Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
H
  • Hacker

    alter deutscher Ausdruck für Winzer, abgeleitet von der Weinhacke, die mitunter auch heute noch verwendet wird. s.a. Hauer.

  • halbe Flasche

    eine Flasche mit 0,375l Inhalt.

  • Halbstück

    Bezeichnung für ein Holzfass mit - je nach Region - 500-600 Litern Fassungsvermögen. Gilt es im Rheingau, hier mit 600 l, als traditionelles Fass für den Weinausbau ist es heute auch an der Mosel oder in der Pfalz verbreitet - zumeist mit 500 Litern Inhalt.

  • halbsüß

    in Deutschland und Österreich gebräuchlicher Ausdruck für Weine/Schaumweine mit einem Restzuckergehalt von 12-45g/l.

  • halbtrocken

    max. 18g/l Restzucker bei stillen Weinen. Bei Schaumweinen bis 50g/l.

  • harmonisch

    sehr ausgewogener Geschmack ohne das Hervortreten einzelner Bestandteile

  • hart

    bei Verkostungen ein Begriff für einen Wein, der entweder sehr tanninhaltig oder sehr säurebetont ist.

  • Hauer

    alter österreichischer Ausdruck für Winzer, abgeleitet von `Haue`, einer Hacke, mit der teilweise heute noch die Weinberge bearbeitet werden. s.a. Hacker.

  • Haustrunk

    urtümlicher Ausdruck für einen Wein, der aus der zweiten Pressung entsteht und durch seine Qualität nicht den Ansprüchen genügt, um in den Verkauf zu gelangen. Er bleibt somit den Winzern als Alltagswein vorbehalten.

  • Heckenklescher

    österreichischer Ausdruck für einen Wein, der den Trinkenden `umhaut`, eben in die Hecke `klescht` (=wirft).

  • Hefe

    am Gärvorgang beteiligte Mikroorganismen. Natürlich kommen sie auf den Traubenschalen als Wildhefen vor. Zusätzlich werden jedoch gezüchtete Reinhefen verwendet.

  • Hefeabzug

    s. Abzug

  • Hefegeschmack

    Wein mit dem typischen Geschmack und Geruch nach Hefe. Dieser Eindruck entsteht durch lange Lagerung auf der Hefe.

  • heftig

    Weine, die aufgrund von zu viel Säure und Alkohol hart und aggressiv sind.

  • Hektar

    1ha = 100 Ar = 10.000 m²

  • Hektoliter

    1hl = 100 Liter

  • herb

    sehr trocken; bei Weissweinen: säurebetont; bei Rotweinen: tanninbetont.

  • HK

    Verkostungskürzel für und von Herbert Kretschmer, vinophile Spürnase im Auftrag des guten Geschmacks und Gründer der Wein-Bastion Ulm.

    Nebenbei wird die Abkürzung *HK* in der Weinbranche auch gern für Holzkiste verwendet und meint damit meist die Chateaukisten bordelaiser Weingüter. Siehe hierzu auch OHK.

  • Hochkultur

    Erziehungsform der Rebstöcke, die in Abständen von 3 - 3,5 m x etwa 1 m gepflanzt und mit 120 - 140 cm hohen Stämmen auf Drähten hochgezogen werden. Vorteile: leichte maschinelle Bearbeitung, höhere Erträge; geringere Frostgefährdung. Ab Mitte der 1950er Jahre hauptsächlich in Österreich verbreitet, wird inzwischen jedoch weniger und weniger angewandt.

  • Hogshead

    Das Hogshead ist die am häufigsten verwendete Fassart bei schottischen Whiskys. Das original Sherry-Hogshead (wörtl.: „Schweinekopf“) aus europäischer Eiche fasst 250 Liter. Auch werden amerikanische Barrels auseinandergenommen und zu Hogsheads umgebaut.

  • höhere Alkohole

    entstehen bei der Gärung, der wichtigste für die Sinneswahrnehmung ist das Glycerin.

  • hohl

    siehe leer

  • Holzspäne

    der Holzton eines barriqueausgebauten Weines kann auch durch Einrühren von Holzspänen in den Wein erreicht werden. Die Qualität ist natürlich geringer. Diese Methode ist in Frankreich verboten, in der Neuen Welt jedoch durchaus häufig in Anwendung.

  • Hybride

    Nachkommen zweier verschiedener Rebenspezies. Gegensatz zu Kreuzungen zwischen zwei Sorten derselben Spezies. Hybriden sind nach EU-Regeln für die Qualitätsweinproduktion nicht zugelassen.