht Sekt oder Perlwein ist.

  • Stillwein

    ein Wein, der nicht Sekt oder Perlwein ist.

  • Stockabstand

    Dichte der Rebstöcke zueinander.

  • Stockkultur

    alte, niedrige Reberziehungsform.

  • stravecchio

    italienischer Ausdruck für sehr alt oder sehr lange gelagert. Bei Marsala beispielsweise sehr gebräuchlich.

  • streng

    Beschreibung bei jungen Weinen, die noch Zeit zum Reifen brauchen und darum die Säure und das Tannin noch als hart empfunden wird

  • Struktur

    s. Körper.

  • stumm

    Ein anderer Begriff für verschlossen. Man darf noch Großes von dem Wein erwarten.

  • Sturm

    österreichischer Ausdruck für Federweißen - Hinweiß auf die Verdauung?

  • Subskription

    auch en Primeur; Bezeichnung für Weine, die bereits vor der Füllung verkauft werden, in Bordeaux werden jährlich ca. 1/3 der Gesamternte en Primeur verkauft.

  • süffig

    meist ein Wein mit angenehmer Restsüße, die den `Suff` durchaus begünstigt.

  • Sulfate

    schwefelverwandte Salze und Esther.

  • Sulfur

    lat.: Schwefel.

  • sur lie

    französisch für: auf Hefe gelagert; direkt von der Hefe auf Flasche gezogener Wein; häufig bei Muscadet zu finden.

  • süß

    In der Verkostung ein Wort für einen Wein, dessen Restzuckergehalt deutlich wahrnehmbar ist, und dessen andere Geschmackseigenschaften u.U. darunter verschlossen bleiben.

  • Süßung

    s. Chaptalisierung.