Hier finden Sie Informationen, Erklärungen und Übersetzungen von häufig verwendenten Fachbegriffen in der Welt des Weines.
C
  • Caña

    Ein zylindrischer, hoher und enger Weinbecher in Andalusien, aus dem traditionell Manzanilla getrunken wird. Die Venencias (langstielige, schlanke Schöpfkellen zum Entnehmen von Weinproben), mit denen in Sanlúcar de Barrameda der Manzanilla dem Faß entnommen wird, sind aus Bambus (spanisch caña) statt aus Fischbein oder Silber wie in Jerez. Der Name des Weinbechers leitet sich wahrscheinlich vom Material der Schöpfkellen her.

    Die Bezeichnung wird in Andalusien heute aber hauptsächlich für ein kleines Bier (0,2l) benutzt - wer also in Bars una caña bestellt, bekommt eher keinen Wein serviert.

  • Cabanne (Château La)

    Kleines hochangesehenes Weingut in Pomerol mit 10 ha Rebfläche (94% Merlot, 6% Cabernet Franc) und einem gehaltvollen und feinen roten Bordeaux.

  • Cabernet d'Anjou

    Ein Rosé, der im Tal der Loire in einem Gebiet, das in etwa der früheren Provinz Anjou entspricht, aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc erzeugt wird. Die Weine sind durchweg besser als der gewöhnliche, meist aus Grolleau erzeugte Rosé d 'Anjou: angenehm, halbtrocken bis süß (mindestens 10 g/l Restzucker), doch alles andere als außergewöhnlich.

    Cabernet d'Anjou war das In-Getränk der Belle-Epoque in Frankreich.

  • Cabrières

    Bei Clermont-l'Hérault im Languedoc aus Carignan, Grenache, Cinsaut u. a. Sorten erzeugter altberühmter Roséwein, der unter der A.O.C.-Bezeichnung Cabrières oder Coteaux du Languedoc-Cabrières in den Handel gebracht werden darf. Anders als früher kann heute ein Cabrières allerdings auch ein Rotwein sein, sprich die Bezeichnung Cabrières gilt heute mehr als Begriff für die AOC.

  • Cadet-Piola (Château)

    Kleiner Grand Cru Classé in Saint-Emilion mit 7 ha Rebfläche (51% Merlot, 28% Cabernet Sauvignon, 18% Cabernet Franc, 3% Malbec; Rebdichte 5.600 Reben/ha) und ausgezeichnetem altem Ruf. Es wird ein hervorragender, gehaltvoller, tiefer und tanninreicher Rotwein erzeugt, der den Vergleich mit etlichen höher eingestuften Gewächsen nicht zu scheuen braucht.

  • Caillou (Château)

    relativ unbekannter 2ème Cru Classé in Barsac mit 13 ha Rebfläche (90% Sémillon, 10% Sauvignon), und einem der besten süßen Weißweine seiner Kategorie. Man sollte das Gut nicht mit den zahlreichen anderen Bordeaux-Gütern dieses oder ähnlichen Namens verwechseln.

  • Calon-Ségur (Château)

    ausgezeichneter 3ème Cru Classé in Saint-Estèphe mit fast 55ha Rebfläche (45% Cabernet Sauvignon, 40% Merlot, 15% Cabernet Franc).
    Dem Weingut wird eine lange Schwächephase zwischen 1954 und 1982 nachgesagt, nachdem es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorragende Ergebnisse gezeigt hatte. Erst mit dem berühmten 82er begann da Comeback. Heute wird es von Parker auf eine Stufe mit Cos d'Estournel und Montrose gestellt. Der Wein gilt allgemein als sehr traditionell hergestellt und benötigt lange Reifung.

  • Calvi

    Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika, nördlich von Ajaccio, einer der 5 Bereiche des Vin de Corse, die Ihren Gemeindenamen zum Vin de Corse hinzufügen dürfen und somit als Vin de Corse-Calvi im Handel.

  • Camensac (Château de)

    5ème Cru Classé in St-Laurent du Médoc mit 74ha Rebfläche (60% Cabernet Sauvignon und 40% Merlot). Parker empfiehlt bis heute eine Abstufung zum Cru Bourgeois, hält dem Weingut jedoch eine stetig steigende Qualität in den letzen Jahren zu Gute.

  • Campidano di Cagliari

    Landschaft im Süden Sardiniens, nordwestlich von Cagliari und bedeutendes Weinbaugebiet der Insel. Etliche der bekanntesten sardischen Weine kommen von dort, darunter der Girò, Malvasia, Monica, Moscato, Nasco und Nuragus (als DOC-Weine alle mit dem Zusatz di Cagliari) sowie seit geraumer Zeit ebenfalls als DOC-Wein der Campidano di Terralba, ein trockener Rotwein, weitgehend aus der Rebsorte Bovale.

  • Candia dei Colli Apuani

    Ein hauptsächlich aus Vermentino erzeugter, meist trockener Weißwein von den Ausläufern der Apuanischen Alpen in der Umgebung von Massa in der nordwestlichen Toscana.

    Es existieren überdies halbtrockene und süffige Ausbauformen, Frizzantes (ebenfalls trocken bis süffig) und Vin Santo.

  • Canon (Château)

    Einer der besten Premiers Grand Crus (Classés B) von Saint-Emilion mit 18 ha Rebfläche (6.500 Reben/ha, 55% Merlot, 45% Cabernet Sauvignon). Der Wein ist ein traditioneller, charaktervoller und tanninreicher Rotwein, der sehr langsam reift, langlebig ist, dabei bemerkenswerte Eleganz entwickelt und zu den großartigsten Weinen gehört, die Saint-Emilion heute hervorbringt.

  • Canon-La-Gaffelière (Château)

    Grand Cru Classé in Saint-Emilion mit 19ha Rebfläche (55% Merlot, 40% Cabernet Franc, 5% Cabernet Sauvignon) im Besitz der Grafen Neipperg. Seit Mitte der 1980er Jahre (dem Einstieg von Stephan von Neipperg) hat das Gut durch einen deutlichen Qualitätsanstieg auf sich aufmerksam gemacht. Heute gehört es zu den Spitzenweingütern der Appellation.

  • Cantemerle (Château)

    5ème Cru Classé in Macau im Haut-Médoc mit 66 ha Rebfläche (je 40% Cabernet Sauvignon und Merlot, je 10% Cabernet Franc und Petit Verdot) und einem heute wieder sehr guten roten Bordeaux, der angesichts seiner Tiefe, Komplexität und Ausgeglichenheit wieder deutlich über seinem offiziellen Rang steht - Parker spricht von einer theorethischen Aufstufung bis zum 3ème Cru...?!

  • Cantenac-Brown (Château)

    3ème Cru Classé in Cantenac im Haut-Médoc mit 42ha Rebfläche (65% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot, 10% Cabernet franc) und einem roten Margaux. Die Weine werden oft als stämmig und tanninreich beschrieben, auch wenn seit dem letzten Besitzerwechsel, inzwischen gehört das Château der AXA, versucht wird, an weicheren und fruchtigeren Weinen zu arbeiten.

  • Carbonnieux (Château)

    Guter Cru Classé in Léognan, im Bereich Graves, mit 86 ha Rebfläche (60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 7% Cabernet Franc, 2% Malbec und 1% Petit Verdot (auf 44,5ha) sowie 65% Sauvignon, 34% Sémillon und 1% Muscadelle (auf 41,5ha) für den Weißwein). Château Carbonnieux gehört flächenmäßig zu den größten Weingütern des Graves. Die Weissweine sind bekannt für Ihre duftige Nervigkeit und mit unter enorme Haltbarkeit, während der Rotwein lange als eher schlank und nichtssagend galt. Seit einigen Jahren sind sowohl bei den Weiss- als auch bei den Rotweinen die Qualitäten erfreulich steigend.

  • Carignano del Sulcis

    Aus Carignano, der italienischen Bezeichnung für Carignan, erzeugte Rot- und Roséweine um das punische Sulcis an der Südwestküste Sardiniens und den ihr vorgelagerten Inseln mit eigenem DOC-Status. Die Weine können überaus ansprechend sein - Terre Brune von Santadi ist ein hervorragends Beispiel dafür.

  • Carmes-Haut-Brion (Château Les)

    Kleines Weingut in Pessac in den Außenbezirken von Bordeaux. Es verfügt über 4,5 ha, die zu 50% mit Merlot, 40% mit Cabernet Franc und 10% Cabernet Franc bestockt sind und einen gehaltvollen Rotwein hervorbringen. Die fehlende Klassifizierung darf nicht täuschen, den der erzeugte Wein steht dem berühmten Nachbarn Haut-Brion nur wenig nach, die Preise sind heute jedoch weitaus attraktiver. Allein die erzeugte Menge von weniger als 25.000 Flasche pro Jahr ist so gering, dass es immer schwierig sein wird, eine Kiste dieses Weines einzulagern.

  • Caronne-Sainte-Gemme (Château)

    Cru Bourgeois in Saint-Laurent im Haut-Médoc mit 42,5ha Rebfläche (55% Cabernet Sauvignon, 43% Merlot, 2% Petit Verdot) und einem eher unbekannten, sehr tanninreichen und herben Rotwein.

  • Carrascal

    Eine der größten und besten Lagen des Sherry-Gebietes und mit Macharnudo zusammen vielleicht die berühmteste. Nördlich der Stadt Jerez gelegen, befindet sie sich ausschließlich auf den besten kreidehaltigen Albariza-Böden, die den feinsten Sherry hervorbringen.

  • Carruades

    Plateau südlich der Gutsgebäude von Château Lafite-Rothschild, auf dem ein erheblicher Teil der Reben von Lafite steht. Carruades de Lafite ist ferner der Zweitwein des berühmten Gutes.

  • Carso

    In den Provinzen Triest und Gorizia in Friaul-Julisch-Venetien erzeugte Rot- und Weißweine mit DOC-Prädikat. Der Rotwein wird vor allem aus Terrano, einer Spielart des Refoscos, erzeugt und kommt als Carso oder Terrano Carso in den Handel, während der Weißwein überwiegend aus Malvasia (Istriana) stammt.

  • Cassis

    franz.: schwarze Johannisbeere; ein typisches Geschmacks- und Geruchsmerkmal von Weinen aus Cabernet Sauvignon.

  • Caudalie

    Die Länge des Nachklangs eines Weines nach dem Hinunterschlucken wird gern in Caudalie ausgedrückt, wobei eine Caudalie etwa einer Sekunde entspricht.

    Der Begriff leitet sich vom lateinischen cauda ab, das in etwa Schwanz oder Schweif entspricht.

    Als Richtwert kann gelten, dass 20 Caudalies als gut gelten und es ab 50 herrausragend wird.

  • Cava

    aus Spanien stammender Begriff für nach der méthode champenoise (Flaschengärung) hergestellte Schaumweine.

    Wörtlich übersetzt bedeutet es schlicht Keller.

  • Cave

    Französisch für Keller, womit sowohl ein unterirdischer Lagerraum für Wein als auch ein Weinvorrat gemeint sein kann.

  • Cépage

    französischer Ausdruck für Rebsorte, wobei cép der Rebstock ist.

    Der Begriff Cépage taucht aber auch als Beschreibung von Rebsortenzusammensetzungen in Cuvées auf.

  • Celler

    Der katalanische Begriff für Bodega.

  • Cepparello

    Tafelwein aus der Toscana, der von dem Weingut Isole e Olena im Gebiet des Chianti Classico reinsortig aus Sangiovese erzeugt und in Barriques ausgebaut wird, weshalb er nicht als Chianti Classico in den Handel kommen darf. Gehaltvoll, kompakt, tanninreich und konzentriert kann er es jedoch leicht mit jeder Riserva aufnehmen: einer der herausragendsten Weine seiner Art.

  • Cerasuolo

    In Italien des öfteren verwandte Bezeichnung für eine besondere Art von Roséweinen von kirschroter Farbe, die kurz an der Maische vergoren und dann abgepresst werden. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom sizilianischen Dialektwort Cerasa ab, was Kirsche bedeutet.

    Mit DOC-Prädikat findet man Cerasuolo di Vitoria (Sizilien; erzeugt aus Frappato di Vittoria, Nero d'Avola u. a. Sorten; ein gehalt- und charaktervoller Wein von schöner Rasse) oder den Cerasuolo des Montepulciano d'Abruzzo (eher leicht und zugänglich, freundlich und angenehm zu trinken, wenn auch nicht von der Klasse wie sein sizilianisches Pendants).

  • Certan de May (Château)

    Kleines Weingut mit 5 ha Rebfläche (70% Merlot, 25% Cabernet Franc, 5% Cabernet Sauvignon), in den besten Lagen Pomerols zwischen Vieux Château Certan und Pétrus liegend. Wie diese gehört Certan de May seit Ende der 1970er Jahre zur Spitzengruppe von Pomerol. Auch wenn es das Niveau des Nachbargutes vielleicht nicht ganz erreicht, erzeugt es einen klaren, ungemein eleganten und komplexen Rotwein von bemerkenswerter Qualität.

  • Certan-Giraud (Château)

    Kleines, altes Weingut in Pomerol in der Nachbarschaft von Château Pétrus und Vieux Château Certan mit 7,5 ha Rebfläche (80% Merlot, 20% Cabernet Franc) und sehr guten, preislich noch interessanten Weinen.

  • Cerveteri

    Zwischen Rom und Civitavecchia in Latium erzeugte Rot- und Weißweine mit DOC-Status. Der Rotwein wird aus Sangiovese, Montepulciano, Canaiolo, Carignan und Barbera erzeugt, der Weißwein überwiegend aus Trebbiano und Malvasia. Die Weine sind ansprechend, selten mehr.

  • CF

    in kurzen Weinbeschreibungen übliche Akürzung für die Rebsorte Cabernet Franc

  • Chai

    franz.: Synonym für Keller, wobei meist der oberirdische Teil des Weinkellers gemeint ist, während Cave hauptsächlich für den tatsächlichen Keller verwendet wird, ohne das aber strikt zwischen beiden Begriffen getrennt wird.

    Der maître du chai ist der Kellermeister.

  • chambrieren

    einen Wein auf Zimmertemperatur bringen - am besten sehr langsam und ohne Hektik.

  • Champagner

    Schaumwein aus einer klar abgegrenzten Region östlich von Paris. Champagner muß nach einem bestimmten Herstellungsverfahren produziert werden: der méthode champenoise (siehe dort).

    Es werden nur Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay verwendet. In besonders guten Jahrgängen produziert man auch Jahrgangschampagner, normal ist Champagner jedoch ein Verschnitt aus mehreren Jahrgängen - dies gewährleistet gleichbleibende Qualität und homogenen Geschmack.

    Champagner kommt von derzeit rund 34.000ha Rebfläche.

    Das Geheimnis der Champagne ist der Boden, und der beste Champagner kommt von dem berühmten blendend weißen Kreideboden, der zumeist unter einer 20-50 cm dicken Erdschicht liegt.

  • Champagnermethode (méthode champenoise)

    undegorgiertebesondere Art der Flaschengärung aus der Champagne. Die verwendeten Weine werden nach der ersten Gärung verschnitten. Sie werden mit Zucker und Hefe angereichert, in Flaschen gefüllt und müssen mindestens 1 Jahr, meist jedoch 3 Jahre und mehr, gelagert werden. Durch die Entstehung der Kohlensäure während dieser zweiten Gärung wird ein Druck von 5-6 bar aufgebaut. Dieser darf nicht entweichen.klassiches Gelegentliches Rütteln der Flaschen bringt die Hefe immer näher zum (Kron-)Korken. Durch Blitzgefrieren des Flaschenhalses kann der am Verschluss haftenden Satz aus Hefe entfernt werden, ohne dass der Druck entweicht, anschließend wird ein neuer Korken eingesetzt und die fehlende Menge mit der sogenannten Dosage aufgefüllt, wodurch auch der Süssegrad des Endprodukts eingestellt wird.

  • Chantepleure

    Bezeichnung für den Hahn eines Weinfasses, der beim Öffnen singt (quietscht) und weint, wenn der Wein herausfließt, auf französisch chante et pleure.

    Die Weinbruderschaft von Vouvray, eine von vielen in Frankreich, nennt sich Confrèrie de la Chantepleure.

    Außerdem wird in anderen Teilen Frankreichs der Probenheber als Chantepleure bezeichnet, mit dem man durch Ansaugen durch das Spundloch des Fasses eine Probe entnimmt.

  • Chapitre

    Französisch für Kapitel, womit auch das Mönchs- oder Domkapitel gemeint ist. Vor der Französischen Revolution verfügten diese religiösen Kapitel vielfach über Weinbergsbesitz, der teilweise noch heute als Clos du Chapitre o.ä. bezeichnet wird.

  • Chaptalisieren

    französischer Ausdruck für Anreicherung; siehe dort.

  • Charakter

    Subjektiver Ausdruck für einen >guten Wein<, der unabhängig von seiner Qualität bestimmte unverwechselbare Merkmale besitzt, die in der Herkunft des Weines, seinen Rebsorten und den traditionell angewandten Vinifikations- und Ausbaumethoden begründet sein können. Ein Wein ohne Charakter ist langweilig und reizlos.

  • Charmat

    Art der Schaumweinherstellung, wobei die zweite Gärung in einem druckdichten Tank stattfindet, daher auch als Tankgärung bekannt.

  • Chasse-Spleen (Château)

    Hervorragendes Weingut in Moulis im Haut-Médoc, offiziell im Rang eines Cru Bourgeois, tatsächlich jedoch eher mit einem 3eme Crus Classés vergleichbar. Auf 79ha (70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot, 5% Petit Verdot) wird ein erstaunlich beständiger, intensiver, anfänglich mitunter etwas strenger, doch nach einigen Jahren bewundernswert charmanter, eleganter und rubinroter Rotwein erzeugt.

    Leider hat mit der steigenden Qualität der letzten Jahre auch der Preis enorm zurgelegt.

  • Château

    französischer Allgemeinbegriff für Weingut.

  • chemische Entsäuerung

    Senkung des Weinsäurespiegels im Most oder Wein durch Zusatz von kohlensaurem Kalk (Calciumcarbonat oder Kaliumhydrogencarbonat (Kaliumbicarbonat)). Die Weinsäure fällt bei Kontakt mit diesem >Kalk< aus Calciumtartrat aus, die Apfelsäure hingegen bleibt unverändert.

  • Cheval Blanc (Château)

    Gemeinsam mit Château Ausone der Spitzenwein von Saint-Emilion und ein wahrhaft großartiger Premier Grand Cru Classé mit 36,5 ha Rebfläche, die zu 66% mit Cabernet Franc und zu 34% mit Merlot bestockt ist. Wenn der Cheval Blanc vielerorts als der populärste Bordeaux der 1. Klasse gilt, dann nicht nur weil seine Fläche und Erzeugung drei- bis fünfmal so groß ist wie die des Pétrus und des Ausone, sondern weil sich der Wein auch durch ungewöhnliche Erlesenheit, Samtigkeit und Vollmundigkeit auszeichnet. Er gehört dadurch nicht nur zu den feinsten, sondern vielleicht auch zu den am besten eingängigen, großen roten Bordeauxweinen.

    Auf dem Markt erzielen diese Weine gleich hohe oder höhere Preise wie ein Château Lafite oder Château Latour, obwohl sie in ihrem Charakter ganz anders sind und im allgemeinen früher reifen, aber nicht unbedingt weniger lang haltbar sind. Aus Sicht der Trinkreife dürfte Cheval Blanc eines der flexibelsten Erzeuger von ganz Bordeaux sein.

  • Chevalier (Domaine de)

    Sicher einer der bemerkenswertesten Bordeaux-Weine aus Léognan in den Graves mit heute 30ha Rebfläche (65% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 5% Cabernet Franc bzw. 70% Sauvignon und 30% Sémillon für den Weißwein, derzeit 4ha).

    Der Rotwein ist kraftvoll, tanninbetont, langsam reifend und erinnert mehr an einen Médoc als einen Graves. Er ist von herausragender Qualität und der Mehrzahl der 2. Crus des Haut-Médoc überlegen, preislich zumeist ohnehin. Der seltene Weißwein ist in der Regel sogar noch besser und dank seiner nervigen, strukturierten, komplexen und ausdrucksvollen Art einer der beste weiße Graves überhaupt.

    Beide Weine zeichnen sich durch Beständigkeit und Eleganz aus, und in geringen Jahren werden beide von kaum einem zweiten Bordeaux an Qualität und Charakter übertroffen.

  • Chianti

    Rotwein aus der Toscana. Kann sowohl jung und frisch getrunken werden als auch gut lagern.

  • Chiaretto

    Weinrechtlich abgesicherte Bezeichnung für Roséweine vom Südwestufer des Gardasees, den Riviera del Garda (Bresciano) ein erfrischender, spritziger Wein, der jung getrunken wird.

    Auch der als Rosé vinifizierte Bardolino vom Ostufer des Gardasees wird als Chiaretto bezeichnet.

  • chill-filtered (Kaltfiltration)

    Den Ausdruck chill-filtered findet man auf Whiskeys. Der Whisky wird bei diesem Vorgang vor der Flaschenfüllung auf einige Grad über Null herabgekühlt, wodurch Schweb- und Trübstoffe, die u.a. aus dem Fass stammen oder durch die Verdünnung mit Wasser in den Whisky geraten können, ausfallen und sich so leichter abfiltrieren lassen.

    Leider werden durch dieses Filterverfahren auch wichtige Geschmacksstoffe aus dem Whisky filtriert, weswegen in letzter Zeit Brennereien zunehmend wieder dazu übergehen, ihren Whiskey
    on-chill-filtered zu verkaufen.

  • Chlorose

    Blattkrankheit; gelbe Blätter (Ursachen: zu hoher Kalkgehalt, zu lange Regenperioden, ungenügende Bodenbearbeitung).

  • Cissac (Château)

    Cru Bourgeois aus dem Örtchen Cissac. Auf 50ha Rebfläche (75% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 5% Petit Verdot) wird ein kräftiger und tradiotioneller Rotwein angebaut, der als einer der besten Cru Bourgeois des mittleren Médocs gilt, und gerade im >>anglo-amerikanischen<< Raum viele Anhänger und Freunde hat.

  • Citran (Château)

    Ausgezeichneter Cru Bourgeois aus Avensan im Haut-Médoc mit 89ha Rebfläche (58% Cabernet-Sauvignon, 42% Merlot) und einem gehaltvollen, rauchigen und strukturierten Rotwein.

  • Clairet

    Im Mittelalter übliche französische Bezeichnung für den damals ziemlich leichten roten Bordeaux - in Ableitung von diesem Namen bezeichnet man in England noch heute umgangssprachlich den roten Bordeaux als Claret. Dieser Wein wurde damals in Massen nach England exportiert und war dort sehr beliebt.

    Heute ist ein Bordeaux Clairet ein relativ leichter Rotwein, der nach einer kurzen Maischestandzeit abgezogen wird, mit relativ wenig Farbe und Tannin, der zum raschen Verbrauch bestimmt ist. Diese Weine ähneln eher vollmundigen Rosés, obwohl sie im Vergleich zu ihnen etwas kräftiger in der Farbe sind.

    Inzwischen existiert in Bordeaux eine eigene AC Bordeaux Clairet, die jedoch sehr wenig angewandt wird. Zugelassen sind dabei alle in Bordeaux vertretenen Rotweinrebsorten.

  • Clairette de Die

    Kleine A.O.C. aus der Umgebung von Die in Südostfrankreich am Rande der Alpen am Fluss Drôme.

    Bekannt ist der erzeugte Schaumwein. Wenn er dabei nach der sog. Méthode dioise hergestellt ist, enthält der Wein mindestens 75% Muskat und ist nur teilweise in der Flasche vergoren worden, so daß ein Restzucker von mindestens 35 g/l zurückbleibt. Er wird dann als Clairette de Die Méthode Dioise Ancestrale in den Handel gebracht.

    Er kann auch nach der Méthode Champenoise mittels zweiter Gärung in der Flasche erzeugt werden. Der Anteil der Clairette darf dann nicht unter 75% liegen, und über den Restzuckergehalt entscheidet die Höhe der zugesetzten Versanddosage. Er darf dann (seit 1988) als AC Crémant de Die verkauft werden.

  • Clarke (Château)

    Von Baron Edmond de Rothschild seit 1973 wiedererrichtetes altes Gewächs im Listrac im Haut-Médoc (54 ha Rebfläche: 70% Merlot, 30% Cabernet Sauvignon).
    Erzeugt wird ein Wein, der in den letzten Jahren viel von sich reden gemacht hat und sicherlich heute einer der besseren Weine der Appellation ist. Doch auch in Listrac wachsen die Bäume nicht in den Himmel - es ist jedoch anzunehmen, dass die enormen Anstrengungen und finanziellen Möglichkeiten der Familie Rothschild - nach dem Tod Edmons de Rothschild gehört das Gut heute Baron Benjamin de Rothschild - in den kommenden Jahren positive Akzente setzen werden.

  • Classico

    Italienische Bezeichnung für den ursprünglichen Kernbereich eines Anbaugebietes, eben das klassische Herkunftsgebiet eines bestimmten Weins, das in der Regel auch heute noch die besten Weine hervorbringt.
    Am bekanntesten dürfte diese Bezeichnung beim Chianti sein, bei dem der Chianti Classico nahezu zu einem eigenen Weinbegriff geworden ist. Auch andere Weine Italiens wie der Soave, der Valpolicella, der Kalterersee u.v.a. verfügen über eine jeweils genau definierte Classico-Zone.

  • Clavelin

    Kurze dicke Spezialflasche mit einem Fassungsvermögen von 0,62 l, wie sie für die Vins Jaunes (Côtes du Jura, Arbois, L'Etoile und Château-Chalon) traditionell ist.

    Der krumme Inhalt von 0,62l entsteht beim oxidativen Ausbau dieser Weine und entspricht genau dem, was von einem Liter Grundwein nach 6 Jahren Lagerung übrig bleibt.

  • Clerc-Milon (Château)

    5éme Cru Classé aus Pauillac im Haut-Médoc mit 43ha Rebfläche (46% Cabernet Sauvignon, 39% Merlot, 12% Cabernet Franc, 2% Petit Verdot und 1% Carmenère) und wie die Nachbargüter Lafite- und Mouton-Rothschild zum Besitz derer von Rothschild gehörend.
    Seit Mitte der 1980er Jahre ist die Qualität deutlich angestiegen, so daß heute ein kräftiger, tanninreicher, komplexer und ausgeglichener Pauillac erzeugt wird, der deutlich höher, als durch seinen offiziellen Rang ausgedrückt, einzustufen ist - Parker empfiehlt gar die Aufstufung zum 3ème Cru.

  • Clevner

    Bezeichnung für je nach Gebiet sehr verschiedenartige Rebsorten oder auch die aus ihnen erzeugten Weine. In Baden, vorallem in der Ortenau, meint man damit einen Traminer, in Württemberg hingegen einen Frühburgunder, während man in der Ostschweiz Klevner schreibt und einen Spätburgunder meint. In Österreich bezeichnet man mit Klevner eine Spielart des Weißen Burgunders.

    Im Elsaß bezeichnet Clevner oder Klev(e)ner je nach Erzeuger einen Pinot Blanc, Auxerrois oder einen Verschnitt aus beiden, aber auch den Roten Traminer, dann als Rotclevner.

    Nichts genaues weiß man nicht...

  • Climat

    Besonders im Burgund gebräuchliche Bezeichnung, die der deutschen Einzellage (österreichisch: Ried) entspricht, also Teilstücke einer größeren Lage oder gar Appellation, die wegen eines speziellen Mikroklimas oder Terroirs eine eigene Prägung haben - was eben im Burgund recht häufig vorkommt.

  • Climens (Château)

    Nach übereinstimmender Meinung das führende Gewächs von Barsac und einer der ganz großen süßen Weißweine von Bordeaux: Goldfarben, von dezenter Süße, viel Rasse, sehr nuancenreich und von einschmeichelnder Eleganz ist er einer der bemerkenswertesten Likörweine der Welt.

    Die 31ha des Gutes sind zu 100% mit Sémillon bestockt. Das Weingut gehört heut in den Besitz der Familie Lurton, die neben Climens noch eine ganze Reihe von Weingütern in Bordeaux besitzt: Brane-Cantenac und Durfort-Viviens um nur zwei zu nennen. Keines der genannten steht jedoch an so exponierter Führungsposition für seine Appellation, wie es Climens für Barsac tut.

  • Clinet (Château)

    Eines der besseren Gewächse aus Pomerol mit 9 ha (85% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc) und einem reichen, mitunter samtigen und gehaltvollen Rotwein, der in seiner Jugend meist gänzlich unzugänglich und hart ist, mit 6-8 Jahren auf der Flasche aber beginnt, seine ganze Schönheit und Weichheit zu zeigen.

  • Clos

    Ursprünglich ein von einer Mauer oder ähnlichem umfriedeter Weinberg in Frankreich, wie etwa der Clos de Vougeot. Die Mauern wurden ehedem zum Schutz vor Tieren, Menschen und Witterung gezogen.
    Heute wird der Begriff Clos mitunter etwas großzügiger angewandt, darf aber im Zusammenhang mit dem Namen eines Weins nur auf dem Etikett stehen, wenn ein derartiger Clos tatsächlich existiert und der betreffende Wein von ihm stammt.

  • Clos des Jacobins

    Ausdrucksvoller, kerniger Grand Cru Classé aus Saint-Emilion mit 8,5 ha Rebfläche (70% Merlot, 30% Cabernet Franc).

    Das Weingut, ehemals zum Handelshaus Cordier gehörend,wurde 2001 an Besitz Gérard Frydman verkauft, der es jedoch bereits 2004 wieder am die heutigen Besitzer, die Familie Decoster abgab. Seit 2001 ist Hubert de Boüard (Besitzer von Angélus) für die Weinbereitung zuständig. Dieser Stilistikwechsel, in Verbindung mit erheblichen Investitionen in Weinberg und Keller, hin zu einem eigenen, feiner zisilierten Charakter tut den ehedem etwas wuchtig, stämmigen Weinen sehr gut und man darf gespannt sein, was es in den nächsten Jahren hier zu verkosten gibt.

  • Clos Haut-Peyraguey (Château)

    Premier Cru Classé in Sauternes und hervorragendes Gut in Bommes mit 17 ha Rebfläche (90% Sémillon, 10% Sauvignon) und einem sehr guten goldenem Süsswein, einem typischen Sauternes, der vielleicht nicht ganz den Rang von Château Lafaurie-Peyraguey hat, in den letzten Jahren aber deutlich zulegen konnte

  • Clos L'Eglise

    Kleines Weingut in Pomerol mit 6 ha Rebfläche (60% Merlot, 40% Cabernet Franc) und einem inzwischen wieder ausgezeichneten Rotwein, der den Vergleich mit den Sternen von Pomerol seit der Übernahme durch die aktuellen Besitzer (Fam. Garcin-Cathiard) nicht mehr zu scheuen braucht.
    Durch eine Veränderung des Cuvées hin zum Merlot und weg von den früher dominierenden Cabernets, die den Weinen oft eine medocartige Strenge gaben, wurde der Stil deutlich mehr in Richtung Pomerol verändert.

    Das Gut sollte nicht mit dem Clos de l'Eglise in Lalande-de-Pomerol verwechselt werden.

  • Clos René (Château)

    Kleines Weingut in Pomerol mit 12ha Rebfläche (70% Merlot, 20% Cabernet Franc, 10% Malbec) und einem sehr guten roten Bordeaux, der einen leichten, fruchtigen und nicht überzogen modernen Pomerolstil herrlich widergibt.

  • CNdP

    in der Weinbranche und im Internet gebräuchliche Abkürzung für das Weinbaugebiet Châteauneuf-du-Pape an der südlichen Rhône.

  • Cognac

    eine Region, nördlich von Bordeaux, in der Branntweine bester Güte hergestellt werden.

  • Colheita

    Portugiesische Bezeichnung für Jahrgang, entsprechend dem englischen Vintage oder dem spanischen Cosecha.

  • Collage

    Französisch für das Schönen/Klären von Wein, abgeleitet von coller=kleben, womit wohl das Zusammenkleben/-klumpen der Schwebstoffe gemeint ist.

  • Connaisseur

    franz.: (Wein-)Kenner

  • Conseillante (Château La)

    Großartiger Rotwein aus Pomerol und in guten Jahren einer der führenden Crus des Gebietes, qualitativ durchaus den 2. Gewächsen des Médoc vergleichbar - allerdings preislich meist über diesen angesiedelt.

    Auf 12 ha werden zu 80% Merlot, 20% Cabernet Franc angepflanzt, die einen sehr geschliffenen, selten opulenten, doch sehr eleganten und komplexen Wein ergeben können.

  • Consejo Regulador

    Nach dem spanischen Weingesetz und seinen Ausführungsbestimmungen in den jeweiligen Qualitätsweinbaugebieten eingerichtete Aufsichts- und Überwachungsbehörde zur Kontrolle, Praktizierung und Förderung der gesetzlichen Bestimmungen für die Erzeugung von Wein gemäß der Denominación de Origen.

  • Corbin (Château)

    Grand Cru Classé in Saint-Emilion (12ha; 80% Merlot, 20% Cabernet Franc), ähnlich Château Figeac einst eine große Domäne, die im Laufe der Jahrhunderte zerstückelt wurde, so dass es heute eine ganze Reihe von Gütern mit Corbin als Namensteil gibt: Châteaux Grand-Corbin-Despagne, Corbin-Michotte, Grand-Corbin, Haut-Corbin und Grand-Corbin-Manuel.

    Bei allen Unterschieden zwischen den Weinen dieser Güter sind sie in der Regel tief, weich und geschmeidig.
    Château Corbin gilt in guten Jahren (z.B. 2000, 1990, 1989...) als hervorragend und reichhaltig, insgesamt aber ein wenig unbeständig von Jahr zu Jahr.

    Auch in Montagne-Saint-Emilion gibt es ein Château Corbin.

  • Cos d'Estournel (Château)

    Nach allgemeiner Überzeugung heute das bedeutendste Weingut in Saint-Estèphe im Haut-Médoc und einer der besten 2ème Crus Classés überhaupt. Cos (gesprochen Koss), wie es heute kurz genannt wird, war wohl auch der Geburtsort des inzwischen geflügelten Wortes >Super-Seconds< - dem Hiweis darauf, dass das entsprechende Château qualitativ an sich in der Liga der großen 5 mitspielen könnte.

    Auf knapp 70ha werden zu 60% Cabernet Sauvignon und 40% Merlot angepflanzt. Der Wein ist kräftig, kernig, tanninbetont und voll, dabei sehr nuancenreich, langsam reifend und sehr langlebig. Auf seinem Höhepunkt ist er wunderbar ausgeglichen, harmonisch und elegant.

    Der Name des Zweitweins ist Les Pagodes de Cos, wohl eine Hommage an das pagodenähnliche Äußere des Gebäudes von Château Cos d'Estournel mit seine riesigen geschnitzen Eichenportalen, die einst zum Palast des Sultans von Sansibar gehörten.

  • Cos Labory (Château)

    Unmittelbarer Nachbar von Château Cos d'Estournel in Saint-Estèphe im Haut-Médoc mit etwas mehr als 15 ha Rebfläche (60% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot, 10% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot).

    Cos Labory gehörte früher zum heutigen Weingut Cos d'Estournel und wurde 1789 während der französischen Revolution davon abgetrennt. Der erste Eigner Francois Labory gab ihm seinen Namen.
    Das Cos am Anfang des namens, welches sich eigentlich vom Wort Caux herleitet, was wiederrum soviel wie Kieselhügel heißt, ist etwas irreführend, denn an diesem Kieshügel, der sich von Lafite bis eben Cos Labory hinzieht, nur etwa 3ha. Dies könnte auch mit ein Grund sein, warum Cos Labory 1855 nur als 5ème Cru klassifiziert wurde - also deutlich tiefer als seine ehemalige Schwester gegenüber.

    Die Weine, die etwa 15 Monate in Barriques (0-3 Jahre alt)ausgebaut werden, sind dennoch beachtlich und übertreffen ihren offiziellen Rang zumeist.

    Das Weingut gehört heute der aus Argentinien stammenden Familie Audoy, der Zweitwein des Gutes heißt Le Charme de Labory.

  • Cosecha

    span.: (Wein)-Lese. Wird manchmal auch als Begriff für den Jahrgang des Weins benutzt.

  • Cosechero

    Spanisch für Winzer oder Weingutsbesitzer.

  • Coufran (Château)

    Cru Bourgeois aus Saint-Seurin-de-Cadourne im Haut-Médoc mit 76ha Rebfläche (85% Merlot, 15% Cabernet Sauvignon) und einem fülligen und reifen, wenn auch für Gegend und Rang durch den hohen Merlotanteil etwas atypischen Rotwein.

  • Coulée de Serrant

    7 ha große, von Mauern eingefaßte, steile Südlage im Gebiet von Savennières an der Loire.

    Die aus dem Chenin Blanc erzeugten Weine zählen zu den herausragendsten trockenen Weißwein der Loire, wenn nicht überhaupt zu den bemerkenswertesten Weißweine Frankreichs: sehr gehaltvoll und von Rasse und großem Charakter, der je nach Jahrgang zwischen 15 und 20 Jahren seinen Höhepunkt erreicht und dann in seiner Intensität, Harmonie und Größe nur von wenigen Weißweinen übertroffen werden dürfte.

    Die im 12. Jahrhundert von Zisterziensern angelete Lage befindet sich im heute Alleinbesitz von der Familie Joly (Château de la Roche-aux-Moines) und ist inzwischen sogar als eigene A.O.C (Savennires Coulée-de-Serrant) klassifiziert.

  • Couronne (Château La)

    Cru Bourgeois aus Pauillac im Haut-Médoc mit 4ha Rebfläche (70% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot) und einem reichen und gehaltvollen roten Bordeaux, der zu den besten
    ichtklassifizierten Gewächsen von Pauillac zählt.

  • Coutet (Château)

    Premier Cru aus Barsac mit 38ha Rebfläche (75% Sémillon, 23% Sauvignon, 2% Muscadelle) und, wenn voll gelungen, ein bemerkenswert tiefer und komplexer Wein mit dezenter Süße und deutlicher Rasse und Eleganz.

    In besonders herausragenden Jahren wird zusätzlich die Cuvée Madame erzeugt, ein dichter und kompakter, unendlich nuancenreicher Wein, von eine 2ha großen Parzelle mit besonders alten Rebstöcken. Diese Cuvée Madame, leider nur all zu selten zu finden braucht einen Vergleich mit Yquem nicht zu scheuen.

  • Couvent des Jacobins

    Grand Cru Classé aus Saint-Emilion mit 10,7ha (75% Merlot, 25% Cabernet Franc) und einem zuverlässigen, wenn auch nicht aufregenden Rotwein.

    Das heutige Weingut liegt auf dem ehemaligen Standort einen Dominikanerklosters aus dem 13. Jahrhundert und zieht sienen Namen aus diesem Hintergrund.
    Die Rebgärten liegen am Stadtrand von Saint-Emilion auf sandig-lehmigen Böden.

  • Crémant

    Schaumwein nach der méthode champenoise, der jedoch nicht aus der Champagne, sondern z.B. aus dem Elsass, der Burgund oder von der Loire stammt.
    Die Bezeichnung Crémant wurde früher auch für tatsächliche Champagner benutzt die weniger Kohlensäuredruck aufwiesen. Diese Bezeichnung ist heute nicht mehr gebräuchlich.

  • Cream (Sherry)

    Der Cream-Sherry ist eine Vermählung aus Oloroso und Aroppe, einem eingekochten Traubenmost oder Wein (siehe auch dort) oder Pedro Ximenez (dann auch Amoroso genannt). Gut gemacht, kann der Cream sehr nuancenreich ausfallen; allerdings wird gerade bei günstigen Cream-Sherries versucht die geschmacklichen Mankos der Grundweine durch die Süße zu übertönen.

  • Criadera

    Zwei Fassreihen innerhalb eines Solera-Systems (siehe dort). Diese Fassreihen sind die zwei Reihen über der Solera (der Bodenreihe).

    Die Criadera wird sinngemäß mit Kinderstube übersetzt, bedeutet aber eigentlich Reb- oder Baumschule.

    Die oberste Criadera enthält dementsprechend den jüngsten Sherry (oder Brandy oder Essig oder was eben in der Solera ausgebaut werden soll).

  • Crianza

    Ausbaustufe/Qualitätsstufe aus Spanien; Wein der mindestens 6 Monate im Fass und anschließend nochmals 12 Monate in der Flasche gereift ist, bevor er in den Verkauf kommt.

    Im Rioja und Ribera del Duero müssen Crianzas allerdings mindestens 12 Monate im Fass ausgebaut werden. Viele führenden Produzenten in anderen Gebieten Spaniens richten sich daher gern nach dieser Regelung und bauen Ihre Crianzas länger aus. Weine die nur 6 Monate ausgebaut werden, werden dann als Semi-Crianza bezeichnet.

  • Croix-de-Gay (Château La)

    Ausgezeichnetes kleines Weingut, in Pomerol, Nachbar von Château Le Gay und Lafleur mit 10 ha Rebfläche (90% Merlot, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc) und einem beständig guten, aber nicht herausragenden Rotwein.

  • Croizet-Bages (Château)

    5ème Cru Classé aus Pauillac im Haut-Médoc mit 30ha Rebfläche (54% Cabernet Sauvignon, 38% Merlot, 8% Cabernet Franc), im gleichen Besitz wie Château Rauzan-Gassies in Margaux und dem Haut-Médoc Cru Bourgeois Bel Orme Tronquoy de Lalande.

    Wie beim Rauzan-Gassies sind die Weine von Croizet-Bages mitunter etwas uneinheitlich und selten wirklich bemerkenswert, aber Beachtung verdienen sie vor dem Hintergrund des guten Preises allemal.

  • Cru

    franz.: Gewächs. Bezeichnung für einen abgegrenzte Rebbestand (eine Lage), der besonders gute Trauben hervorbringt.

    Der Cru ist in Frankreich der Kernbegriff der Weinphilosophie.
    Verwendet man den Begriff Cru in der Provence, dem Elsass, im Burgund etc. tatsächlich nur auf eine Lage, die aufgrund besonderer Boden- und Klimabedingungen überdurchschnittliche Weine hervorbringt, so wird Cru im Bordelais eher umfassender mit auf das Weingut bezogen. Durch die große Anzahl an guten Lagen und die enorme Anzahl an Erzeugern um Bordeaux, sind die Crus hier auch noch mehrfach untergliedert, während man ansonsten mit Premier und Grand Cru auskommt.

    Die deutsche Entsprechung des Crus ist das Große oder Erste Gewächs.

    Auch in Italien setzt sich die Einstufung einzelner besonderer Lagen als Crus immer mehr durch.

  • Cru Classé

    Grundsätzlich ist der Ausdruck Cru Classé als zusätzliches Qualitätsmerkmal französischer Weine zu sehen. Es ist ganz allgemein gesagt ein Zeichen dafür, dass ein Wein, ein Weingut oder auch eine Lage qualitativ aus der Appellation heraussticht.

    Darüber hinaus, wird der Begriff Cru Classé regional sehr unterschiedlich gebraucht.

    Im Médoc sind sehr viele Weingüter als Cru Classé eingestuft und werden seit der Klassifizierung vom 1855 nochmals in erstes bis fünftes Gewächs (Premier Cru Classé bis Cinquième Cru Classé) unterteilt. Unterhalb dieser Hirarchie existieren aber noch weitere Einstufungen, die auch als qualitativ hochwertiger als die
    ormale AC gelten können: der Cru Bourgeois zu Beispiel. Hier hängt die Klassifizierung als primär am Weingut und seinem hauseigenen Weinberg.

    In anderen Bordeaux-Gebieten existiert diese differenzierte Unterteilung nicht; im Sauternes sprich man nur von Premiers und Deuxièmes Crus Classé, im Grave kennt man nur den Ausdruck Cru Classé ohne jede Abstufung und in Saint-Emilion spricht man nur von Premier Crus und Grands Crus. Auch hier ist die Klassifizierung an das Weingut gebunden.

    Im Burgund, wo man nur Premier und Grand Cru kennt, hängt die Bezeichnung allein an der Lage und ist unabhängig vom jeweiligen Erzeuger.

    In der Champagne existieren Grands Crus und Premiers Crus, die aber an der ganzen Gemeinde und nicht an einzelnen Erzeugern oder Lagen hängen.

    In der Provence gibt es auch Crus Classés, diese sind jedoch eher als geschichtlicher Irrtum zu sehen...

  • Cruzeau (Château de)

    Durch die Mühen des weithin bekannten André Lurton wiedererstarktes Weingut in St.-Médard-d'Eyrans in den Graves mit gesamt 97ha Rebfläche (rot: 67ha; 55% Cabernet Sauvignon, 43% Merlot und 2% Cabernet Franc bzw. weiss: 30ha; 85% Sauvignon, 15% Sémillon) und mit beachtenswerten vollmundigen und ausgeglichenen Rotweinen und einer kleineren Erzeugung von ebenso guten gehaltvollen und stimmigen Weißweinen.

    Die Weine werden unter der Appellation Pessac-Léognan in den Handel.

  • CS

    gemeinhin gebräuchliche Abkürzung für die Rebsorte Cabernet Sauvignon.

  • Cuvaison

    Tankgärung von Weinen: der Traubensaft und die Traubenschalen fermentieren einige Tage in einem gemeinsamen Tank, wodurch die Farbe und die Gerbstoffe der Traubenschalen extrahiert und an den Wein abgegeben werden. Bei Rosés dauert die Cuvaison nur einige Stunden.

  • Cuvée

    Ursprünglich beschreibt der Begriff nichts weiter als den Inhalt eines Weinfasses (franz.: cuve).

    Heute beschreibt man mit dem Cuvée aber weithin den Verschnitt mehrerer Rebsorten (oder auch den Verschnitt mehrerer Fässer der gleichen Rebsorte; siehe auch assemblage). Es ist dabei nicht festgelegt, wieviele Rebsorten miteinander verschnitten werden - in Deutschland sind es nur selten mehr als 3, in Frankreich, hier besonders im Châteauneuf, sind insgesamt 13 Rebsorten zum Cuvée zugelassen.
    Der Begriff Cuvée an sich ist jedoch nicht geschützt und kann, wenn man ihn auf einem Flaschen-Etikett findet auch durchaus nur Zeichen für eine Sonderabfüllung des Weingutes sein. Sprich ein fiktives Cuvée Baron kann auch nur aus einer Rebsorte bestehen.

  • Cuve

    franz.: Tank. Man findet Holztanks, aber auch Beton- oder Edelstahltanks (Inox).